Archive for Juli, 2005

Traum
Für gestern galt es eine Menge Schlaf vom Wochenende nachzuholen. Ich legte mich kurz nach 19 Uhr ins Bett und blieb genau bis 5:08 Uhr dort. Dann klingelt mein Wecker zum zweiten Mal, wenn er den Schlag nach dem ersten Klingeln verkraftet hat. Zugeben muss ich, dass ich aus Flüssigkeitsmangel 23:58 Uhr das Bett für etwa eine Minute verlies und einen Schluck trank (Apfelessig).

Ich fuhr zum Bahnhof und las, dass mein Zug “etwa 20 Minuten später” kommt. Es kann daran gelegen haben, dass ich seit Monaten mal wieder von “Jena West Hbf” meine tägliche Tour nach Erfurt startete. Dafür wurde ich entschädigt als ich mich nach 10 Minuten vom Anblick des Schott JENAer Glas-Werkes abwandte und über meine Schulter nach hinten blickte. Da war sie wieder, die, die jeden Tag mit mir in Richtung Bahnhof fährt, ich sie sogar mit Namen kenne.

Blicke. Kein Wort. Blicke.

Als ich wenige Minuten später im RegionalExpress der Linie 1 saß, mich nicht wie jeden Morgen um einen freien Platz schlug, dachte ich kurz zurück. Wir sagten nie viel, schrieben das Wichtigste oder Plauderten stundenlang auf Spaziergängen durch Jena. Ich glaube, ich bin seit dieser Zeit nie wieder aus dem Zentrum nach Hause gelaufen. Sie erzählte mir vieles, unter anderem die Bedeutung die Fernwärme-Rohr-Spruchs “Irgendwo da draussen ist jemand, der dich liebt und beschützt”.
Viele tausend fahren täglich daran vorbei und denken sich nicht viel. Aber denken macht Spaß, viel denken noch mehr. “Willkommen in der Denkfabrik.”

Schock
Straßenbahnfahren langweilt nie, man kann viele interessante – schöne wie ganz schöne – Menschen beobachten. Ich wusste, dass man den Tod nicht sehen kann, nicht mal ahnen oder gar riechen. Heute jedoch sah ich ihn bzw. sie. Diese junge Frau, die man sah, aber gar nicht hinschauen wollte, war sicherlich magersüchtig. Es war traurig und vergleichbar mit vielem, was ich schon im Fernseher als abschreckende Beispiele gesehen habe. Es war ein Mensch mit Knochen und ein wenig Haut drüber. Ich wurde von einer Freundin getragen, konnte sich selbst nicht mehr halten.
Ich würde gern eins wissen: “WARUM?

Manchmal kann man mit kleinen Dingen ein Lächeln auf ein Gesicht zaubern und wenn man Martin heißt, vielleicht sogar für Gelächter sorgen. Interessant zu wissen wäre, ob man für 5 Cent wirklich irgendwo ein “Essen” bekommt.
Ich habe meinen Arbeitskollegen Torsten die von ihn geliehenen 5 Cent gegeben. Er hat nicht damit gerechnet, aber schön, wenn ich seinen diesjährigen Urlaub retten konnte.

In 12 Tagen beginnt die neue Saison des FC Carl Zeiss JENA. Ich freu mich schon drauf. Voller Sehnsucht blicke ich auf das erste Heimspiel am 3. Tag des August.
Gestern war in “Hallo Jena” ein optimistischer Artikel über die Erwartungen des Vereins zu lesen. Man kann auf jeden Fall gespannt sein wie der FC versucht zu alter Stärke zurückzufinden. Der eingeschlagene Weg ist der Richtige:
Im GELAN-Cup in Hof gewann Carl Zeiss im Finale gegen den zweitligisten Dynamo Dresden nach einem spannenden Elfmeterschießen mit 5:4 und wurde somit Tuniersieger :)

Musste sein
Am Freitag war eher ruhig geworden um den kleinen Martin.
Nachdem ich ein frischen Server abholte, der eigentlich
besser zu meiner Einrichtung passt, machte ich mich den Abend über
an die Installation.
Um die Woche ausklingen zu lassen, schaute ich noch ein wenig fern,
schlief dann auch direkt ein – wie ein kleines Baby.

