Archive for September, 2005

“…Martin?”

Chucky, mein Schatz, genau ich war das. Es ist toll mit dir zu telefonieren, wenn du grad unterwegs bist und zwar genau da, wo ich eigentlich auch wäre – im Paradies. Mich freut es so wahnsinnig, dass du glücklich bist. Bitte, lass uns das bald wiederholen, uns reden – telefonieren.

Anika? Warum bist du vorbildliche Schönheit als Schülerin nicht um sieben zu Hause, sondern “erst um 10 Uhr” da?*

Danach begleitete mich in das Emotionsleben mit einem wahnsinnnigen Gespräch mit Julia. Das Gespräch war schön und es ist doch wirklich erstaunlich, wie lange wir uns eigentlich schon kennen.
Wir sollten öfters telefonieren, uns so oft wie möglich sehen. Dafür werde ich mich einsetzen.

Jule – du weißt sicher, dass ich alle Gefühle, die ein Mann einer Frau entgegenbringen kann, ich für dich hatte/habe. “Ja, ich hatte die auch, nur konnte ich mich damals nicht für dich oder die Schule entschieden. Die Schule war mir wichtiger.” Ich kann das verstehen. Hätte ich im Gegensatz der meisten Meinungen genauso entschieden. Wir können nichts nachholen, aber lass uns das zumindest ausgleichen?!

“*PIEP* *PIEP* *PIEP* *PIEP* *PIEP*” Christina. Eine erwartete Antwort. Ambivalent zu unserer letzten Unterhaltung – warum? “Habe dich nicht weggedrückt?” Wen soll ich glauben? Dem Imformatiker oder dem Menschen Martin?
Den Menschen Martin, der weiß, dass es nicht sein kann. Aber egal?. Immerhin eine Ausrede. “Wir gehen jetzt ins OGS.” Nun ja, was soll man als Hagener dazu sagen? Kenn ich nicht? Würd ich gern kennen? Ich würde gern zu Obst-Gemüse-Speisekartoffeln mitkommen? Bitte, lass uns das mal machen.
Sag einfach mal ja!

Greizer Bock! Steh dazu, schmeckt genial!

Normalerweise hätte ich heute nur eine Stunde in die FH gemusst. Zu einem Praktikum.
Gerade schaute ich auf die Uhr und stellte fest, dass das Ende des Praktikums schon sechs Stunden her ist und ich trotzdem jetzt erst nach Hause gekommen bin.
Schon erstaunlich, denn der Rest war einfach Mathe. Jetzt habe ich einen ganz schönen Kopf dran und brauche unbedingt Ablenkung. Meine Ablenkung wird die Bestellung notwendiger Fachbücher sein.

…denn manchmal kommt alles anders.

Kurz vor meinen Weggehen wollte ich noch kurz mit Ulli telefonieren. Was daraus wurde, sind fast 90 Minuten – bis, wie so oft, mein Akku versagte. Ich bin begeistert und fasziniert zugleich. Das lockere Geplaudere war echt toll, sodass ich gerade durch meine Wohnung lief und vor mir hersagte: “Es war schön, wirklich nett”!
Nun habe ich kein Interesse mehr, nochmal das Haus zu verlassen und sehe handlungsbedarf bei anderen Personen.

Die von innen beleuchteten Wegweiser, die heutzutage in jeder größerer Stadt in unzähligen Mengen den Straßenverlauf zeigen und uns zu verschiedenen Zielen bringen, haben nach enormer Entwicklung auf der ganzen Welt große Akzeptanz gefunden. Erfunden wurden sie vor genau 80 Jahren. Und zwar genau 1925 von Walther Dexel – natürlich in Jena!

Auch sehr toll und besonders witzig fand ich ein Gespräch mit Christina. Die kann nämlich plötzlich Kabel sehen und zwar die für WLAN. Das W steht übrigens für wireless. Naja, ich versuche das morgen auch mal.
Trotz dein Ex-Freund aus Hagen kommt, bist du hier immer willkommen. Ich kann dich zur Not sehr gut beschützen. Wie, kannst du der Karte entnehmen…

Ich werde morgen den ganzen Tag meinen linken Daumen drücken.

