Am letzten Tag dieser Woche merkte man, dass man schon 4 Tage nur Mathematik-Vorlesung hinter sich hat und die Lust ließ nach. Ich fragte mich, ob ich mich wirklich für ein Wirtschaftsinformatik-Studium eingeschrieben habe. Denn der Anschein war ein Mathematik-Studium, welches ich mir nich vorstellen kann. Wie könnte man noch mehr Mathe machen. Nun ja, man konnte den Tag vielleicht auf 10-12 Stunden verlängern, aber das würde dann mit großer Wahrscheinlichkeit enorme Auswirkungen auf die Leistungen der Studenten haben.
Zum Glück war ich heute morgen so frei, mir in meiner neu erworbenen Thermoskanne Kaffee mitzunehmen, um nicht wie am gestrigen Tag kurz vor dem Einschlafen einen Stupser zu bekommen. Das Schlimme war nur, dass die 0,75 Liter fassende bis oben gefüllte Kanne kurz nach 10 schon leer war. Meine Mädels wollten trotz lieber Bitte keinen frischen Kaffee vorbeibringen.
15:30 Uhr: Man denkt, dass der Studientag langsam zu sein könnte, dann der Hammer. „Nun machen wir noch schnell die Integralrechnung“. In der normalen Oberstufe nimmt man sich 1 Jahr Zeit, wir eine satte halbe Stunde, um alles darüber zu erfahren. Bis zur letzten Minute ausgenutzt, war 16:00 Uhr Beginn des Wochenendes.

Am Nachmittag gingen wir für die Abreise von Doreen und Doreen einkaufen, machten uns bereit für die im großen Stil stattfindende Abschlussfeierlichkeit. Wechselseitig verursacht verpassten wir eine S-Bahn nach der anderen.
19:17 Uhr war es dann soweit. Der Weg nach Bochum soll loswerden. Auf den Zug aufgesprungen, liefen wir in Bochum gemütlich durch die Innenstadt. Martin kam 10 Minuten vor Ladenschluss auf die Idee nochmal schnell nach einem Buch zu schauen und rannte zur Mayerische´n. Nach einem kurzen ausdauernden Sprit bekam er voller Hoffnung die Aussage, dass es das Buch erst in einigen Wochen wieder gibt. Dafür habe ich im Vorbeigehen ein Buch gesehen, welches ich sofort am Montag erwerben werde.
Wir machten uns also auf den Weg eine rühige chillige Lokalität zu finden und hatten nach etlichen Vergleichs- und Abwägungskilometern im OXXO genau das gefunden, was wir wollten, eine tolle Lounge.

Für 21:30 Uhr waren wir mit Tim am Hauptbahnhof verabredet. Wir warteten etwa eine halbe Stunde ohne jemand zu sehen. Es tut mir Leid Doreen, ich wollte dir keinen Feigling auf den Kopf klopfen. Dann ein unerwarteter Anruf von Tim. „Wo seit ihr denn?“ – Wir hatten uns dummerweise nur für den „Hauptbahnhof“ verabredet und jeder stand an einem anderen. Wir waren in Bochum und Tim wartete in Wanne-Eikel. Am Telefon verabredeten wir uns eindeutig für einen anderen Treffpunkt direkt vor unseren Veranstaltungsort. Wir wussten zwar wo wir hin müssen, aber nicht wie, geschweige denn wann wo und mit was. An einer übersichtskarte schauten wir drei noch der Haltestelle „Hanniball-EK“ und fanden heraus das die Linie 306 dorthin fährt. Keinerlei Pläne am Hauptbahnhof zeigte jedoch Zeiten für diese Linie. Nach hilfreicher Unterstützung durch Sandra wurde uns beschrieben, wo die Bahn abfährt. Angekommen schauten wir auf den Plan und stellten fest, dass Bahn unmittelbar vor uns abgefahren sein muss. Da Verspätungen nicht unüblich sind, warteten wir noch 10 Minuten. Die Doreen´s wollten dann, um ihrer Sucht nachgehen können, noch schnell Zigaretten kaufen, da es bis zur nächsten Straßenbahn noch 20 Minuten Zeit waren. 10 Meter von der Haltestelle entfernt, fährt plötzlich unsere Linie an uns vorbei. Man hätte doch noch kurz warten sollen. Was man lernt: Rauchen ist nicht nur ungesund.

Eingestiegen in die richtige Bahn achteten wir auf die Haltestellen-Anzeige, um nicht auch noch den Ausstieg zu verpassen. Wir stiegen aus, als auf der Anzeige „Hanniball EK“ stand. Ausgestiegen stellten wir fest, dass wir 3 Haltestellen zu früh ausgestiegen sind. Nicht nur scheiß Bahnverspätung, sondern auch scheiß Anzeige. Tut mir Leid, aber mein Bild der Bogetra trübt sich. Unbeeindruckt der gesammelten positiven Einflüsse liefen wir also. Irgendwann gegen 23:30Uhr kamen wir am „Fridaydom/Prater“ an. Doreen und traten als Pärchen auf, da ich mein Personalausweis auch noch vergessen habe und wir den Abend nicht noch in einer Katastrophe enden lassen wollten.
Als wir an der Bar saßen, kam Tim mit einem begeisterten Grinsen auf uns zu, da wir mindestens eine Stunde später ankamen und keiner mit dem Anderen rechnete. Die Stimmung war gut, die vielen Menschen nett. Es war im ersten Moment schokiered groß, aber man gewöhnt an alles. Ich sah bekannte Leute und lernte durch Unterhaltungen tolle Menschen kennen. Es war eine gelungene Veranstaltung.
Etwa 4 Uhr verließen wir die Tanzveranstaltungsräume und machten uns mit der Bahn auf den Weg zurück. Da unsere S-Bahn erst 5:20 Uhr fuhr, machten wir noch Halt bei McDonalds und vertrieben uns die Zeit am Hauptbahnhof.
6:15 Uhr: Gute Nacht NRW.