Wann ist es endlich richtig? Gibt es für eine Sache den richtigen Moment? Der richtige Augenblick ist immer jetzt. Ich mache nie wieder den Fehler und stelle etwas in Frage, weil es in Zukunft Schwierigkeiten geben kann. Egal welche Umstände es sind, weiß man nicht, ob es jemals soweit kommt. Ich bin dort angekommen, wo ich hinwollte. Ich kann nachts nicht einschlafen und springe schlaflos mit lauter Musik durch die Wohnung. Der Ort hat sich um ein paar hundert Meter entfernt, die Stimmung ist geblieben. Die Menschen, die Stadt, ist so wie in meinen Träumen. Mit Träumen ist Erinnerung gemeint. Ich habe schnell gemerkt, dass ich nicht nur die negativen Dinge verdrängte. Negative Fakten gibt es sicherlich, fallen jedoch bei allen positiven Nebenher schnell durchs Raster.

Jena Paradies in der Stadt der Wissenschaft 

Wenn ich diesen Tag rückblickend sehe, ist es genau das, was ich will. 9h Arbeit und danach im Paradies entspannen. Das will eigentlich jeder. Sieht man auch an den gefüllten Grünflachen mit Stadtpark der Wissenschaftsstadt Jena. Das obenstehende Bild ist vor einer Woche am Sonntag entstanden, das “Para” zu 30% ausgelastet. Interessant wie die Fotoperspektive die Menschen, die uns (Tina und mir) recht nah waren, auseinander ziehen.
Heute war ich an meinem Baum, hab mich nicht herunter getraut. Alte Erinnerungen verhinderten weiteres. Jedoch war ich mit einer so symphatischen Person unterwegs, sodass die Zukunft mehr ins Licht rückte. Das Ergebnis ist die Antwort der Eingangsfrage. Ich werde nie wieder den Moment als richtig oder falsch deklararieren. Immerhin leben wir in diesem Moment und da ist genau das wichtig, was in dem Moment wichtig ist. Und das ist auch richtig. Zeit und Raum, die Dimensionen in denen Menschen denken, spielen keine Rolle, wenn etwas Funtamentales richtig ist. Und das ist dann auch wichtig.
Deine Nummer auf meinem Bein habe ich mal eben extern festgehalten, vielleicht kann ich die ja bald mal gebrauchen ;)

Ganz nebenbei: Ein herzliches Dankeschön an Christin, die durch die Tracy Chapman CD die musikalischen Eindrücke im Hintergrund dieses Beitrag beigesteuert hat…

Wer ist eigentlich Kant, fragte ich mich vor diesem Tag. Kant ist Philosoph, allerdings hat man als ausgebildeter Informatiker wenig mit dessen Richtung zu tun. Man könnte sagen, gar nichts. Umso mehr stieg die Spannung vor der Veranstaltung am heutigen Tag. Meine 1. Philosophie-Vorlesung. Prof. Gabriel sollte mich durch die 90-Minuten führen. Ich bin begeistert, ausgestattet mit Blatt und Stift will ich mir das wichtigste für mein Leben und Zündstoff für die zahlreichen nachdenklichen Stunden notieren.
Die Vorlesung war toll, Kompliment an den Professor der selbst einen philosophischen Greenhorn wie mir, die Sache zum Faszinieren näher brachte. Ungefähr jede Aussage über Kant wurde mit Zitaten passend dargestellt und bewiesen. Eine Aussage von Prof. Gabriel fand ich besonders anregend:

Wenn man was sagst, muss man die Wahrheit sagen, aber man muss auch nichts sagen.

Das möchte ich unkommentiert stehen lassen. Weitergehend sagte der Professor “Nitsche schreibt so schön, dass er kaum wahr sein kann”. Im Sinne von, einfache angenehm zu lesende Lektüre kann einen selbst nicht fördern. Erst, wenn man nach jedem Satz tief durchatmen muss, liest man das richtige. Mit dieser interessanten Sichtweise sehe ich die Standard-Lektüre für Wirtschaftsstudenten, den Schierenbeck, plötzlich aus anderem Licht. Wahrscheinlich kann man die Schriften nicht vergleichen, aber an der Aussage ist etwas dran.

