Archive for Juli, 2005

Gestern Nachmittag traf ich mich mit Tina. Wir spielten Tischtennis und kauften überlebensnotwendige Stoffe ein – ich Brot, sie Alkopop. Jeder scheint das anders zu definieren. Aber schön wars.
Auch der gesamte Abend auf dem Flugplatz in Gera kann sich ohne sich zu schämen, sehen lassen. Es wurde in der Umgebung beeindruckend vieler GRZ-Fahrer fast pausenlos durch den Abend getanzt. Man kommt sich als gestempelte KOPIE zwar wie im biogenetischen Testlabor vor, aber das sollte kein Abbruch darstellen.
Das Schönste war, meiner Meinung nach, trotzdem die Rückfahrt und Ankunft nach/in Jena. Die Strecke von der Bushaltestelle bis zu meiner Wohnung war toll. Sehr emotional.

Nun habe ich Hunger und werd mir mal eine kleine Scheibe Weißbrot zum Verzehr vorbereiten, denn man bzw. Martin muss auf seine Linie achten.
Dann wird sich heute vielleicht doch noch ein Traum erfüllen…

Die Zeit läuft weiter: Noch 28 Tage bis weg.

Bevor ich mir die Zeit nehme, den gestrigen ausgiebig zu analysieren,
möchte ich kurz schnell meine Emotionen loswerden.

Die Regionalliga-Nord hat heute für den FC Carl Zeiss JENA begonnen.
Zu Gast in Wuppertal überragen sie vor den fast 1000 mitgereisten FCC-Fans
den eigentlichen Aufstiegsfavorit Wuppertaler SV mit einem verdienten 3:1.
Mein Glückwunsch :)

“Aufsteiger Carl Zeiss Jena hat zum Saisonauftakt der Fußball-Regionalliga Nord ein erstes Achtungszeichen gesetzt. Die Thüringer siegten beim Wuppertaler SV mit 3:1 (1:0).
Vor 5054 Zuschauern hatte Neuzugang Maik Kunze (43.) die Gäste in Front gebracht. Gustav Policella (56.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. Doch Mark Zimmermann (70./84.) machte mit einem Doppelschlag den verdienten ersten Punktgewinn der Jenaer in der dritten Liga perfekt.”

Die beiden Vereine Chemnitzer FC (gegen Leverkusen 3:2) und FC Rot-Weiß Erfurt (gegen Köln 4:3) gewinnen ebenfalls ihre ersten Begegnungen.

Dieser freie Freitag sollte genutzt werden,
um meinen neuen Mietvertrag zu unterschreiben und
erste Möbel in die neue Wohnung zu verfrachten.

Die Fahrt begang voller Vorfreude recht gemütlich, wurde allerdings wie gewohnt in der Umgebung Kassels zum Horror. Ich mag diese Stadt nicht. Sie ist nicht schön, zu wenig Straßenschilder, zu viele Baustellen und außerdem die unmöglichsten Fahrer Deutschlands. Im Straßenverkehr sollte man sich rücksichtsvoll und gemeinschaftsorientiert verhalten. Irgendwie scheint diese Lektion bei den KS-Fahrern in der Fahrschule zu fehlen. Ich fuhr also eine Weile fälschlicherweise in Richtung München, nutze die Rückfahrt auf die geplante Strecke dann, um kurz einzukaufen und stürmte als erste Kunde den ALDI-Supermarkt. Mein Großeinkauf an diesem sehr warmen letzten Wochentag sollte ein Deodorant sowie eine Packung Schokoküsse enthalten. Nach kurzem genüßlichen Verkehr erster Leckereien, ging es gemütlich weiter. War die A44 erreicht, sollte es keine Problem mehr geben – gab es auch nicht.
Am Autobahnkreuz Bochum konnte ich mich dann für die Richtungen Wuppertal oder Herne entscheiden. Da ich mit Sandra sowieso verabredet war, holte ich sie direkt einfach ab. Nach der kurzen Vorsprache bei ihren Eltern und symphatischen Geschwistern, machten wir uns auf den Weg zum vereinbarten Termin mit meinem neuen Vermieter in Hattingen. Getressten fuhren wir nach einem völlig ungünstig dimensionierten Streckenplan total verunsichert, kamen allerdings ohne Umwege an – sogar pünktlich.

Die Formalitäten gingen ohne Probleme von statten. Ich bin jetzt also im Besitz zweier Wohnungen. Naja, wer’s braucht. Schlimm ist nur irgendwie die Vorstellung, dass es nun absolut kein zurück mehr gibt.
Nachdem ich mit tatkräftiger Unterstützung einer reizenden Freundin mein Auto leerräumte, gingen wir um den schönen Teil des Tages einzuläuten in die City. Zu Fuß ließen wir bei gefühlten 60° Grad Celsius etwa 15 Minuten. Ging halt alles etwas langsamer. Wenn ich bedenke, dass meine junge Nachbarin im Alter von was-weiß-ich-70 nur 5 Minuten braucht, kommt mir ein leichtes Schmunzeln über die Lippen.
Wir ließen stundenlang durch die Straßen, saßen bei McDonalds und einem Café auf dem Friedrich-Ebert-Platz und haben die Ruhe und Sonne einfach nur genossen. Außerdem habe ich schöne Foto von irgendwelchen Pasanten gemacht. Die eine Frau in der Telefonzelle wirkt allerdings am Besten.

