Es ist bekannt, dass ich große Sympathien Gegenüber der deutschen Sprache hege.  Beim Lesen oder gar aktiven Benutzen von modernen Wortschöpfungen bin ich immer ganz traurig über die Entwicklung. Inzwischen habe ich allerdings akzeptiert, dass Sprache auch neue Einflüsse des aktuellen Gebrauchs zulassen muss, um überhaupt zukunftsfähig zu sein.
Umso faszinierender war der kurzfristige Kontakt gleich zwei eher historischen Begriffen, die eher kein Teil mehr aktiver Verwendung sind.

Hier zwei Begriffe, deren Wirkkraft definitiv unterschätzt wird:

  • Der Einkaufswagen wird proppenvoll werden.
  • Es ist gerade sehr viel zu tun. Man(n)ometer!

Proppenvoll wird aus vom Duden als umgangssprachlich eingeschätzt – aus meiner Sicht zu unrecht. Die aktuelle Sprachtendenz ist weit weg. Im Vergleich zu derzeitigen Begriffen wirkt proppenvoll konservativ wertvoll. Statt Manometer bzw. den Bezug auf Man(n)ometer ist für den zweiten Begriff eher Mannomann richtig. Aber die unbewusste Komplexität der Bezugnahme auf eher unbekannte Subjekte prickelt mehr.

Vielen Dank für den Hinweis, dass es in jüngster Vergangenheit technische Schwierigkeiten mit der Darstellung bestimmter Seiten und Informationen gibt. Ich bitte dies zu entschuldigen.
Aufmerksame Leser und deren Rückmeldungen sind einfach extrem wichtig. Das Gros der Probleme sollte inzwischen behoben sein.

Die „World’s Most Famous Arena“ hat tatsächlich eine besondere Atmosphäre. Passenderweise konnte ich das Stadtderby zwischen den New York Knicks und den Brooklyn Nets live erleben.
Die Arena ist mit einem Fassungsvermögen von knapp 20.000 Besuchern nicht gerade klein. Hier kann auch die beste Platzkategorie weiter vom Spielfeld entfernt sein als ein Stehplatz vor der Halle einer europäischen Spielstätte. Über ein Preis-Leistungsverhältnis darf man nicht nachdenken.

Madison Square Garden: New York Knicks - Brooklyn Nets

Madison Square Garden: New York Knicks – Brooklyn Nets

Ich frage mich tatsächlich, wie die New Yorker ihr Leben finanzieren oder auch konkret Basketball-Fans einen regelmäßigen Besuch zum Spiel ermöglichen.

Das Spiel selbst war sportlich durchschnittlich, wie allerdings von zwei Clubs im unteren Drittel der aktuellen NBA-Tabelle nicht anders zu erwarten war. Nach einem unglücklichen Start haben die Knicks das Spiel drehen können, sodass auch die Zuschauer etwas engagierter wurden. Nach Burger, Popcorn und XXL-Cola braucht es eine Halbzeit-Show oder positiven Spielverlauf, um die Zuschauer aus einer Starre zu befreien.
Die Show selbst war anders – mit Verteranen-Ehrung und Gewehrformation jedoch stark geprägt von der US-Army. Das Motto „Hoops for troops“ war definitiv getroffen, allerdings für einen Deutschen arg gewöhnungsbedürftig.

Mein Fazit ausgiebiger Rundgänge durch verschiedene Bezirke in New York lautet: Vielfalt.
Die Straßenzüge unterscheiden sich stark. Hinter einem Block Hochhäuser folgt eine beschauliche Wohnsiedlung. Gemütlich anmutende Alleen und China Town Ramsch, alles in unmittelbarer Nähe. Der Hafen und die Strände runden die Eindrücke ab.
Ein steer Begleiter sind allerdings das Kaffeehaus Starbucks (in jedem zweiten Haus), Dunkin Donuts und Nathan’s Hot Dogs. Für den schnellen Happen Öl und Zucker ist überall gesorgt. Auch Kuriositäten wie ein Birthday Cake Pop sind immer greifbar. Wobei mich die übertriebene Präsenz von Starbucks extrem belastet hat.