Die Leute, denen ich nach der Veranstaltung meine Begeisterung schilderte, waren natürlich ungläubig. Das werden sie allerdings nur bis in 14-Tagen bleiben, denn da findet die nächste Vorlesung statt ;)
Dennoch war das Göttlichste an dem Tag die Heimfahrt…

Der FC Carl Zeiss hat eine weitere Chance im Abstiegskampf bekommen. Mit der 5:0-Klatsche in Hoffenheim wurde der letzte Strohhalm um einiges verkürzt. Dennoch ist das nicht aller Tage Abend, sodass man am heutigen Tag nochmal richtig hätte angreifen können.
Ich war mit Claudi zum Kaffeetrinken verabredet. Ich holte sie wie geplant und überpünktlich ab. Über die Ernst-Abbe-Bibliothek, die sich weder in ThuLB (Thüringer Landesbibliothek) oder dem Ernste-Abbe-Campus (Neue Universitätsgebäude) befindet, ging es rasch zu mir. Meine Kaffeemaschine ratterte, Claudi telefonierte und ich verschwand im Bad - musste mich unbedingt duschen. Das ist an sich unnötig gewesen, wie sich wenig später zeigte. Wir haben uns spontan doch noch dafür entschieden, zum Spiel von Carl Zeiss gegen Osnabrück zu gehen. Rasch mit dem Auto hingefahren, stellten wir bedauerlicherweise fest, Parkplätze können mehr da sein. In Kilometerentfernung fanden wir dann doch noch eine kleine Ecke und sprinteten zum Spiel. Nachdem wir die Karten hatten und im Stadion waren, fing es plötzlich an, in Strömen zu regnen. Sehr schön. Und wieder waren die Haare nass. Vor allem sah es nicht danach aus und ich war dementsprechend kleidungsmäßig wie die anderen 10.000 nicht gut vorbereitet. Vor einigen Jahren war das noch anders, der Parkplatz leer und man kannte die 1.000 Leute im Stadion. So ist es trotz meiner regelmäßigen Kritik dennoch schöner, der Rückhalt hilft der Mannschaft. Hoffentlich.
Das Spiel begann klasse, der FCC drückte enorm. In der zweiten Halbzeit nahm der Druck zu und das erste Tor für die Thüringer fiel. Schnell kam wegen Resignation der Ausgleich, das Spiel war gegessen. Sieht man das Chancenverhältnis, hätte der FC Carl Zeiss mit min. 4:1 gewinnen müssen. Großchancen, die man lächerlich vergeben hat.
Das ist zu wenig im Abstiegskampf. Nun gilt es eben am Mittwoch in Aue ranzuglotzen…

Der Tag sollte ruhig seinen Abschluss finden. Für 19:30 Uhr war ich mit Claudi verabredet. Da wir das allerdings vor einer Woche ausgemacht haben und seitdem wenig redeten, war ich eher skeptisch. Ich nahm Jena Paradies, den Film, den wir schauen wollten gar nicht erst mit. Ich war pünktlich vort Ort. Im Gegensatz meiner Erwartung war Claudi zu Hause. Zwar überrascht, weil sie nicht dachte, dass ich komme - obwohl sie über den Eintrag in ihrem Terminbuch heute noch nachdachte. Egal, mich enttäuscht sowas bei bestimmten Personen nicht mehr. Da sie natürlich mittlerweile andere Verabredungen für “unsere” Zeit hatte, wollte ich schnell wieder weg. Sie hielt mich und machte mir zumindest noch ein Angebot: “Komm’ doch heute Abend mit auf eine Party”. Wie man mich kennt, dachte ich nur kurz nach und stimmte zu. So, nun gilt es, die Zeit bis 23 Uhr zu überbrücken.
Ich fuhr also nochmal nach Hause. Ich telefonierte in der Bahn mit Lars, der mir wichtige Fragen zum Praxissemester beantworte. Zwar fand ich es nicht so toll, da ich in der Bahn so sprach wie es mir bei anderen Leuten schnell auf die Nerven geht. Leider war es wichtig :)

