Archive for Februar, 2005

Der Mensch macht eben öfters Mist, doch nur, wenn er ein Ossi ist.
Denn Ossis sind, das ist doch klar, bescheuert, faul und undankbar.

Nur Wessis sind, das weiß man genau, stets fleißig mutig schön und schlau.
Und wenn der Wessi sagt so sei’s, ist er auch sicher, dass er’s weis.

Doch ganz so einfach ist das nicht, denn manchmal zeigt’s auch anders sich.
Der Ossi ist schlau und stellt sich dumm, beim Wessi ist es andersherum.

Ist es nicht toll bei Schnee und Eisglätte
elegant um die Kurven zu rutschen.
Find das immer wieder ein Erlebnis.
So schön, manchmal unkontrolliert.
Einfach wieder Kind sein/spielen.

Aber sollte man natürlich nur machen,
wenn keine weiteren Autos oder
Brodsteinkanten in der Nähe sind.

Ich würde behaupten, in den letzten Tagen ist so Einiges passiert.

Freitag
Ich fuhr am letzten Freitag in Richtung Ruhr-Gebiet-Ost.
Nachdem ich Verkehrchaos-Städte wie Jena, Kassel, Dortmund
hinter mir ließ, war ich da. Herne. Im Radio lief Adam Green – Emily.
Der Freitag sollte sich vielversprechend entwickeln.
Sandra und Tim empfangen mich. Lachen. Verständlich.
Daraufhin folgte Christina mit viel Gesprächsstoff.
Zeitweises Abschalten war unvermeidbar.
Nach Christinas Max konnte ich einen weiteren Favoriten-Hund
von Christina kennenlernen. GOMA heißt er,
aber alle wollen ihn Goomer schreiben. Kommt mir natürlich nicht
in die Tüte.
Am Abend dann Wasserpfeife-Rauchen mit Wodka. Juhhhhuuuuuuu.
Man kann doch keinen Erdbeer-Tabak mit Wodka mischen. Hab ich gedacht.
Danach war eh alles egal :)
Das, was eh keinen interessiert, geschweige jemand mitgekriegt hat:
Andrea (ALW) hat eine Jenoptik-Kamera.

Samstag
Ich glaube, der Samstag gehörte ganz allein, mir und Herne.
Von Wanne bis Eikel und Holsterhausen-City bis Herne 1 viel gesehen,
noch mehr gestaunt und ja begeistert und erschrocken die zu Unrecht nicht
von jedem gekannte Stadt Herne erlebt.
“Sieht so der Herner Jugend aus?” Fragte sie sich, ich schon lange, als
die Afro-Rap-Cool-Gang-Group durch das Boulevard Bahnhofsstraße
schlenderten und mit jedem Schritt läutern, unangenehmer und
vor allen Dingen peinlicher wurden.
Ich liebe das Wursthaus König. Noch sieben Würste und
ich bekomme endlich eine gratis!
Ich hasse die zählreichen “Huppel” auf den Straßen der 30er Zonen. Unerhört.

Samstagabend
Feiern.
Ernste Menschen erleben. Nette Menschen kennenlernen.
Komisch angeguckt werden. Tolle Gespräche führen.
Tanzen.

Sonntag
Entalkoholisieren. Menschen beim übergeben, Entschuldigung: Husten, zuhören.
Danach über die wichtigen Dinge und Nikola reden.
Ich bin das erste Mal “fremdgegangen”, indem ich in einem anderen Blogsystem
meine Gedanken zum versuchten Klarstellen einiger vorgefallener
Unannehmlichkeiten nutzte. Meiner Meinung nach nicht ganz gelungen,
aber positivere Rückmeldungen nehme ich gern bis Freitag,
den 18. Februar 2005 an.
Essen: In Hannover würde man sagen “lecker”. Ich fand die
Mischung der beiden Soßen interessant. Ich glaube allerdings, ich hätte doch
lieber auch noch das Ei dazu nehmen sollen.
übertroffen wurde der tolle Tag dann nur noch von dem schönen
Film “Vom Suchen und Finden der Liebe” in der UCI-Kinowelt Bochum.
Nachdem bis kurz vor Filmbeginn nicht so recht klar war wie
wir überhaupt hinkommen, haben wir es dank Sandras tollen Dad
doch geschafft. Ich frage mich heute noch, wie man in einem Einkaufspark
wie dem Ruhrpark die Verkehrsführung so verboten
beschissen machen kann. Unständlicher gehts ja wohl kaum.

