Der heutige Tag soll mein Leben für die nächsten 4 Jahre prägen. Es ist der offizielle Beginn meines Studiums zum Wirtschaftsinformatiker. Für 9 Uhr ist der Start angesetzt: Mathematik.
Zum ersten Mal seit 1 Jahr wieder früh ein Brot schmieren, fast ausschlafen können und seiner kommenden Pflicht nachgehen. Im Vergleich zu dem Anfahrtsweg nach Erfurt ist das eine tolle Sache.

Auf dem Weg in die Zukunft
Da ich mir vorher keine richtigen Gedanken machte, machte ich mich circa 1 Stunde vorher mit dem Stadtplan auf den Weg durch Hagen, um den Veranstaltungsort – das Audimax der FH SWF – zu finden. Nachdem ich mich unzählige Male wegen Ungenauigkeit des Stadtplans verfuhr, kam ich an. Die Parkplatzsuche war keine Suche, da die FH über einen eigenen überdimenaldimensionierten Parkplatz verfügt. Die Verblüffung steigte nochmals als ich an den gigantischen Gebäuden vorbei zum Haupteingang lief. Die Spannung steigte und ich wurde leicht nervös, da ich keine Vorstellung hatte, was mich erwartet.
Unzählig viele Menschen standen vor und im Haupteingang und hatten wohl dasselbe Ziel wie ich.
Man hatte irgendwie das Gefühl, man kommt gerade in die Schule und hat von nichts eine Ahnung. Bestimmt standen rund 200 Seelen einsam für und wagten kaum ein Wort.

Wenige Minuten vor 9 Uhr bewegten sich auf einmal Massen in ein scheinbar sehr großen „Klassenraum“. Als ich in der Tür stand, kam ich mir sehr klein vor . Ich wusste vor Schreck und zu vielen Sitzplätzen gar nicht wohin mit mir. Da es von hinten schon begann zu schieben, suchte ich mir einen schönen Platz in der Mitte der Aula.

Und los gehts.
„Meine Name ist Nicole Hüser, bin verheiratet, habe…“ waren die ersten Worte unserer Mathemathik-Referendarin. Die symphatische Frau verdorb mir und wahrscheinlich den meisten Mitstudenten die Laune mit tollen einführenden Worten, das etwa 70% durch die ersten Prüfungen fallen und den natürlich schrecklichen Mathematik-Stoff. Die erste Stunde wurden viele Grundlagen nochmal durchgesprochen und teilweise an einem Beispiel gezeigt.
Erstes Thema: „Mengelehre“, genau das Thema, welches ich beim TüV aufgrund meiner Nichtanwesenheit nie verstanden habe. Ich fands toll und weiß jetzt wenigstens ein paar Dinge darüber. Im Eilzugtempo durch die Stoffgebiete gerast, merkt man, jeden Tag, an dem man keine höhere Mathematik angewendet hat.
Ich muss Einiges nacharbeiten, da mir aufgrund meines Langzeit-Praktikums einige Grundlage aus dem Gedächtnis geflogen.
Die Atmosphäre war ruhig, ungewohnt und ohne viel Worte versuchte jeder ohne viel Worte sich an die neue Umgebung zu gewöhnen.

Fazit
Nach den ersten 8 Stunden (ausschließlich Mathe) dachte ich darüber nach, alles hinzuschmeißen.