Rockefeller Center am Election Day

Rockefeller Center am Election Day

Coney Island

Coney Island

New York Grand Central

Grand Central

New York Central Park vom Rockefeller Center

Central Park vom Rockefeller Center

Die Krönung war der Erfolg des im Nachbarhaus gastierenden zukünftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Wahlnacht habe ich auf den Straßen und Wahlparties der hiesigen Fernsehsender verfolgt. Die Begeisterung und gleichzeitige Ernüchterung über die Wahl und deren Ergebnis war extrem spannend zu beobachten. In Deutschland ist ein solches Event ja eher eine nüchterne Pflicht-Veranstaltung. Durch Merchadising ala Buttons und Mützen bekommt ein hiesiges Wahlgeheimnis eine andere Wirkung.

Das erste Highlight und sogar der ausschlaggebene Antreiber für meinen Ausflug nach New York: Der weltgrößte Marathon durch die fünf Stadtteile.
Ein letzter Trainingslauf am Vortag hat wunderbar funktioniert. Die Motivation ist auf dem Höhepunkt und an sich muss es jetzt einfach losgehen. Das zumindest waren die ersten Gedanken des Tages und die Vorfreude auf 26,2 Meilen pure Begeisterung.
Der Tag begann früh:

    • 05:10 Fotoshooting im Hotel
      Letztes geplantes Gruppenfoto mit mitreisenden Kollegen vor den anstrengenden Kilometern
    • 05:30 Abfahrt zum Start
      Organisierter Bustransfer vom Hotel zum Startgelände. Im Bus konnten während der Fahrt bereits wertvolle Eindrücke gesammelt werden. Die Gehwege Manhattans waren voller wartender Menschen in unendlichen Warteschlangen. Alle hatten das gleiche Ziel.
    • 06:30 Ankunft am Startgelände
      Zumindest hat der Bus in der Nähe des Startgeländes gehalten. Da der Busfahrer sich leider verfahren hat, musste er mitten auf der Autobahnbrücke nahe des Startgeländes halten. Mit Polizei-Begleitschutz ist die Reisegruppe dann zum Startgelände begleitet wurden.

Der Sponsor „Dunkin Donuts“ hat prägnante Mützen für die durchaus kühlen Temperaturen verteilt. So kam es noch spontan zu einem letzten gemeinsamen Gruppenfoto mit den Kollegen.

Kollegen zum New York Marathon

Kollegen zum New York Marathon

Kurz nach dem Foto hat sich die Gruppe aufgrund unterschiedlicher Startzeiten und Bedürfnisse (Toilettengang, Durst, Donut-Appetit, etc.) schnell aus den Augen vorloren. Nach langer Wartezeit
kam es 09:50 Uhr zum Einlass in den Startbereich. Von dortaus ging es wenige Minuten später zum Start.
Nach der Nationalhymne der USA fiel der Startschuss.

Die ersten Kilometer vergingen im Fluge. Der seltende Eindruck mit über 50.000 Menschen gleichzeitig durch die Straßen New York zu Laufen ist unbeschreiblich. So viele verschiedene LäuferInnen. Und noch viel spannender: So viele laufbegeisterte Supporter an der Strecke, die mit Musik, guter Laune und Anfeuerung die Meute anpeitschen. Pure Freude, zumindest die erste Hälfte der Strecke. Aufgrund zahlreicher Brücken und Steigungen kam die zweite Hälfte der Route gefühlt einem Berglauf gleich.
Die Unterstützung mit Versorgungsangeboten Wonna‚ Donut?“ oder Motivation „Run now, Beer later!“ halfen, das Ziel der 26,2 Meilen nicht aus den Augen zu verlieren.
Der Zieleinlauf war pure Einleichterung. Ein kurzes Hinsetzen nach dem Ziel wurde von Medizinischem Personal direkt unterbunden: „You should not cool down, please walk.“ So ging es ohne viel Unterbrechungen noch einige Kilometer zurück zum Hotel, dessen Weg durch Zurufe „Congratulations! You did it!“ geprägt war.