Heute wird mein nächster Versuch im Zurückerlangen der persönlichen Meinung über die Ausprägung weiblicher Glaubwürdigkeit stattfinden. Es ist notwendig. Laut Handelsgesetzbuch müssen “die Wertansätze in der Eröffnungsbilanz (…) mit denen der Schlußbilanz (…) übereinstimmen” (HGB § 252 Abs. 1 Satz 1) Ich bitte um Gnade, dass genau das nicht stattfindet. In einem solchen Falle steht mir laut Gesetzgeber zum Glück noch mein “Befriedigungsrecht” (HGB § 371 Abs. 1) zum Durchsetzen gemeinsamer Vereinbarungen zur Verfügung.
Man betrachtet das Leben direkt aus einem anderen Blickwinkel, wenn man sich mit solchen Dingen beschäftigen muss. Tatsächlich bin ich sehr erstaunt über die Projezierbarkeit solcher Texte auf die zahllosen Lebenslagen.

…? Diese Frage kann man, meiner Meinung nach, stellen. Immerhin wohne ich schon genau vier Wochen im sauerländlichen Ruhrpott. Für alle, die es noch nicht wussten, Hagen stellt den übergang oder sinnbildlich das “Tor zum Sauerland” dar. Das ist aber gar nicht das Thema. Ich fühle mich sehr wohl und hoffe ein paar Leute kennenzulernen, mit denen man regelmäßige Aktivitäten vornehmen kann. Der Kontakt zu netten bekannten Menschen aus Jena und Thüringen muss mit vollem Einsatz erhalten bleiben, das ist mir wichtig.
Im Allgemeinen habe ich mich gut eingelebt. Die Ordnung kann ich sicher am Wochenende weitestgehend wieder herstellen, denn die ist nämlich wegen meiner exzessiven Bildersortieraktion erheblich gestört wurden.

Kurz vor Mitte
Wo bin ich eigentlich hingezogen? Doch nicht in die Dritte Welt – oder doch? Die Türkei ist ja quasi vor der Haustür.

Die tägliche Dosis
Martin kann nicht schlafen. Das kennen wir. Aber der Grund meiner Schlaflosigkeit ist ein anderer. Ich behaupte, er geht sogar in die korrekte Richtung [um das auch mathematisch (als Vektor) darzustellen]. Du kannst dir das Ganze so vorstellen: Ich liege im Bett und habe die Augen geschlossen. Plötzlich schießt wie aus einer Kanone ein wahnwitziger Gedanke, der eigentlich nie so lustig ist, an mir vorbei. Folglich muss ich mich im Gelächter quasi aus dem Bett schmeißen. Mein Lachkranpf hält dann einige Minuten an, aber mein Drang zu Schlafen leidet trotzdem stark darunter. Die Müdigkeit ist weg. Allerdings habe ich einen guten Weg gefunden, mich in den Schlaf zu singen, wenn dies in meiner Einsamkeit kein anderes Individuum macht. Ich lese und dass genau bis ich meinen schweren Augenlider keinen Widerstand mehr leisten kann.
Christin, du hast mit deiner Mail einen sehr großen Anteil an dieser sich ständig wiederholenden Parade. Dein Satz “Hör auf so zu grinsen!” bringt mich häufig zum Schmunzeln. Dabei ist die Tatsache, weshalb ich es nicht machen soll gar nicht so ausschlaggebend. Genau das finde ich toll und fühl mich wirklich geehrt.

Auf den Namen Christin bin ich gestern auch noch ein zweites Mal gestoßen. Und zwar in meiner Kontaktliste. Ich fragte mich erst, seit wann ich deine Nummer habe (, die mir übrigens immer noch fehlt!). Dann überlegte ich, wer es sein kann. Stundenlang fragte ich meine Wand bzw. die Frau an ihr.
Zu später Stunde überkam mich dann doch noch ein Geistesblitz. Ich finde es traurig, wie man den Bezug zu Nummern bzw. deren Besitzern verliert, wenn man sich nicht so häufig sieht.

