Und wieder bin ich im Paradies gelandet. Jedenfalls gibt es eine Brücke, die sich so bezeichnet: „Talbrücke Paradies“. Gar nicht paradiesisch allerdings ist, dass es sich bei dieser um eine Autobahnbrücke mit Baustelle im luftverschmutzten Ruhrgebiet ist handelt.

Freitag
Ein wenig stressiger Tag mit leichten Fahrstuhlproblemen und dadurch resultieren unschwer zu bewegenden Leichtmetallteilen wie Ofen oder Kühlschrank. Zum Glück hatte keiner nach Abschluss dieser alltäglichen Kleinstanstrengungen Problemen mit Rücken, Bein oder dem Körper allgemein. Von der Seite aus betrachtet kann man jeden Tag umziehen.
Der Gang um Schleichersee litt dann unter der Enttäuschung nicht weiter so unangestrengt arbeiten zu dürfen. Diese Enttäuschung war so groß, dass ich mich dann wie nach einer Woche Arbeit im Bergbau fühlte. Der Himmel und zahlreich vorhandenen Regenwolken verschlimmerte das und das Lebensgefühl sowie die Erwartung des Tages kippte um mindestens 98°.
Der gewollt längere Abend im Mexikaner steigerte die Lebensbegeisterung in Jena um ein vielfaches. Es wurden Fragen aufgeworfen, Fotos gemacht und „Auf Wiedersehen“ gesagt.
Ich hoffe, dass ich bald mal wieder da sein und euch sehen kann.
Zu Tina: Du bist blöd 🙂 Auf der Fahrt nach Eisenberg hat es dann irgendwie im Auto geregnet.

Samstag
JENA. Ein letzter Blick ins Saale-Tal. Ein Wink zum Jen-Tower. Tschüss.
400km weiter westlich.
HAGEN. Hallo.

Vom Abholen der Waschmaschine bzw. der Wegbeschreibung dorthin, möchte ich jetzt nichts sagen. Weil ich sonst die Hände über dem Kopf zusammen schlagen müsste und nichts mehr schreiben könnte.
Hat hinten und vorn nicht gestimmt, nicht mal die Richtungen lings oder rechte…

Sonntag
Der Tag des Einräumens, Aufräumens, Saubermachens. Ein Schreckentag sozusagen. Aber schönes Wetter war und bekannte Menschen kamen mich besuchen. Find das gut.

(Ruhr)montag
Ein Tag im Pott. Ohne große Worte wurde viel gesehen.
1. Ich mag NRW.
2. Ich mag die Menschen.
3. Ich mag tatsächlich Senseo-Kaffee.
Was ich nicht mag, sind allerdings „Liebespaare“, die sich ständig angehen, zanken, schlagen. Und dann nicht mal zusammen ein Eis essen können.
Insgesamt war der Tag schön.

Ruhe(diens)tag
Dann 18:00 Uhr: Staunen über RTL West. Endlich mal Heimat – der Rhein-Herne-Kanal – im Fernsehen. Und jetzt bin ich gespannt wie es hier weiter geht, bin gespannt auf jede kommende Minute. Nur über das Wecken muss ich noch mit meinen Nachbarn diskutieren. Man darf mich nicht an einem freien Tag mit Motorsägenlärm kurz nach halb acht nachts aus dem Bett werfen. Schrecklich.

Positiv ist die Entwicklung des neuen Standortes. Martin kann wieder schlafen. Sogar in seinem Bett.
Und Christina redet wieder mit mir, wahrscheinlich weil sie keine Angst mehr haben braucht, dass ich jeden Moment auf der Matte stehe.
Die nächsten Projekte werden bald angegangen.

Ein wichtiger Schritt ist wahrscheinlich das Wegfallen meiner Jenenser Telefonsperre nach 20 Uhr. Nun bin ich erstmalig wirklich wieder 24h erreichbar.