Zu Hause angekommen, war meine Lust am Ende. Die Müdigkeit nahm stark zu. Aber ich bin nur einmal jung und überredete mich wieder. Denn ich wollte zumindest meine Verabredung einhalten. Ich schaute ”Topmodels”, um die Zeit zu dem Telefonat mit Tina zu überrücken. Das Telefonat brachte mich etwas in Bredoille. Das fand nämlich genau in der Zeit statt, wo ich mich “fertigmachen” wollte. Das geschah dann in notdürftigem Umgang nebenbei. Um die Bahn noch zu schaffen, musste ich Tina sogar abwürden. Tut mir Leid, ich bitte um dein Verständnis. Ein Sprint musste ich dann dennoch einlegen…

Da ich eine andere Bahn wie geplant nahm, war ich eher da und konnte noch in aller Seelenruhe über den Ernst-Abbe-Platz schlendern. Ich entdecke dabei den äquivalenten Fachbereich zu meinem. Claudi beteuerte vorhin sogar ihre Pünktlichkeit. Und was war, sie war überpünktlich. Das beeindruckte.
Wir machten uns also gemeinsam auf. Ich wusste noch immer nicht, was genau der Abend bringt. Verraten wollte man mir einfach nichts. Als wir im Löbdergraben einkehrten, dachte ich, es wird eine ruhigere Privatparty - vielleicht ein Spieleabend. Diese Überlegung wurde recht schnell nachschlafen, denn die dort wartenden 5 netten Mädels munkelten vom “Uma Carlson”. Wir blieben auch nicht lang und machten uns flink auf die Hufe in den Tower. Dort war die 100. Semesteranfangsparty, offiziell ”Die kleinste Semesterantrittsparty” genannt.
Anfangs war alles noch recht überschaubar, der Platz zum Tanzen groß. Schnell wurden es FH ähnliche Zustände. Zwar waren die Kapazitäten der Gaderobe nicht ausgeschöpft, aber es waren einige Menschen vor Ort. So kann man das beschreiben.

Semesterantrittsparty

  
Es wurde etwas getanzt, ja. Als ich kurz vor 4 Uhr gefragt wurde, ob wir gehen wollen, wusste ich erst nicht so recht, wie ich antworten sollte. Aber auf jede Nacht folgt ein Morgen (Ich gehe während meines Lebens jedenfalls davon aus). Nach einem kurzen zusammenfassenden Gespräch mit Anett fuhr ich in netter Begleitung in Richtung Lobeda. Wir konnten sogar bereits wieder die direkte Bahn nehmen, die erste des Tages. Natürlich konnte ich mir es nicht nehmen lassen, die Danie noch nach Hause zu bringen. Ich weiß, dass ich sie wiedersehen möchte. Bald.
Alles insgesamt paradiesisch, so kann sich ein Abend gern wieder mal entwickeln.

Der Morgen “danach” begann um 7 Uhr. Die Erschöpfung war noch recht groß, folgend hämmerte ich auf meinen Wecker. Nur nicht an der richtigen Stelle, sodass er nach 8 Minuten wieder ansprang. Das machte ich eine ganze Weile.
Die Motivation stieg schnell und der Tag begann wie gewöhnlich…

Der Tag begann recht früh, um 7 Uhr, um es genau zu nehmen. Ich wollte frühzeitig mit meiner Arbeit fertig sein, um im Anschluss in der POM Arena etwas Sport zu treiben. Da ich zu früh war, machte ich mich an den Geräte warm. Das sollte ich eigentlich nicht, um mich vor den Eingangstest nicht unnötig auszupowern. Eingangstest bedeutet Fahrradfahren, dabei soll je nach Leistungsvermögen ein gewisser Puls erreicht werden. Ich wollte ganz großfressig das Maximum austesten. Ich fuhr und fuhr und regelmäßig wurde je nach Herzschlag die Schwierigkeit erhöht. Bei der höchsten Stufe musste ich 15 Sekunden vor Schluss aufgeben, da mein Radel nicht mehr in Schwung kam. Es war eine extreme Erfahrung, zu merken, dass einfach nichts mehr geht.