Studium? Viele sind für Abbruch.
Der Dienstag sollte ein gewöhnlich witziger lehrreicher Zeitabschnitt, der übrigens immer noch andauert, dieser Woche sein. Es ist sehr hart, 8 Stunden vollkonzentriert in dem Thema mitzukommen, in welchem es die Herrn Professoren vortragen. Manche sind so zerstreut und wechseln während es Satzes sogar mehrmals die Folien. Wie soll man denn da bitte mitschreiben, frage ich. Antwort unklar. Wir dürfen in jedem Modul 2 Stunden im Semester fehlen. Dabei ist egal, ob wir krank und entschuldigt sind oder einfach keine Lust hatten. Das finde ich ziemlich krass.
Wenn ich an die 10 Schulstunden denke, mit denen die Zeit vergleichbar ist, würde ich gern nochmal anfangen. Alles, was danach kommt, ist einfach nur hart.

Ich wollte heute mit Esther reden. Die einzige Aussage, die mir entgegen kam: “Sag mal bitte Gemüse.” Was soll man als Normalbürger davon halten? .-.
Noch witziger finde ich eigentlich den Gedanke, dass sie bei Schott anfangen und reich werden will. Aber so sind wir halt. In dem Moment muss ich mich fragen, was aus der Zukunft Deutschlands werden wird, wenn wir an die Macht kommen.

Es laufen echt zahlreiche verrückte Vögel rum. Einer beispielsweise heißt “von Boing”. Das kommt nicht von irgendwo. Er ist, wenn ich mich richtig erinnere, der Enkel des Gründers des nahmhaften Flugzeugherstellers.

Was wollen die denn schon wieder?
Heute klingelte es an meiner Tür. Leider an ich ohne Gegensprechanlage nicht nachfragen, wer denn wirklich vor dem Haus steht. Gutglaubich und voller Freude auf Besuch machte ich also meine Wohnungstür auf. “Ich komme vom Westdeutschen Rundfunk in Dortmund und möchte mich über Rundfunk- und Fernsehgeräten bei Ihnen erkundigen. Denn Sie sind noch nicht gemeldet.” Natürlich war ich gemeldet, Sie Trottel. Umgemeldet habe ich mich. Ganz korrekt, wie es sich gehört!
Er zeigte volles Verständnis für meine gute Laune. Denn die kann man wohl auch haben, wenn man sein Gehalt finanziert. Der nette Herr möchte meine Ummeldung beschleunigen. Tür zu – wieder Ruhe!? Denkst du. Wenige Sekunden später klingelt es erneut. Derselbe Mann steht vor meinem Guckloch. Mit einem Grinsen mache ich erneut auf. “Ich glaube nicht, dass Sie mich verstanden haben. Ich bin…” sagte er. Mein soforter Einwand: “Doch klar, Sie sind vor der GEZ und brauchen mir nicht alles nochmal erzählen. Auf wiedersehen!”

Heimat in Hagen
Heute wollte ich außerdem einen philosophischen Spaziergang einlegen. Tat ich dann auch. Zufälligerweise kam ich am Wohnheim vorbei und wartete etwa 30 Minuten auf eine bestimmte Person, die dann doch nicht bereit war, mit mir zu reden. Ich wünsche dir gute Besserung und hoffe, dich bald wieder zu sehen und besonders zu sprechen.
Danach ging es mit Beginn am “Rennsteigweg” los durch die Straßen von Hagen – ungefähr noch 2 Stunden. 7 Zigaretten später war ich plötzlich am Auto und fuhr nach Hause. Das anschließende Bad tat wahnsinnig gut.

Nun möchte ich den Tag mit diesen Worten abschließen und wünsche eine erholsame gute Nacht.

Prof. Dr. rer.pol. Hug
Ein toller Name, oder? Da muss einen doch jeden Tag einer Abgehen, wenn man aufwacht. Nein, mal ehrlich, der Herr Hug ist ein sehr sympathischer Dozent für Rechnungswesen. Das war heute morgen die erste Stunde, also 9:45 Uhr. Es war toll, die ganzen Gesichter von Freitag bzw. Samstagnacht wieder zu sehen. Mich kannten sogar einige – jedenfalls mehr als umgekehrt, aber es ist schön. Das konnte ich heute ausgleichen. Obwohl mir es eigentlich dreckig geht, war die Stimmung dochh ganz schön ausgelassen!

