Freitag
Nachdem man eine Stunde braucht, um aus Jena rauszukommen und
auf Autobahn 3 Abfahrten zu weit fährt, kommt man dann doch in Quedlinburg an.
Aber finde mal den Bahnhof – würd nicht nur an den Straßen gespart, sondern
auch an Schildern. Dann habe ich mich nach ner witzigen Stadtrundfahrt mit Tim bei der Polizei getroffen.
Direkt danach ging es zur persönlichen Stadtführung in die schöne Altstadt und
zum Schloss zu den grab-schaufelnden Kindern. Nach der Feststellung, dass wir
schon längst wo anders sein müssten, haben wir Rewe zur Versorgung mit wichtigen Nahrungsmitteln aufgesucht.
Die Gartenfeierlichkeit sollte recht interessant werden. Habe viele lustige Gespräche geführt und den Unterschied zwischen Theorie und Praxis bewiesen bekommen.
War meiner Meinung nach ein gelungener Abend.
Leider konnte die Sandra nicht anwesend sein, aber irgendwie war sie doch da. Und wenn es nur in meinem/unseren Herzen war.
Die Nacht war dann nach allem „Stein-Gestarre“ und entspannendem Straßentanz
doch zu kurz. Vielleicht hat man mir sogar angemerkt, dass ich nicht geschlafen hab.
Lag allerdings nicht an „der/dem/das“, was mein Bett blockierte. Mein Telefonat mit
dem Jugendtelefon war doch zu aufwühlend!

Samstag
Ruhig. Gelassen. Westwitzig: „Wo liegt denn Thüringen? – Ach, dass ist doch das, wo die Bratwurst herkommt.“
Musste dann gegen 16 Uhr traurigerweise die Heimfahrt ansteuern. Tim, die Fahne blieb die ganze Fahrt vor der Scheibe hängen. Bin intuitiv gefahren!
Nach etwa 100 Minuten Fahrt bin ich wieder in Jena angekommen. Innerhalb von 15 Minuten hab ich mich gewaschen, Zähne geputzt, Haare hergerichtet, eingekleidet und bin entgegen sämtlicher Planungen ins Kino („Barfuss“) gegangen. Der Film hat mich wahnsinnig gut gefallen. Wirklich eine tolle deutsche Verfilmung.
Leider konnte ich den Abend nicht alt so lange mit meiner reizenden Begleitung verbringen.
Gegen 0 Uhr bin ich dann allerdings doch noch zum größten Thüringer Nachtfestival.
Mit Exfreundin und netten Bekannten die Nacht zum Tag gemacht:
– Security ihre mangelnde Intelligenz bewiesen
– Leute in ihre Schranken verwiesen („Mach mich ya nicht an.“)
– lächelnde Tanzpartnerin gefunden
– gefeiert – Kölsch getrunken
– „Thüringen: Wir haben mehr als nur die Bratwurst.“
– Kinder in die Bahn kotzen sehen (leider direkt mir gegenüber)
– Ost-West-Konflikte genossen (Glatzkopf und Intelligenzbestie)
– Sehnsucht gespürt

Sonntag
05.30 Uhr: Endlich wieder schlafen – 48 Stunden ohne sind zu lange.
12:00 Uhr: Und da war es wieder, dass klingelnde Telefonat.
Ich glaube, dass ich mein Schlafmangel nicht mehr ausgleichen kann.