Freitagsmusik
Der freitägliche Arbeitstag endete gewohnt früh. Direkt machte ich mich auf den Weg nach Jena und war nach ungefähr 15 minütigen entschlossen, direkt nach Greiz weiter zu fahren.
Die Zeit läutete 15:30 Uhr und die Straßen in und um Jena, besonders das Hermsdorfer Kreuz, waren fast leer. Die Fahrt war angenehm.
Das Kaffeetrinken musste trotzdem bis etwa halb fünf warten. Als meine Tante zu Besuch kam, brachte sie mich auf die Idee Pudding mit frischen Himbeeren zu kochen. Ihr Vorschlag, dass in der Mikrowelle zu tun, wurde allerdings aus Glaubensgründen abgelehnt. Nachdem Anfangsschwierigkeiten wie Milch mit Wasser zu verwechseln überwunden wurden, ging alles gut und lieferten mir eine leckere Frühstück-Mittag-Abend-Mahlzeit.
Zu späterer Stunde machte ich mich dann mit meiner Mum auf den Weg zum Sommerfest. Es war eine, meiner Meinung nach, echt gute Band. Nur leider haben die Besucher bzw. gefehlt. Es reicht für einen Veranstalter einfach nicht, wenn 20 zahlende Gäste kommen.
Getanzt hab ich trotzdem 🙂

Samstagsausartung
Ich weiß, dass ich in nächster Zukunft nicht mehr alt so oft im Thüringer Vogtland sein werde, deshalb beschloss ich, einen ruhigen Samstag einzulegen. Die Zeit zu genießen.
Am Nachmittag machte ich eine Spazierfahrt durch herrliche Landschaften von Thüringen und Sachsen,
verband das allerdings gleich mit informativen Besuchen von verschieden Fachmärkten für die Erschließung fehlender Bestandteile einer „vollkommenen“ Wohnung.
Es gibt zur Zeit viele gute Angebote, wo man nach intensiven Selbstkonflikten, einfach Prioritäten setzen muss.
Während meines Einkaufs im „Kaufland“ traf ich Marie – eine ehemaligen Klassenkameradin – und machten direkt ein spontanes Wiedertreffen aus, was sogar am selben Abend noch folgen sollte.

Gegen 18 Uhr erreichte mich eine kurzmitteilung mit dem Inhalt, dass ich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen sei und man sich fragte, wo ich bleibe. In meinen Gedanken war bis dahin eigentlich nur, dass ich nicht eingeladen bin und ich es nicht selbstverständlich finde, dann auf der Feierlichkeit zu erscheinen. Aber gut, Einladungen folge ich gern.
Nach kurzem 1-stündigem Frischmachen war ich auch schon auf dem Weg.
Insgesamt würde ich diese Veranstaltung als gelungene Gartenfeier in traumhafter sonniger Lage bezeichnen. Ideal auch die Nähe zur lokalen McDonalds-Filiale. Ich beobachte lange Zeit am Abend die Bedienung am McDrive des Fast-Food-Spezialitäten-Restaurant. Schokierend für mich zu sehen, dass teilweise wirklich unerträgliche Wartezeiten von bis zu 15 Minuten möglich waren.

Im Anschluss fuhr ich unmittelbar zur Abschiedsfeier von Katja, die ihre Heimatstadt Greiz nächste Woche in Richtung München verlassen wird. Ich wünche dir eine tolle Ausbildungszeit!
Finde auch den geplanten Weg ganz toll, nach einer Ausbildung ein Studium zu beginnen. Denn dann hat meiner nach meiner überzeugung die besten Voraussetzungen dafür. Quatsch ist hingegen, sich als Abiturient zu fein dafür zu sein und eine Ausbildung als etwas Niederwertig(eres) zu sehen.
Die Zeit war wirklich schön, so viele alte Bekannte und Freunde mal wieder zu treffen. Besonders hat mir Melanie mit ihrer neuen Haarfarbe gefallen. Einige traten sehr früh den Weg zum immer noch andauernden Sommerfest an. Daraufhin ich mir dachte, dass auch zu tun.

Etwa halb zwölf lief ich, nachdem ich das Auto zu Hause abstellte, auf das Reinsdorfer Sommerspektakel. Es war irgendwie ziemlich witzig, so viele bekannte Gesichter (hauptsächlich weiblichen Geschlechts) zu sehen. Oft habe ich mir einfach nur gedacht, dass sie die Nase nicht ganz so übertrieben weit oben tragen sollten. War insgesamt eine gelungene Veranstaltung, da am Tag einige Besucher mehr den Weg antraten.
Ich traf die Leute, mit denen ich schon im Kindergarten gespielt habe und führte ganz tolle Gespräche mit Paul, Mario oder Annette.
Das Witzigste war sehr wahrscheinlich meine Plauderei mit Besuchern aus England. Ich habe mich gequält in englischer Sprache zu artikulieren und dann stellte sich raus, dass er eigentlich aus Deutschland kommt und die hier übliche Amtssprache wunderbar beherrscht.
Wir haben uns irgendwie ziemlich gut verarscht und es erst spät gemerkt. Genau das taten wir dann im Team mit anderen – mittlerweile war es ungefähr halb vier. Alle mit denen wir sprachen, glaubten, wir seien aus England, bemühten sich aber wirklich sehr, sich mit uns zu unterhalten.
War echt was fürs Herz, bis mich dann doch jemand wieder erkannte 🙂

Sonntagsregen
Ich schlief bis ungefähr ziemlich genau 9:35 Uhr und machte mich „frisch“ ans Werk zum ersten Kaffee und anschließender Autowaschung. Die Fahrt zurück nach Jena war ziemlich entspannend, obwohl ich immer mehr der Meinung bin, vielen Rentnern den Führerschein zu entziehen.
Nach Ankunft erfreute mich Tina doch noch mit der versprochenen Mitteilung. Wir waren kurzzeitig sportlich aktiv, sind dann aber schnell zur Verkunft gekommen und in den Regen gefahren. Ich finde einen kleinen Schauer im Sommer toll, aber nicht solch plötzliche Platzregen, wessen Tropfen wie Hagel brutal auf meinen empfindlichen Körper aufschlagen. Wir spendeten 5 Euro – nicht mal für einen guten Zweck, aber immerhin und verbrachten einen „gemütlich gesellschaftlichen Abend“.
Skandalös sind unter allen Umständen die geklauten Fahrräder auf den Kunst-Müll-Skrulpturen, dafür habe ich mir eine schöne Karte geschrieben.
Tina, ich verstehe noch nicht, warum du deine Bahn nicht schaffen wolltest. Sahst dann ziemlich bedrückt aus.
23:52 Martin liegt im Bett und kann nicht schlafen.

Montagmorgen
Eine Qual, sich aufzurappeln.
Lustig zu sehen, wie jemanden das passiert, was ich schon lange befürchte. Ein schläfriger Fahrgast der Deutschen Bahn AG schläft im Zug ein und verschläft – etwa eine Stunde.
Er wollte in Gera Hbf aussteigen und landete in Jena West 🙂

Jetzt
Munter, hungrig.