Prof. Dr. rer. nat. de Vries
Der erste Gedanke: Laufen denn hier nur solche Schiefscheißer rum? Der Herr de Vries hat den Vogel echt abgeschossen. Einer der wohl coolsten sogleich allerdings auch typischsten Informatiker. Genial, der Mensch. Mindestens genauso durcheinander wie ich manchmal.
Die Stunde war der Wahnsinn. Vielleicht auch, weil sich jemand vor mich gesetzt hat. Wärst du nicht direkt weggelaufen, hätte ich gern mal ein paar Worte mit dir gewechselt.

Für morgen nehme ich mir vor, mit Esther zu reden. Bisher dachte ich, mit Juliane am Meisten klären zu müssen, aber man übertrifft sich immer wieder selbst.

Endlich Photos
Im Anschluss war ich in HA-Mitte, um meine 300 in Jena bestellten Bilder abzuholen. Ich stand eine dreiviertel Stunde an, legte den Zettel vor und dann kam die unerwartete Frage: “Kann ich bitte Ihren Ausweis sehen?!” Jeder, der mich ein bisschen kennt, weiß, dass ich den nie dabei habe. Toll wars. Auf gings zurück zum Auto und das gleiche nochmal mit Personalausweis.
Nun habe ich so viele Bilder und werde wahrscheinlich noch bis Weihnachten brauchen diese zu sortieren. Sind aber einige echt unwerfende Schnappschüsse dabei. Von Jena bis Berlin und Dominik bis Maxi.

Jetzt ist es Zeit, sich mal Gedanken zu machen. Oder einfach ein Buch lesen? Mal schauen! Morgen werdet ihr erfahren, für was ich mich entschieden habe.

Die fotografierenden Kästen am Straßenrand machen immer wieder gern Photos von mir. Und da kam das nächste ins Haus geflattert. Bei erlaubten 50km/h in der Stadt hatte ich etwa genau 19km/h zu viel auf dem Tachometer. Immerhin bin ich gut getroffen, aber leider trotzdem nur schwarz-weiß. Werd mich mal nach einen farbigen Abzug erkundigen. Ich hätte ruhig ein bisschen mehr lächeln können.
Gespannt bin ich, wann mich mein letztes Vergehen erreicht.

Es scheint doch noch mehr Leute zu geben, die Maggy heißen bzw. genannt werden.
Ich fand es gestern toll, dass du an mich gedacht hast und freu mich natürlich dich demnächst mal wieder zu sehen.

Am Freitag bin ich so gegen 12 Uhr aus dem Schlaf erwacht und kümmerte mich intensiv um die Steigerung meines Wohlbefindens in Anbetracht der angekündigten musikalischen Hörspiele am Freitagabend, der da so war:

Freitag 18:00h
Los gings mit der Begrüßung unseres Rektors, der Bürgermeisterin und der fast kompletten Lehrmannschaft. Im Nachhinein frage ich mich, welche Bürgermeisterin es war. Eine der Stadt Hagen auf jeden Fall.
Man brachte uns näher, mit der Fachhochschule Südwestfalen eine gute Entscheidung getroffen zu haben und nun zur Elite Deutschlands zu gehören. Im NRW-Vergleich der Studienrichtung Wirtschaftinformatik liegt diese meine Schule auf Platz 1. Bundesweit sind wir mit dem achten Rang quasi in den Charts.
Das war der interessante Teil, danach kam Ernst. Nach einem Gang durch alle wichtigen Seminarräume, habe ich am Montag trotzdem keine Ahnung, wo ich hin muss. Aber toll, dass der Mensch den Mund erfunden hat.

Freitag 19:00h
Weg. Mit Frederik, meiner ersten Studienbekanntschaft, ging es dann ins Wohnheim für die anschließende Feier vorarbeiten. Es war laut, wir hören Techno, Onkelz und andere Sachen, wo ich eigentlich weglaufe, aber schön wars. Die erste Bier liefen einfach. Danach Korn und später der eigentlich tot.
Schokierend für mich zu sehen, dass auch hier Jugendliche mit Drogen zu offen umgehen. Sie sitzen immer vor dem Wohnheim, wurde mir gesagt. Kiffen. Warum tut keiner was?
Es wurde sich toll unterhalten und über die lustigsten Dinge philosophiert. Details sind leider verschwunden.