Schlaflos
Der Samstag begann früh. Gegen 6:30 weckte mich ein lästiges Klingeln.
Ich wusch noch schnell mein Geschirr, dass sich über die letzten Wochen sammelte und machte mich dann auf den Weg in Richtung Chemnitz. Vorher noch schnell die Tickets für Helden geholt – dann ab auf die Autobahn.
Den Tag verbrachte ich dann ausschließlich mit der Konfiguration des lokalen Netzwerkes. Ungefähr 19 Uhr machte ich mich dann auf den Weg in Richtung Heimat, legte allerdings ein kurzen geplanten Zwischenstopp bei Jürgen in Eisenberg ein.
An alles, was dann war, kann ich mich nicht erinnern :)
Nein, der Abend war ruhig in geselliger Runde mit netten Menschen. Da Martin um 4h nicht mehr in Lage war, heim zu fahren, musste man mich doch noch ein wenig länger ertragen. Nach ausgiebigen Frühstück, fuhr ich weiter nach Jena.
Angekommen – telefoniert – geschlafen.

Ach ja, Luisa, du kannst langsam stolz auf mich sein.

Vor heute
Ich wollte Erinnerungen zum Mitnehmen und machte gestern viele schöne Photos von Jena und Erfurt. Mit Sicherheit werden die besten Aufnahmen auf meiner Homepage unter ‘Bilder‘ veröffentlicht.
Es war schön, durch die Städte zu laufen und Momentschnappschüsse zu machen. So fühlte ich mich kurzzeitig wie im Urlaub, denn ich behaupte, dass man die tägliche Schönheit viel intensiver wahrnimmt.

Nach gestern

Heute morgen war es sehr merkwürdig fast allein bis kurz vor Zugabfahrt auf dem Bahnhof zu stehen. Noch viel merkwürdiger ist, dass jetz auch in Thüringen Ferien sind, ich trotzdem arbeiten muss. Ist zwar schon öfters so gewesen, allerdings habe ich es nie so gesehen. Beim letzten Mal habe ich mich zum ersten Tag mit Jacqueline getroffen, wird diesmal wahrscheinlich nicht so sein.

Wir Sind Helden
Ich will unbedingt hin. Muss nur mal schauen, wann ich Karten kaufen kann. Es wird der letzte Vorumzugssonntag in Jena werden. Denke mal, dass es ein krönender Abschluss dieser Zeit wird.

Ich sah sie morgens schon öfters an und in der Straßenbahn
der Jenaer Nahverkehrsgesellschaft. Ich kenne sie.
Sie hat sich verändert, gewandelt oder besser um 180 Grad gedreht.
Es toll zu sehen, sie ist nett anzuschauen.
Wir werfen 2 Blicke, vielleicht kann man sich mal anlächeln.

Ich kann mich noch erinnern wie wir romantisch
an der Schnellstraße auf einem Spielplatz, sie
ihren Kopf auf meine Beine legte und mich solch
traumhafte Augen anstrahlten.

Eine deutsche Beamtin zu mir:
“Thüringen liegt in Deutschland. Wir sind da ein Verbund von 16 Ländern”.

Irgendwie kann ich das nicht glauben :)

Der gestrige Abend gestaltete sich, meiner Meinung nach, recht witzig :)
Feucht fröhlich besuchte ich (Chris)tin(a) und platzte mit meiner im überfluss vorhandenen guten Laune in einen ruhig wirkenden schönen Nachmittag.
Auch, wenn ich eure Ernsthaftigkeit gespürt habe, würde ich es gut finden, wenn ihr dieser Happy-Hour tolerant gegenüber steht. Hoffe mal, Christin ist nicht so sauer wie sie teilweise schaute.
Im Endeffekt hatte ich Angst, geschlagen zu werden, aber die Bahnfahrt mit der Nummer 2 bereitete große Freude. War ja nur die falsche Linie, aber zum Glück merkten wir das direkt und rannten von der nächsten Haltestelle aus zu unserer richtigen Fahrstrecke. In dem Moment hatte ich es ziemlich satt schon wieder einer Bahn hinterher zu rennen. Trotzdem geschafft, noch kurz nett (!) unterhalten und dann schlafen gegangen. So kann es gehen.

Höhepunkt des Tages: Ich habe nun eine Hagener Telefonnummer.

Es war ein warmer Montag. Das Wetter gefällt mir.
Leider habe ich es dieses Jahr noch nicht in ein
Sommerbad geschafft.
Vielleicht liegt es im Bereich des Möglichen und
es wird doch noch etwas.

Gestern habe ich einen relativ entspannten Abend
verbracht. Ein wenig Sport, Telefonate und Entspannen.
Ich schaute seit Ewigkeiten mal wieder einen Film
im Fernsehen – Angel Eyes. Bin mir nicht sicher warum,
aber er gefällt mir nur einfach wahnsinnig gut.
Er hat mir Lust gemacht, mich auch mal wieder
Eiskalte Engel oder Coyote Ugly zuzuwenden.

