Freitag
Der Freitag war ein relativ beweglicher Tag. Irgendwie hab ich es geschafft, mein persönliches Gemüt zum Kochen zu bringen. Ich war irgendwie total zappelig und tanzte sogar auf Toilette. Die Stimmung war nicht zu kippen, auch nicht durch ein Telefonat in den Westen.

Samstag
Ich staune jeden Tag mehr wie wenig man schlafen muss, um doch recht fit zu sein. Ich bin gegen 4:30 Uhr ins Bett gehuscht und kurz nach halb 8 begann der Tag. Und das frisch und fröhlich. Irgendwie war mein Zustand hochinteressant.
Ich war zwar auf, hab auch einige Dinge gemacht, aber erinnern kann ich mich erst ab 14:00 Uhr. Denn ich hatte mein Einkauf für diese Zeit angesetzt.
Eigentlich wollte ich in den Burgau-Park und während meines Versuchs dorthin zu gelangen, hatte ich erstmals Kontakt mit dem „Fest der Völker“. Heißt: Mein Weg war gesperrt. Ich fuhr also zwangsweise weiter bis zu meinem Lieblings-Einkaufscenter „Wal-Mart“. Nachdem ich meinen Wagen seit langer Zeit mal wieder bis oben hin füllte, wollte ich mich gegen halb vier so langsam auf den (normalerweise) etwa 15km langen Heimweg machen. Aus 15km wurden 60km. Alle Straßen waren auf einmal dicht, überall Stau und ständig nur Sirenen. Nichts ging mehr. Ich fuhr dann also über Laasdorf/Schlöben nach Hause. Toll wars, unständlicher gehts wahrscheinlich wirklich nicht. Ich hab mir überlegt, morgen von Jena über Erlangen nach Erfurt zu fahren.
Am Abend stand dann mit verspäteten Erscheinen die Geburtstagsfeier von Melle an. War ein recht witziger Abend mit Bengelsdörfern, dem eigenen Staat als Ich-AG und Kotzorgien von Elsterbesitzern. Ein Spaß.
Sicher bin ich mir auch, dass mir genau diese lockere Gesellschaft bald sehr fehlen wird.

Sonntag
Ich habe das erste Mal seit vielen Wochen 8 Stunden geschlafen. Das Gefühl war toll. Danach wurde ich langen Gesprächen mein Umzug geplant. So langsam wird mir das Ausmaß dieser Entscheidung klar, vielleicht wird aber doch alles anders.
Ich weiß nun allerdings mehr denn je, wie gern ich dummes Gelaber und Vorurteile habe. Martin hofft auf zukünftige Objektivität. Lasst uns beten, dass diese Phasen bald vorrübergehen.

Montag
Seit langer Zeit mal wieder munter aufgestanden und den Weg nach Erfurt erlebt. Echt erstaunlich wie jeden Morgen so früh schon so viele Leute unterwegs sind.
Heute werde ich sicher ein paar überstunden mehr als sonst machen, denn wenn ich aus dem Fenster schaue, will man den Arbeitsplatz gar nicht verlassen. Höchstens um sich ins Bett zu kuscheln, aber leider hab ich keins hier. Werd mal Kontakt zu alten Bekannten aus Erfurt aufnehmen müssen!
Der FC Carl Zeiss JENA (Junioren) ist am gestrigen Sonntag aus der Junioren-Bundesliga abgestiegen – warum? Jena hat gegen den Erzrivalen FC Rot-Weiß Erfurt 4:3 verloren. Der heutige Tag ist Staatstrauertag.
Lasst uns gemeinsam in Zukunft streiten und mit Freude Neuem entgegen spazieren.