Es scheint doch noch mehr Leute zu geben, die Maggy heißen bzw. genannt werden.
Ich fand es gestern toll, dass du an mich gedacht hast und freu mich natürlich dich demnächst mal wieder zu sehen.

Am Freitag bin ich so gegen 12 Uhr aus dem Schlaf erwacht und kümmerte mich intensiv um die Steigerung meines Wohlbefindens in Anbetracht der angekündigten musikalischen Hörspiele am Freitagabend, der da so war:

Freitag 18:00h
Los gings mit der Begrüßung unseres Rektors, der Bürgermeisterin und der fast kompletten Lehrmannschaft. Im Nachhinein frage ich mich, welche Bürgermeisterin es war. Eine der Stadt Hagen auf jeden Fall.
Man brachte uns näher, mit der Fachhochschule Südwestfalen eine gute Entscheidung getroffen zu haben und nun zur Elite Deutschlands zu gehören. Im NRW-Vergleich der Studienrichtung Wirtschaftinformatik liegt diese meine Schule auf Platz 1. Bundesweit sind wir mit dem achten Rang quasi in den Charts.
Das war der interessante Teil, danach kam Ernst. Nach einem Gang durch alle wichtigen Seminarräume, habe ich am Montag trotzdem keine Ahnung, wo ich hin muss. Aber toll, dass der Mensch den Mund erfunden hat.

Freitag 19:00h
Weg. Mit Frederik, meiner ersten Studienbekanntschaft, ging es dann ins Wohnheim für die anschließende Feier vorarbeiten. Es war laut, wir hören Techno, Onkelz und andere Sachen, wo ich eigentlich weglaufe, aber schön wars. Die erste Bier liefen einfach. Danach Korn und später der eigentlich tot.
Schokierend für mich zu sehen, dass auch hier Jugendliche mit Drogen zu offen umgehen. Sie sitzen immer vor dem Wohnheim, wurde mir gesagt. Kiffen. Warum tut keiner was?
Es wurde sich toll unterhalten und über die lustigsten Dinge philosophiert. Details sind leider verschwunden.

Freitag 22:00h
Endlich mal wieder Busfahren. Auf gings mit tollen Semestertickets zur FH, um den wichtigstens Act des Abend zu sehen. Der Bandwettbewerb neuer Nachwuchsbands soll recht angenehm gewesen zu sein. Dann konnte man ein bisschen plaudern und Menschen kennenlernen. Zu viele auf einmal, so dass im Nachhinein nur noch wenige Namen hängen geblieben sind.
Ein Name prägte mehr und mehr den Abend, die entzückende Esther – ohne Schweins und anderen Mallüren. Mit ihr und einigen Anderen ging es dann auch weiter im Programm.

Freitag 23:00h
Irgendjemand namens Martin wollte sich dann unbedingt ins Hagener Nachtleben stürzen. Ohne viel Worte und überredenskunst, waren direkt viele der selben Meinung. Ich finde das Prinzip des Mitlaufens toll, denn immerhin könnte man etwas verpassen.
Die Fahrt zum Fun-Park war schon die richtige Einstimmung auf die folgende Tanzparade. Leider wurde dann doch nicht so viel getanzt, aber wenigstens konnte man tolle Gespräche führen und ein günstiges Weizen für 8,50 € trinken. Im Nachhinein kann ich den Preis nicht glauben. Ich habe sicher jemand was ausgegeben.
Nach nicht alt so langer Zeit wollte sich Esther nach Hause bewegen. Martin konnte und wollte sie nicht allein gehen lassen.

Freitag Irgendwann
Uli hat uns freundlicherweise zum Wohnheim gefahren. Für uns war es, glaube ich, echt witzig, für ihn sicher unerträglich. Zwei kisschernde Betrunkene auf dem Rücksitz zu haben ist nicht einfach. Es muss schrecklich gewesen sein. Ich bin sehr gespannt, was du am Montag dazu sagst. Aber immerhin wussten wir den Weg noch. Das war viel Wert. Ich hoffe, du bist noch gut nach Unna gekommen.