Danke mein Schatz für deine Einladung :)
Ich werde diese mit großer Freude annehmen,
weiß allerdings noch nicht, ob ich das ganze Wochenende
Zeit habe.

Freitagsmusik
Der freitägliche Arbeitstag endete gewohnt früh. Direkt machte ich mich auf den Weg nach Jena und war nach ungefähr 15 minütigen entschlossen, direkt nach Greiz weiter zu fahren.
Die Zeit läutete 15:30 Uhr und die Straßen in und um Jena, besonders das Hermsdorfer Kreuz, waren fast leer. Die Fahrt war angenehm.
Das Kaffeetrinken musste trotzdem bis etwa halb fünf warten. Als meine Tante zu Besuch kam, brachte sie mich auf die Idee Pudding mit frischen Himbeeren zu kochen. Ihr Vorschlag, dass in der Mikrowelle zu tun, wurde allerdings aus Glaubensgründen abgelehnt. Nachdem Anfangsschwierigkeiten wie Milch mit Wasser zu verwechseln überwunden wurden, ging alles gut und lieferten mir eine leckere Frühstück-Mittag-Abend-Mahlzeit.
Zu späterer Stunde machte ich mich dann mit meiner Mum auf den Weg zum Sommerfest. Es war eine, meiner Meinung nach, echt gute Band. Nur leider haben die Besucher bzw. gefehlt. Es reicht für einen Veranstalter einfach nicht, wenn 20 zahlende Gäste kommen.
Getanzt hab ich trotzdem :)

Samstagsausartung
Ich weiß, dass ich in nächster Zukunft nicht mehr alt so oft im Thüringer Vogtland sein werde, deshalb beschloss ich, einen ruhigen Samstag einzulegen. Die Zeit zu genießen.
Am Nachmittag machte ich eine Spazierfahrt durch herrliche Landschaften von Thüringen und Sachsen,
verband das allerdings gleich mit informativen Besuchen von verschieden Fachmärkten für die Erschließung fehlender Bestandteile einer “vollkommenen” Wohnung.
Es gibt zur Zeit viele gute Angebote, wo man nach intensiven Selbstkonflikten, einfach Prioritäten setzen muss.
Während meines Einkaufs im “Kaufland” traf ich Marie – eine ehemaligen Klassenkameradin – und machten direkt ein spontanes Wiedertreffen aus, was sogar am selben Abend noch folgen sollte.

Gegen 18 Uhr erreichte mich eine kurzmitteilung mit dem Inhalt, dass ich auf eine Geburtstagsfeier eingeladen sei und man sich fragte, wo ich bleibe. In meinen Gedanken war bis dahin eigentlich nur, dass ich nicht eingeladen bin und ich es nicht selbstverständlich finde, dann auf der Feierlichkeit zu erscheinen. Aber gut, Einladungen folge ich gern.
Nach kurzem 1-stündigem Frischmachen war ich auch schon auf dem Weg.
Insgesamt würde ich diese Veranstaltung als gelungene Gartenfeier in traumhafter sonniger Lage bezeichnen. Ideal auch die Nähe zur lokalen McDonalds-Filiale. Ich beobachte lange Zeit am Abend die Bedienung am McDrive des Fast-Food-Spezialitäten-Restaurant. Schokierend für mich zu sehen, dass teilweise wirklich unerträgliche Wartezeiten von bis zu 15 Minuten möglich waren.

Im Anschluss fuhr ich unmittelbar zur Abschiedsfeier von Katja, die ihre Heimatstadt Greiz nächste Woche in Richtung München verlassen wird. Ich wünche dir eine tolle Ausbildungszeit!
Finde auch den geplanten Weg ganz toll, nach einer Ausbildung ein Studium zu beginnen. Denn dann hat meiner nach meiner überzeugung die besten Voraussetzungen dafür. Quatsch ist hingegen, sich als Abiturient zu fein dafür zu sein und eine Ausbildung als etwas Niederwertig(eres) zu sehen.
Die Zeit war wirklich schön, so viele alte Bekannte und Freunde mal wieder zu treffen. Besonders hat mir Melanie mit ihrer neuen Haarfarbe gefallen. Einige traten sehr früh den Weg zum immer noch andauernden Sommerfest an. Daraufhin ich mir dachte, dass auch zu tun.