Die Burger King-Lokale in Hagen sind übrigens hier:
- Herdecker Straße 16
- Preusser Straße 2 / Ecke Spiekerstraße

Da ich noch viel Zeit in Hagen verbringen werde, machte ich mich gegen 17:15 Uhr auf den Rückweg nach Jena. Bis Kassel gab es bis auf die total vollgekrachten Autobahnen keine ärgernisse. In Kassel wollte ich dann aufgrund meines leeren Tankes ein wenig abkürzen. Wenn nicht jeder Ort, durch den ich fahren wollte, gesperrt gewesen wäre, hätte alles auch super geklappt. So sind die zahlreichen Umleitungen zum Nervenkitzel geworden. Bei leuchtender Tankanzeige war der bis zum überlauf gefüllte Tank sicherlich bis auf den letzten Tropfen ausgesogen. In Eisenach wollte ich auf die A4 bis Jena die letzte Etappen einläuten. Bei dem Willen ist es für etwa 2 Stunden bei sichtbarem Stillstand auf der Autobahn geblieben. Lieber stellte ich mich auf den Raststättenparkplatz und las ein bisschen.
Irgendwann wagte ich das Anstellen zur überfüllten Mitteldeutschland-Verbindung. Die restliche Strecke dauerte ewig, sodass meine Zusammenfassung keinen zeitlichen Vergleich wagen kann:
Stillstand. 20 km/h. Unwetter. Blitze. Regen. Keine Sicht. Ankunft. Schlaf.

Die Zeit läuft weiter: Noch 29 Tage bis weg.

Gestern war die Arbeitsatmosphäre sehr entspannt und doch hat man mehr fertiggestellt als sonst. In der Ruhe liegt die Kraft.
Das nahm ich auch direkt als Anlass, ein paar Minuten eher zu gehen, um wichtige Besuche und Telefonate zu tätigen.

Wenn man sich 2 Stunden früher als sonst durch die Städte bewegt, hat man erstaunlicherweise ein komplett anderes Publikum – lockerer, stressfreier.

Enttäuscht bin ich von meinem Internet-Provider, der 1&1 Internet AG. Sollte man das Glück haben, nach 20 Anrufen und dutzenden verschwendeten 01805-Minuten, einen Supportmitarbeiter an der Strippe zu haben, wird man meist gut bedient – vor allen Dingen mit Neuigkeiten. Ereiligt einen Hilfebedürftigen wie mir dieses Glück fünffach, kann man davon ausgehen, mindestens genauso viele gegensätzliche widersprüchliche Aussagen zu erhalten. Auch während eines Telefonats kann der Anrufer möglicherweise 2-3 verschiedene Auskünfte bzw. Voraussetzungen für DSL-Verträge erhalten.
Funktioniert alles, schön, gut, traumhaft. Gibt es Fragen oder Probleme, dann hat man wirklich ein Problem.
Mein Urteil: Nicht mehr empfehlenswert.

Der FC Carl Zeiss JENA hat den Ruf,
der FC Bayern des Ostens zu sein.

Es ist schön, solch Nachrichten in der
Zeitung (Thüringer Allgemeine) zu lesen. Viel befriedigender allerdings
ist es, von einem RWE-Fanatiker darüber
unterrichtet zu werden.

Und: “Carl Zeiss spielt zehn Mal lieber gegen Rot-Weiß als gegen noch ein weiteres Profi-Reserve-Team von hinter der Wupper.” (Trainer Heiko Weber)
Mir ist noch unklar warum, aber irgendwie finde ich das witzig ._.

Die Zeit läuft weiter: Noch 31 Tage bis weg.

Es geht vorwärts. So langsam sortiert sich alle übel,
was man über mehrere Jahre angesammelt hat und
geordneten gelben Kisten.
Man staunt doch wirklich, welchen Müll man über
lange Zeiten für wichtig gehalten hat. Noch erstaunlicher
finde ich allerdings, wie wohl man sich in einem solchen
Kisten-Möbel-Chaos fühlen kann. Vielleicht werde ich
sogar meine neue Wohnung direkt so “gestalten”.

Nachdem ich die ersten Wochentage 10 Stunden täglich arbeitete,
werde ich nun kürzer treten. Laut Wetterbericht scheint das
eine gute Verteilung zu sein…

Wie soeben festgestellt wurde, ist Barbie nicht mehr mit Ken
zusammen. Aufgrund dieser Tatsache sind die Möglichkeiten
nicht nur unbegrenzt, sondern auch unbeschränkt.
Nach mehrheitlich eindeutigerAbstimmung heißt ihr neuer Freund Martin.