Freitag 22:00h
Endlich mal wieder Busfahren. Auf gings mit tollen Semestertickets zur FH, um den wichtigstens Act des Abend zu sehen. Der Bandwettbewerb neuer Nachwuchsbands soll recht angenehm gewesen zu sein. Dann konnte man ein bisschen plaudern und Menschen kennenlernen. Zu viele auf einmal, so dass im Nachhinein nur noch wenige Namen hängen geblieben sind.
Ein Name prägte mehr und mehr den Abend, die entzückende Esther – ohne Schweins und anderen Mallüren. Mit ihr und einigen Anderen ging es dann auch weiter im Programm.

Freitag 23:00h
Irgendjemand namens Martin wollte sich dann unbedingt ins Hagener Nachtleben stürzen. Ohne viel Worte und überredenskunst, waren direkt viele der selben Meinung. Ich finde das Prinzip des Mitlaufens toll, denn immerhin könnte man etwas verpassen.
Die Fahrt zum Fun-Park war schon die richtige Einstimmung auf die folgende Tanzparade. Leider wurde dann doch nicht so viel getanzt, aber wenigstens konnte man tolle Gespräche führen und ein günstiges Weizen für 8,50 € trinken. Im Nachhinein kann ich den Preis nicht glauben. Ich habe sicher jemand was ausgegeben.
Nach nicht alt so langer Zeit wollte sich Esther nach Hause bewegen. Martin konnte und wollte sie nicht allein gehen lassen.

Freitag Irgendwann
Uli hat uns freundlicherweise zum Wohnheim gefahren. Für uns war es, glaube ich, echt witzig, für ihn sicher unerträglich. Zwei kisschernde Betrunkene auf dem Rücksitz zu haben ist nicht einfach. Es muss schrecklich gewesen sein. Ich bin sehr gespannt, was du am Montag dazu sagst. Aber immerhin wussten wir den Weg noch. Das war viel Wert. Ich hoffe, du bist noch gut nach Unna gekommen.

Samstagnacht “Verarschst du mich?”
“Nein.”

Samstag 10:00h
Guten Morgen sagten die Sonnenstrahlen und begrüßten uns mit einem tollen Kikeriki. Nein Quatsch, aber aufgrund der letzten Nacht begann der Tag zu früh. Viel zu früh. Wir versuchten uns mit Asperin künstlich aufzupeppeln. Hat dann für eine gewisse Zeit enorm viel gebracht. Eine wirkliche Lösung wird sicher nur weiterer Schlaf bringen.
Da Esther erst am gestrigen Tag eingezogen ist, war ihr “Kühlschrank” noch ziemlich “voll”. Mit vereinten Kräften rappelten wir uns dann schließlich doch irgendwann auf. Auf den Weg zu mir sollte der Besuch des wahrscheinlich größten deutschen Einkaufsmarktverbundes “Ihre Kette” stehen. Eine Cola und Cola Light sollte es sein. Für wen was war, kann sich bestimmt jeder denken. An der FH wunderten wir uns dann noch, warum so viele Menschen herausschritten. Später sollten wir noch aufgeklärt werden.

Samstag 11:45h
Bei mir angekommen genehmigte ich mir den ersten nötigen Kaffee des Tages. Ich glaube zwar, dass Esther ziemlich gelangweilt war, dennoch war es toll, mal wieder viele schöne Bilder anzuschauen. Denoch drängte mich irgendjemand dann in Richtung der Innenstadt. Unser Ziel sollte Subways sein. Wie es sich gehört, nahmen wir ein großes Sandwich zu zweit. Erstaunlicherweise gab es bei der Wahl des Belages keinerlei Probleme oder Unstimmigkeiten. Es wurde ein leckeres Sandwich. Im Anschluss ging es noch ein bisschen Shoppen in der Volme Galerie. Begeistert vom Golfsport, der Deichmann-Kette abgeneigt, ergatterte meine Begleitung noch eine tolle Waage – natürlich mit Körperfettmessung.