Montag / VALENTINstag
Wir waren um 10:30 verabredet. Martin kam 10:44, Tim 10:48.
Das zum Thema Pünktlichkeit. Das sollte die Freunde am
heraneilenden Tag aber nicht drüben. Nachdem wir eigentlich nur
Taschentücher holen wollten, spielten wir Dart.
Lustige “Fotografien” von bekannten netten Menschen dienten
als Vorlage. 4x 301 runter.
Besonders toll entstandene Werke sollten als Valentinstagsgeschenk
ihren Zweck erfüllen. Enttäuscht wurde eine Stunde Arbeit
zusammengeknittert. Ziel: Papierkorb. Sandra, du schienst sichtlich
begeistert zu sein.
Dann war endlich mal so richtig meine Lieblingsstadt Bochum an der Reihe – toll.
Schön das Reisebüro. Ich fand die Annette ziemlich süß :)
“Das Traumpaar von Bochum 2005″ -> Stichwort: Gesammelte Herzen und
begeisterte Rentner. Billiard war eine gelungene Veranstaltung, aber zu hektisch,
wenn in Minuten abgerechnet wird.
Ich hab aber ziemlich viele Parkscheine gesammelt,
ich glaube für den ganzen Tag so 4-5?!

Montagabend
Abschied. Tränen.
5h Aussetzung unnötiger Gefahr. 50km pures Glatteis auf der Autobahn.

„Ich möchte nicht nur der Beste sein. Ich möchte so gross werden, dass niemand mich erreichen kann.”

James Dean

Nicht von heute auf morgen, aber so langsam spürt
man die Entwicklung.
Normalität kehrt ein.
Seit einigen Tagen ist die Landschaft wieder herrlich grün,
der Rasen und die Bäume können Photosynthese betreiben.
Die Studenten fahren wieder mit dem Fahrrad und
nicht mit Ski zur Uni. Benzinpreise steigen wieder und
die Thüringer Schüler haben Ferien.
Normalität kehrt ein.

Folgt seinem Instinkt, entscheidet nach Gefühl.
Weltoffen, einfühlsam, opfert sich auf. Auch sprunghaft, naiv.
überschätzt sich leicht.

Stärken: fantasievoll, idealistisch.
Schwächen: leicht verletzbar und launisch.

Ich hätte nicht gedacht,
dass man in Nächten klirrender Kälte werktags
so viel Spaß haben kann.

Aber hochinteressant zu beobachten/erleben.

Schlagwörter:
- Es leben die Innenstadtbahnhöfe
- J-Saalbahnhof stinkt
- Selbstmordforum hilft!?
- Chaosverkehr
- Zerstörte Rolltreppe
- Melanie (14) :)
- Anika.
- Notgeile Mädels, die Rentner auf Toilette folgen
- Ziellose Telefonate
- SLF-Fahrer sind zu langsam
- Royal Pepper Bacon: Unlecker.

Manchmal muss man sich überwinden oder
gedrängt werden, um zu erfahren,
wie jemand wirklich ist. Ohne Fassade oder Entfernung.
Richtig kennenlernen, einschätzen, Meinung bilden.

Wieso ist es nur so schwer, Vorurteile, Meinungen Anderer
oder eigene Meinungen zu ändern.
Ist es Egoismus oder Selbstschutz?
Angst überzeugt zu werden oder ein falsches Bild abzulegen?

Im Endeffekt kann man nur gemeinsam eine Meinung über
sein Gegenüber entwickeln. Schön ist es zu sehen,
wenn man “Erfolg” hat und überzeugen kann mit sich selbst – Vorurteilen
widerstehen kann und eine Selbstbildung der Meinung einsetzt.
Die wirkliche Meinung, wenn auch negativ – richtiger.

Freunde sollte der Mensch schon haben,
sonst wird es wirklich kalt in der Welt.
Ohne die wirklich gute, enge Herzensfreundin,
die alles versteht, über Jahre alles mitkriegt,
alles erzählt und tröstet und getröstet wird,
ohne diese Freundin ist das Leben trübe.

(Elke Heidenreich)

So, nun hab ich mich wieder in meine Lieblingsstadt bewegt.
Ich find das gut. Zwar hab ich direkt den Tag bis vorhin geschlafen,
aber ist halt alles so stressig, wenn man frei hat.

Getan: viel.
Zu tun: noch mehr.
Kalender: wenig befleckt.
Gegessen: gut [Non Fast Food Fraß].

Ich gähne schon wieder, muss bissele schlafen.
Gute Nacht.