Samstagnacht „Verarschst du mich?“
„Nein.“

Samstag 10:00h
Guten Morgen sagten die Sonnenstrahlen und begrüßten uns mit einem tollen Kikeriki. Nein Quatsch, aber aufgrund der letzten Nacht begann der Tag zu früh. Viel zu früh. Wir versuchten uns mit Asperin künstlich aufzupeppeln. Hat dann für eine gewisse Zeit enorm viel gebracht. Eine wirkliche Lösung wird sicher nur weiterer Schlaf bringen.
Da Esther erst am gestrigen Tag eingezogen ist, war ihr „Kühlschrank“ noch ziemlich „voll“. Mit vereinten Kräften rappelten wir uns dann schließlich doch irgendwann auf. Auf den Weg zu mir sollte der Besuch des wahrscheinlich größten deutschen Einkaufsmarktverbundes „Ihre Kette“ stehen. Eine Cola und Cola Light sollte es sein. Für wen was war, kann sich bestimmt jeder denken. An der FH wunderten wir uns dann noch, warum so viele Menschen herausschritten. Später sollten wir noch aufgeklärt werden.

Samstag 11:45h
Bei mir angekommen genehmigte ich mir den ersten nötigen Kaffee des Tages. Ich glaube zwar, dass Esther ziemlich gelangweilt war, dennoch war es toll, mal wieder viele schöne Bilder anzuschauen. Denoch drängte mich irgendjemand dann in Richtung der Innenstadt. Unser Ziel sollte Subways sein. Wie es sich gehört, nahmen wir ein großes Sandwich zu zweit. Erstaunlicherweise gab es bei der Wahl des Belages keinerlei Probleme oder Unstimmigkeiten. Es wurde ein leckeres Sandwich. Im Anschluss ging es noch ein bisschen Shoppen in der Volme Galerie. Begeistert vom Golfsport, der Deichmann-Kette abgeneigt, ergatterte meine Begleitung noch eine tolle Waage – natürlich mit Körperfettmessung.

Soeben stellte Esther fest, dass wir eine Veranstaltung in der Fachhochschule verpasst haben. Schlimm 🙂

Es war ein echt tolles Gefühl, neben dir aufzuwachen, mit dir zu lachen, mit dir Bus zu fahren, mit dir Sandwich zu essen, mit dir einzukaufen. Leider wolltest du dann gegen 14:36 Uhr mit dem Bus in den Dümpelteich oder so fahren. Allein einsam verlassen machte ich mich auf dem Weg nach Hause. Mit jedem Schritt spührte ich ein größeres Verlangen nach Schlaf und einer Familienpackung Asperin.

Samstagnachmittag
Später habe ich mich auf meine tolle Couch gesetzt und mein erworbenes Buch angefangen zu lesen. Es ist toll und fasziniert mich jetzt schon. Trotzdem zog es mir immer wieder die Augen zu. Die einzige Lösung schien für mich der Gang ins Bett zu sein. Türen und Augen zu. Schlafen!

Samstag 22:45h
Nach einem kurzen Nachmittagsnickerchen fühle ich mich zum ersten Mal wieder lebensfähig und das sogar eigenständig. Gut, dass man eigenständig ist – eher gezwungenermaßen, aber vielleicht wird alles besser. Man kann hoffen, oder?
Da das deutsche Fernsehprogramm zum Samstagabend sehr enttäuschend ist, setzte ich mich einfach in den Sessel und las mein Buch. Es ist toll. Später legte ich mich dann ins Bett und las mein Buch. Habe ich schon gesagt, dass es toll ist?! Irgendwann zog es mir dann doch meine Augen zu. Das Schlimmste: Ich las auf einmal nicht mehr mein Buch.

Sonntag 9:00h
Auferstanden aus Ruinen ist nicht nur die verschollene Deutsche Demokratische Republik, sondern auch ich. Ich bin immer wieder fasziniert von dem Wunder Mensch. Mir geht es bis auf unerträgliche Halsschmerzen wieder richtig toll. Ich werde mich jetzt mit Tee zu teeren, entspannen und mein Buch lesen.

Im Nachhinein bleibt für mich nur die Frage: „Und was ist jetzt?“