Am nächsten Tag in der New York Times zu stehen, hilft definitiv über die Strapazen etwas schneller hinweg zu kommen.

New York Times - The Marathon Special

New York Times – The Marathon Special

New York Times - The Marathon Timesheet

New York Times – The Marathon Timesheet

Ein Spaziergang durch die Hamburger HafenCity oder den Finanzbezirk in Frankfurt wirken teilweise surreal. Die neuen Architekturströmungen sind zurückhaltend und konservativ, aber durchaus gewöhnungsbedürftig.
Der Sprung über den Teich katapultierte mich nicht nur aus der soliden sozialen Marktwirtschaft hinein in den Superkapitalismus, sondern auch in eine andersartige Umgebung. Ich möchte diesen Eindruck gar nicht bewerten, denn nicht alles was anders ist, ist schlecht. Und mit Gewohnheit hat die Reise wenig zu tun.
Der Hotelblick lässt keine Aussicht zu, noch nichtmals der Himmel kann erkannt werden. Das allerdings liegt nicht an der Tageszeit.
Ich bin gespannt auf eine tolle Zeit in New York City.

Hotelblick in New York

Hotelblick in New York

Durch Zufall bin ich gerade auf eine Zeitmaschine gestoßen. Im Rahmen der technischen Möglichkeiten geht es bisher „nur“ zurück. Die gigantische Wayback-Maschine (https://archive.org/web/) greift in Abhängigkeit der Aktualisierungsereignisse auf Internetseiten zu. In dem Zusammenhang wollte ich doch glatt mal versuchen, auf frühere Versionen dieser Website zuzugreifen. Erstaunlicherweise finden sich so einige Dinge wieder. So auch der erste Blogpost auf der ersten Version dieser Homepage:

Erster Blog-Eintrag 2004

Die ersten Blog-Einträge waren noch richtig Handarbeit. Aber bereits nach einigen Tagen entwickelte ich eine automatische Beitragserfassung. Den Spleen mit Löffeln und Gabeln hatte ich damals schon.
Weitere Texte wie der Folgende zeigen deutlich, dass sich in den letzten Jahren einiges verändert hat.

Und Internet zu Hause ist ne tolle Geschichte…besonders Internet-Telefonie macht Spaß und ist günstig!

Heute ist Internet auf dem Smartphone ein must-have. Damals war das Ganze mit WAP etwas zäh und bei weitem nicht gebrauchstauglich…Internet-Telefonie hat Standard, nur merkt keiner mehr den Unterschied.

Als begeisterter Basketball-Fan erfreue ich mich regelmäßiger Besuche von Live-Spielen. Heute hat mich der Kaufprozess von Eintrittskarten für ein Basketball-Spiel der hiesigen Hamburg Towers im angeschlossenen Onlineshop irritiert.
Unabhängig der Preise für den eigentlichen Eintritt haben mich die Versandkosten für das elektronische Ticket zum Ausdrucken (sogenanntes „Print@Home“) etwas stutzig gemacht. Sorgt die Zustellung bzw. das Bereitstellen eines PDF-Dokuments zum Druck auf eigene Kosten tatsächlich für solchen technischen Aufwand, dass hierfür „Versandkosten“ geltend gemacht werden?

Hamburg Towers: Versandkosten für eTicket

Hamburg Towers: Versandkosten für eTicket

© White Label ECommerce GmbH, http://hhtowers.wlec.ag

Da mir Technik nicht völlig fremd ist, war mir schnell klar: Der grundsätzliche Betrieb der Website (Hosting, Erstellung und Wartung) sowie der Erstellungsprozess für das PDF-Dokument sorgen selbstverständlich für Kosten. Ganz im Sinne der früheren Computer-Prozessorzeiten, die explizit gekauft werden mussten, um Berechnungen/Anwendungen durchzuführen.
Die Umlegung dieser Kosten als Versandkosten zu bezeichnen, kann ich insgesamt nur als wirklich kreativ bezeichnen.