Nun sitze ich im Büroraum zusammen mit 3 “FC Rot-Weiß Erfurt”-Fans, habe Angst und mach mich lustig. Ich werde diesen Tag aber sicher nicht überleben, wenn ich die provokant vor mir gelegte rot-weiße Mütze wirklich aus dem Fenster schmeiße. Da ich aber am Freitag nach Hagen fahren möchte, will ich überleben und muss mir andere Wege suchen…und ich werde Spaß daran haben!

Die Zeit läuft: Noch genau 1 Monat bis weg.

Es liegt ein ziemlich ausgeglichenes ruhiges Wochenende hinter mir.
Das tat sehr gut.

Die FH Gelsenkirchen hat sich ziemlich blamiert.
Man kann doch keinen Brief mit einer 4-stelligen PLZ
- jedenfalls nicht mehr seit 1993 – abschicken.
Ich würde den Unterzeichner gern kennenlernen.

Jetzt fällt mir das gerade ein: Die gelbe Hand,
die damals für die Postleitzahlenreform warb, hieß Rolf.

Gestern wurde ich zum ersten Mal meiner tollen Anruffiltertechnik
enttäucht. Trotz entsprechend erreichter später Uhrzeit wurde ein
Anruf durchgestellt.
Für alle Anrufwilligen steht mein Telefon nun
wochentags bis 20:00 Uhr zur Verfügung. Für Anrufe außerhalb dieser
Kernzeiten wird demnächst eine 0190-Nummer eingerichtet.

Heute Morgen bekam ich direkt ein Lächeln gezaubert als
ich in mein Mailpostfach schaute. Ich hab zwar nicht mehr
mit einer Reaktion gerechnet, aber dafür freut sie mich
umso mehr.
Hoffentlich kann ich dich nach deinem vor meinem Umzug nochmal sehen.

Auf Jump lief gerade Avril Lavigne.
Irgendwie freut es mich immer,
wenn ich sie hören kann. Nach einem ersten
erstaunten Lächeln folgen meist Gedanken
an tolle Zeiten.
Ich möchte mich bei Diana bedanken, dass ich
dir das erste Album von ihr besorgt habe und
besonders Schippy für seine Unterstüzung.
Die CD liegt zwar immer noch bei mir,
aber schon nach kurzer Zeit fand ich Gefallen an ihr.

Zum Thema Studiengebühr möchte ich Folgendes sagen:
Die Studiengebühren wie sie beschlossen wurden und eingeführt
werden sollen, kommen – früher oder später. Bei der aktuellen
Wirtschaftslage eher früher. Zu zahlen haben diese jedoch nur Leute,
welche ein Nebeneinkommen, sprich Nebenjob, mit einem Verdienst
über einer gewissen Größe haben.
Auch wenn ich diese Gebühren, rein aus eigenem Interesse, nicht vertreten kann,
gibt es diese schon etliche Jahre (und zwar an jeder Hochschuleinrichtung).
Die Bezeichnung trägt nur den tollen Namen “Semesterbeitrag”.
Je nach Studienstandort könnte man davon locker eine Privatschule finanzieren.

FSK12: Der Gute kriegt das Mädchen
FSK16: Der Böse kriegt das Mädchen
FSK18: Alle kriegen das Mädchen

Gestern hatte ich Besuch. Wir waren um 18:30 Uhr verabredet.
Es klingelte allerdings erst 19:43 Uhr. Ich finde es zum Kotzen.
Um ehrlich zu sein, hätte ich die Tür lieber nicht geöffnet.
Dann braucht man sich nicht wundern, wenn ich mich von meiner
besten Seite zeige.
Der Rest bleibt ohne Worte.

Ich behaupte, seit meinen Unternehmungen mit Jacqueline
war ich nie mehr so müde. Wenn ich die Augen schließe,
bin ich sofort weg. Seit heute morgen geht mir das so.
Kaffee und Cola bewirkt gar nichts, gähne trotzdem im
Minutentakt.
Werd es heute wohl nicht mehr zu alt so vielen Sachen
schaffen.

Man schaut aus dem Fenster. Zum Horizont. Blauer Himmel.
Plötzlich wird es laut. Krach. Wind. Sturm. Lauter.
Man schaut zum herrlich blauen Himmel. Plötzlich würd einem
in der 8. Etage ein Schatten geworfen. Dunkel. Lärm.
Man schaut hoch und sieht einen Airbus im Landeanflug.
Direkt über das Gebäude. Viele verspüren Angst, wenn so ein
Geschoss 30m über dir vorüber fliegt.

Dieses Spektakel findet min. jede Stunde einmal bei mehr oder
weniger schönem Wetter statt.