Soeben stellte Esther fest, dass wir eine Veranstaltung in der Fachhochschule verpasst haben. Schlimm :)

Es war ein echt tolles Gefühl, neben dir aufzuwachen, mit dir zu lachen, mit dir Bus zu fahren, mit dir Sandwich zu essen, mit dir einzukaufen. Leider wolltest du dann gegen 14:36 Uhr mit dem Bus in den Dümpelteich oder so fahren. Allein einsam verlassen machte ich mich auf dem Weg nach Hause. Mit jedem Schritt spührte ich ein größeres Verlangen nach Schlaf und einer Familienpackung Asperin.

Samstagnachmittag
Später habe ich mich auf meine tolle Couch gesetzt und mein erworbenes Buch angefangen zu lesen. Es ist toll und fasziniert mich jetzt schon. Trotzdem zog es mir immer wieder die Augen zu. Die einzige Lösung schien für mich der Gang ins Bett zu sein. Türen und Augen zu. Schlafen!

Samstag 22:45h
Nach einem kurzen Nachmittagsnickerchen fühle ich mich zum ersten Mal wieder lebensfähig und das sogar eigenständig. Gut, dass man eigenständig ist – eher gezwungenermaßen, aber vielleicht wird alles besser. Man kann hoffen, oder?
Da das deutsche Fernsehprogramm zum Samstagabend sehr enttäuschend ist, setzte ich mich einfach in den Sessel und las mein Buch. Es ist toll. Später legte ich mich dann ins Bett und las mein Buch. Habe ich schon gesagt, dass es toll ist?! Irgendwann zog es mir dann doch meine Augen zu. Das Schlimmste: Ich las auf einmal nicht mehr mein Buch.

Sonntag 9:00h
Auferstanden aus Ruinen ist nicht nur die verschollene Deutsche Demokratische Republik, sondern auch ich. Ich bin immer wieder fasziniert von dem Wunder Mensch. Mir geht es bis auf unerträgliche Halsschmerzen wieder richtig toll. Ich werde mich jetzt mit Tee zu teeren, entspannen und mein Buch lesen.

Im Nachhinein bleibt für mich nur die Frage: “Und was ist jetzt?”

Ich fühl mich irgendwie nicht gut.

Gestern ging ich auf Getränketour und wollte mal etwas Anderes als Cola oder Sprite. Ich entschied mich für die “Frische Brise”. Die Zitronenlimonade schmeckt recht gut. Wenn jetzt allerdings eine Flasche vor mir steht und man die Zutaten so durchgeht, hört es sich schlimmer an als jedes Antibiotika.
Es schmeckt, das ist die Hauptsache.

 

 

Heute Abend war das langersehnte Spiel des FC Carl Zeiss gegen den rot-weißen Farbrivalen aus Essen. Die ersten Minuten liefen und sofort war klar, auf welcher Seite sich der parteiische Schiedsrichter aus Aachen befindet. Jedes kleinste Foulspiel Jenas wurde gepfiffen und mit Karten belangt – der gegnerische Verein spielte souverän und konnte mit Hilfe des Schiedsrichters Metzger bereits in der ersten Halbzeit Druck aufbauen. Der FCC stand mit bravour und wurde dann mit einer Grätsche durch Rot um den wichtigen Spieler Thielemann reduziert.
Die zweite Halbzeit war sehr ausgeglichen, dann wurde Jena aufgrund der Unterzahl das erste unglücklich Tor verpasst. Das zweite ging in Folge eines Fehlers der Schwarz-Gekleideten etwa 20 Minuten hinterher ins Netz.
Trotz des erheblichen Rückstandes ließ sich die komplette Mannschaft nicht hängen und presste den Ball in Richtung des Essener Tors. Der Ausgleich fiel. Jena tobte. Leider war es zu spät, um auszugleichen und das Spiel noch zu kippen.

Die erste Niederlage eines Auswärtsspiels war bitter und wäre mit unparteiischen Schiedsrichtern anders ausgegangen. Ich bin der überzeugung, dass der Deutsche Fußballbund bei sein Pfeiffköpfen noch Einiges nachzuholen hat.

Es war toll und sehr emotionsgeladen, so viele bekannte Leute zu sehen. Habe schon zu lange keine so vielen J-Fahrer gesehen. Heimatgefühl 450km weiter westlich.
übrigens haben circa 300 Jena-Fans die weite Fahrt auf sich genommen.

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