Weil ich das Spiel tatsächlich besuchen will und nicht nur auf der Suche nach alberner Intransparenz bin, habe ich heute bewusst mein erstes elektronisches Ticket mit Versandkosten erworben.

 


Die Darstellung des Kaufprozesses auf dem obigen Bild entspricht nicht dem aktuellen Stand der Realität. Aufgrund der beschränkten Breite musste ich den Prozessschritt Anmeldung zwischen Warenkorb und Adresse kürzen 😉

In den ersten Semestern meines Studiums in der schönen Stadt Hagen habe ich mich regelmäßig mit dem Bus bewegt. Die dortige Nahverkehrsgesellschaft „Hagener Straßenbahn AG“ hat sich auf Busse fokussiert, welche ich als Fortbewegungsmittel gern nutzte.
Seitdem haben meine genutzten Verkehrsmittel Busse irgendwie ausgespart, wenn auch gar nicht bewusst.
Aufgrund regelmäßiger Reisen nach München habe nun bei den Münchner Verkehrsbetrieben (MVV) zum Bus zurückgefunden. Ich stellte schnell fest, mir fehlte nicht wirklich etwas. Denn mit Auto, DB/S-Bahn/U-Bahn und Straßenbahn lässt es sich hervorragend vorankommen. Regelmäßig war ich verärgert, wenn die Bus-Führer das Fahrverhalten ihres privaten PKW auf ihr Arbeitsmittel übertrugen. Überschnelles Beschleunigungen, stoßartiges Bremsen wenige Meter vor Ampeln, die bereits lange Zeit rot zeigten oder Lenkmanöver, wo neben einem Porsche nur Busse aufgrund ihres Gewichts in der Spur bleiben.
Besonders „angenehm“ ist ein solch aggressives Fahrverhalten, wenn man mit Rucksack, Tasche und Koffer noch nicht mal mehr ein Sitzplatz bekommt. Mir war bisher nicht bewusst, dass es für mein negatives Gefühl auch einen Fachbegriff gibt.
Eine Dokumentation über die Ausbildung von Bus-Führern beim Hamburger HVV hat eindrucksvoll dargestellt, wie hoch der dortige Anteil der Ausbildung das sogenannte fahrgastfreundliche Fahrverhalten einnimmt. Lenken und Bremsen, wie es einem Fahrgast ein angenehmes Fortbewegungsgefühl vermittelt.
Vielleicht können die Kollegen vom MVV einfach mal in Hamburg einen Nachholkurs einlegen.

Ich bin ein großer Freund der Deutschen Post. Die Zuverlässigkeit war selten eingeschränkt oder gestört. Obwohl dies in der Logistik eigentlich ein Basisfaktor ist, habe ich regelmäßig Abweichungen alternativer Anbieter festgestellt.

Heute will ich von einem Begeisterungsfaktor berichten, der für mich neu war. Einen Tag vor der Zustellung vom Logistikunternehmen eine Information über die Zustellung zu erhalten, gehört zu einem Quasi-Standard. Die Zustellung erfolgt zwischen 8 und 18 Uhr.
Interessanter kann man bei dem DPD Paket Tracking nicht nur den Status „In Zustellung“, sondern eine konkrete Position des zustellenden Mitarbeiters einsehen. Die Live-Anzeige ermöglicht eine deutlich bessere Prognose der Zustellungszeit auf eine Genauigkeit von einer halben Stunde.

DPD Paket-Tracking

Mit den aktuellen Koordinaten des Paketwagens wäre es wahrscheinlich sogar möglich, dem Kurier entgegen zu fahren und das Paket früher „abzuholen“.

Definitiv ein Service mit Mehrwert. In der Hoffnung, dass die Technik weiter ausgerollt wird und von anderen Logistikanbietern zu einer besseren Prognose der Zustellungszeit führt. Im nächsten Schritt ist dann eine Wunsch-Zustellzeit im Viertelstundentakt dann auch gar nicht mehr so weit…

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