Im Nachhinein wurden die aufgezeichneten Daten analysiert und ich konnte meine Leistungskurve begutachten. Ein wahrer Traum. Noch schöner allerdings die Regenerationskurve, die ist linear mit starken negativen Anstieg. Das habe ich auch live gespürt, denn nach dem Test habe ich noch etwa 30 Minuten fleißig trainiert.

Java, Programmiersprache und Kaffee. Beim Kaffee-Konsum gibt es keine festen Grenzen. Ist eine individuelle Größe. Man merkt selbst, wann man genug hat.

Die Virtual Machine von Java setzt bei der Ausführung von Programmen härtere Grenzen (standardmäßig 128 MB), sodass Windows oder vergleichbare Betriebssysteme bei Speicherüberschreitungen gar nicht erst nervös werden. Heute erhielt ich zum ersten Mal die Meldung: “MemoryOutOfBounds”. Java kann und will nicht mehr, heißt das übersetzt. Die Folge: Natürlich Programmabbruch. Das ist eigentlich schade, wenn erst etwa 1/5 der Arbeit erledigt wurde.
Zum Glück kann man diese Speicherzuweisungen erhöhen. Die physikalische Grenze des Rechners sollte dabei nicht unbedingt überschritten werden. Und das geht so, einfach beim Aufruf des Programms folgende Parameter mitgeben:

java -Xms{initial heap size} -Xmx{maximum heap size} {your class}
java -Xms32m -Xmx128m the_snake.class

Die Werte werden standardmäßig in Bytes angegeben. Mit dem Suffix ‘K’ bzw. ‘k’, ‘M’ bzw. ‘m’ und ‘G’ bzw. ‘g’ kann man KiloBytes, MegaBytes oder GigaBytes angeben.

Es ist 16:00Uhr. Es klingelt. Donnerstag ist nicht, deshalb kann es nicht die Zeit sein. Zu spät für den Paketdienst DHL ist es auch. Ich öffne die Tür. Nichts passiert. Nachdem ich die Tür wieder schloss, klopfte es plötzlich. Nachdem ich die Tür wieder öffnete, musste ich extrem schmunzeln. Der Tim stand vor der Tür.

Verwundert kamen nach den ersten Sekunden Staunen auch einige Laute raus. Tim musste sich erstmal noch ein paar Tests meiner Software gedulden und danach gings los. Erst zeigte er mir seine beeindruckende Bass-Rolle, die mein Trommelfell im ersten Moment etwas schockierten und fast die Frontscheibe zum Herausspringen brachte.
Unser erstes Ziel, die Goethe Galerie. Nach meinen zahllosen Schuhkauf-Versuchen überall in der Bundesrepublik nun dort der Erfolg. Die Auswahl großer als in allen Augsburger Schuhläden insgesamt wurde ich fündig. Und die Schuhe hätte direkt an der Kasse gelegen, wenn da nicht noch die nette Verkäuferin gewesen wäre. Die nette Frau “Auszubildende” nahm sich Zeit für mich und ich mir Zeit für sie. Wir werden uns wiedersehen. Morgen, wenn ich meine Einlegesolen kaufe. Und überhaupt…
Danach gings nach Jena-Ost über den REWE Einkaufsmarkt zu Tim. Seine kleine - mittlerweile - 6-Jährige Schwester finde ich immer noch zu putzig, unglaublich süß. Man könnte sagen, dass sind alle Kinder in dem Alter. Aber nein, so nett muss man erstmal werden. Ich bin gespannt, wie das in 10 Jahren ausschaut.
Als wir auf den Weg zur POM Arena waren, begann natürlich Jule auch noch ihre Tour. Bis auf ein Winke Winke und kurzes Lächeln war nicht mehr drin. Reichte für den Moment auch, weil: Wir wollen uns ja treffen. Nicht wahr?!
Der “Auftritt” im Fitness-Studio war ganz nett, wenn eben auch die Atmosphäre und alle Geräte noch etwas ungewohnt sind. Aber das wird sich mit der Zeit geben.

Danach gings nach einer Stadtrundfahrt auf direktem Weg ins Hotel. Nach Hause, also beides…

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