Die folgende Ausführung handelt von einem ganz normalen Wahnsinnswochenende und ist für jede Nachahmung wärmstens zu empfehlen.

Freitag
Der Freitag begann mit der Müllabfuhr gegen 8:00 Uhr ziemlich früh. Nachdem die ersten Energien genutzt wurden, um aufzustehen, wurde der Tag von etlichen tollen Telefonaten geprägt.
Nachmittags unternahm ich noch einen kleinen Spaziergang nach Mitte zum Hauptbahnhof, um mich betreffend verschiedener VRR-Tickets zu erkundigen und verschiedene Notwendigkeiten für den geplanten Abend zu erstehen. Falls jemand Lust hat, gibts direkt „Am Hauptbahnhof“ das „Muschi Kino“. Sandra, du hast das sicher schon gesehen.
Der Grillabend bei Tim begann ziemlich ruhig mit gemischten Gefühlen. Nach längerer Antastungsphase wurde sich langsam angenähert und die Stimmung augelockert bis hin zum nächtlichen Fußballspiel im Garten. Die armen Rosen sag ich da nur. Noch schlimmer war, glaube ich, nur mein extra für Tim angefertigtes Kotzmixgetränk. „Mein Körper hat sich gewehrt, nachdem ich runterschluckte, kam´s direkt wieder hoch – ohne Umwege.“ So kann man den Rasen auch mal bisschen düngen…
Man sollte auch nie eine Flasche Wodka in den Grill fallen lassen – gibt mit etwas Glück eine enorme Stichflamme. Bei genug Sicherheitsabstand ists eigentlich nen tolles Spektakel gewesen, trotzdem hat die Banane – es sollte eine flammbierte Banane entstehen – dann nicht wirklich geschmeckt.
Allgemein endete der doch ganz schöne Abend trotzdem gegen 0 Uhr ungewohnt früh. Die Luft im Pott allerdings zwingt den Menschen dazu. Die Müdigkeit ist leicht chronisch, würde ich meinen.

Samstag
Der Vor- und Nachmittag war zu ruhig, um erwähnt zu werden. Ziemlich verzweifelnt wurde eine Art Beschäftigungstherapie gesucht und schließlich im Mit-Susi-Gassi-gehen gefunden.
Später ging das durchgrillte Wochenende weiter. Man lernte zahlreiche Menschen kennen, deren Namen jetzt nur noch schwer wieder richtig zugeordnet werden können. Aber Micha, Haake, Michner, Tank, Der-Unter-Jeske-wohnt und Kathi ist auf jeden Fall übrig geblieben. Der Rest war mit eigentlich viel zu verraucht.
Nach lustigen Gespächen und unheimlichen Telefonaten mit Menschen hinter dem eigenen Rücken setze ich mich zum Abschalten bisschen in den Eikeler Wald und danach vor die Boxen zu „Herbert Grönemeyer“ mit „Bochum“ oder „Chillah & Goethe“ mit „Herne“.
Der Rest waren Gespäche und Planungen.

Son(nen)tag
Der Sonntag war ein erst ziemlich gelassen. Aus zeitkritischen Gründen verbreiteten allerdings verschiedene Personen unnötigerweise eine Menge Hektik. Für viertel vor zwölf (11:45 Uhr) war das Treffen zur gemeinsamen Fahrt nach „Haltern Am See“ geplant. 13:08 Uhr waren dann alle Beteiligten in der Schule und lernten kurz vor Antritt der Reise noch schnell die Uhrzeit ablesen. Dann gings los.
Die wichtigsten Schlagwörter waren mit hoher Wahrscheinlichkeit: Sonne – Sandstrand – 39-jährige Mütter – Kinder – Verlobte – Volleyball-Spielerinnen – Entspannung – Wasser – Glassplitter im Fuß – Tretboote.
Das hätte sicher den größten Ruhrgebiets-Gegner von der Warmlosigkeit und Schönheit der Gegend überzeugt, wobei es vielleicht sogar schon außerhalb des Ballungsgebiets lag.

Der Rest war „grillen“
Am Abend wurde über Politik und die anstehende Bundestagswahl diskutiert, Computerviren entfernt und Mathe geübt. Die Heimfahrt wurde angetreten, ruhig. Mit Zufahrtsregulierung zur Autobahn, Autobahn-Ampeln und rasenden LKW-Fahrern schon fast gewohnt potthaft.
Gegen 22 Uhr in Hagen angekommen, zu Hause. Nach kurzer unproblematischer Parkplatzsuche leerte ich meinen Briefkasten und öffnete die Wohnungstür. Ein duftender Geruch von Sommer kam mir entgegen, toll. Da mir noch nicht zum Schlafen zumute war, schaute ich noch ein paar Bilder an und las den Hagener Wochenkurier…

„Sie ist einfach nur Strohdoof.“
Interessante Worte über scheinbar doch recht bekannte „sehr beliebte“ Menschen. Hat mich irgendwie amüsiert, allerdings sehe ich das nicht genauso. Vielleicht sogar im Gegenteil, aber vorgefallene Dinge sprechen eigentlich für sich…