Etwa halb zwölf lief ich, nachdem ich das Auto zu Hause abstellte, auf das Reinsdorfer Sommerspektakel. Es war irgendwie ziemlich witzig, so viele bekannte Gesichter (hauptsächlich weiblichen Geschlechts) zu sehen. Oft habe ich mir einfach nur gedacht, dass sie die Nase nicht ganz so übertrieben weit oben tragen sollten. War insgesamt eine gelungene Veranstaltung, da am Tag einige Besucher mehr den Weg antraten.
Ich traf die Leute, mit denen ich schon im Kindergarten gespielt habe und führte ganz tolle Gespräche mit Paul, Mario oder Annette.
Das Witzigste war sehr wahrscheinlich meine Plauderei mit Besuchern aus England. Ich habe mich gequält in englischer Sprache zu artikulieren und dann stellte sich raus, dass er eigentlich aus Deutschland kommt und die hier übliche Amtssprache wunderbar beherrscht.
Wir haben uns irgendwie ziemlich gut verarscht und es erst spät gemerkt. Genau das taten wir dann im Team mit anderen – mittlerweile war es ungefähr halb vier. Alle mit denen wir sprachen, glaubten, wir seien aus England, bemühten sich aber wirklich sehr, sich mit uns zu unterhalten.
War echt was fürs Herz, bis mich dann doch jemand wieder erkannte :)

Sonntagsregen
Ich schlief bis ungefähr ziemlich genau 9:35 Uhr und machte mich “frisch” ans Werk zum ersten Kaffee und anschließender Autowaschung. Die Fahrt zurück nach Jena war ziemlich entspannend, obwohl ich immer mehr der Meinung bin, vielen Rentnern den Führerschein zu entziehen.
Nach Ankunft erfreute mich Tina doch noch mit der versprochenen Mitteilung. Wir waren kurzzeitig sportlich aktiv, sind dann aber schnell zur Verkunft gekommen und in den Regen gefahren. Ich finde einen kleinen Schauer im Sommer toll, aber nicht solch plötzliche Platzregen, wessen Tropfen wie Hagel brutal auf meinen empfindlichen Körper aufschlagen. Wir spendeten 5 Euro – nicht mal für einen guten Zweck, aber immerhin und verbrachten einen “gemütlich gesellschaftlichen Abend”.
Skandalös sind unter allen Umständen die geklauten Fahrräder auf den Kunst-Müll-Skrulpturen, dafür habe ich mir eine schöne Karte geschrieben.
Tina, ich verstehe noch nicht, warum du deine Bahn nicht schaffen wolltest. Sahst dann ziemlich bedrückt aus.
23:52 Martin liegt im Bett und kann nicht schlafen.

Montagmorgen
Eine Qual, sich aufzurappeln.
Lustig zu sehen, wie jemanden das passiert, was ich schon lange befürchte. Ein schläfriger Fahrgast der Deutschen Bahn AG schläft im Zug ein und verschläft – etwa eine Stunde.
Er wollte in Gera Hbf aussteigen und landete in Jena West :)

Jetzt
Munter, hungrig.

Der gestrige Tag war ziemlich kurz für mich.
Nach dem täglichen Stress in der Landeshauptstadt habe ich mich trotz der Jena-Erfurt-Feindkultur noch zu den Gruseltieren in die GoeGa getraut. Die Tierchen waren ganz witzig anzuschauen, aber da ich meine Bahn rechtzeitig erreichen wollte, bin ich eigentlich nur vorbei geflogen.
Zu Hause legte ich mich nach ein bisschen Sport direkt ins Bett und schlief und schlief…4:31 Uhr erblickte ich dann das Nebellicht am Ende der freien Luft, anders gesagt: Fenster. Ich dachte heute Morgen direkt, dass es schön ist, ausgiebig zu schlafen. Dennoch habe ich es geschafft im Zug nach Erfurt weiter zu schlafen. Als ich auf dem Hauptbahnhof ankam, wurde mir klar, dass ich noch etwa genau 37 mal bis zu meinem Umzug dort sein werde.

Bald…
Das Wochenende sollte eigentlich in Chemnitz verbracht werden, aber wegen Lieferproblemen der neuen hochtechnologisierten just-in-time verplanten Computerindustrie wird dieser Weg verschoben werden müssen. Bin mir nicht sicher, ob ich nach aufs Sommerfest nach Greiz fahre, aber wird wohl so werden, da mir ideale Umstände diese Freiheit erlauben.
Ich könnte das Wochenende natürlich auch nochmal intensiv für mich nutzen, eigentlich ich nicht :)

Feststellung zum Freitag
Mir ist aufgefallen, dass ich Schippy, Maria, Julia und Kristin schon ewig nicht gesehen habe und das doch in nächster Zeit unbedingt veranstaltet werden muss. Ich werde mich in den nächsten Tagen sicher melden. Hoffentlich kriegen wir das mal wieder auf die Reihe, denn es sind ja auch bald Ferien. Vielleicht kommt es auch zu einem spontanen Besuch, die ja bekanntlich meist schief gehen, am Wochenende.