Archive for September, 2005

…mein 250. Beitrag

Nachdem ich die letzte Nacht durchgemacht habe, fühle ich mich nun total zerstört. Aber nach meiner Auffassung hat es sich trotzdem gelohnt. Knapp 300 Bilder sind bestellt und ich warte jetzt auf Post aus meiner Lieblingsheimatstadt.
Außerdem konnte ich mich an ein neues Projekt heranwagen, von dem ich an dieser Stelle noch nichts Genaueres sagen will. Auf XXP liefen in der Nacht auch wunderbare Dokumentation über die Entwicklung des deutschen Misere-Landes und der Schuldenrepublik. Die Perfektiven für die Bürger dieses Landes sehen wirklich mau aus. Am sozialen System muss abgebaut werden, sonst ist die Bundesrepublik in absehbarer Zeit handlungsunfähig. Schröder hat mit Hartz-4 den Anfang gemacht. Es muss allerdings noch größere Einschnitte geben.
Vielleicht sollte man dennoch bei den Subventionen anfangen – Steinkohle aus Deutschland oder Schiffsbau in der ganzen Welt.

Ich legte heute einen langen Mittagsschlaf ein und jetzt fühl mich irgendwie krank.

Der FC Carl Zeiss JENA kommt am Mittwoch nach Essen und alle müssen mitkommen!

Ich denke gerade an Störungen gewissener wichtiger periodisch vorkommender weiblicher Zustände nach. Das wirft mich gerade ziemlich genau 3 Jahre zurück.
Ich erinnere mich gerade an eine ähnliche Situation mit meiner damaligen Freundin Diana. Bei ihr lag derselbe Fall einer Ausbleibung vor. Wie man sich sicher sehr gut vorstellen kann, machte mich das damals ziemlich nervös. Bereitete mir sogar schlaflose Nächte, da man mit allen Folgen eines humanen Fortpflanzungsaktes rechnen konnte.

Manchmal sind die Dinge gar nicht so schlimm wie sie scheinen. “Teilweise kann es vorkommen, dass sich Zustände ohne besonderen Grund um einige Wochen verschieben.” So eine Nachricht kann sehr erleichternd sein. Manchmal geben Leute sogar einen Kasten Bier dafür aus. Bei der einen dauert es 5 Wochen länger, bei anderen sogar 10. Ich bin gespannt, wer den Rekord knackt.

Gestern verbrachte ich den Nachmittag in Herne. Es war ein ruhiger Gesprächs-, Diskussions- und Wahlsonnnachmittag. Der hungrige Besuch des Röhlinghäuser Großstadtfestes ging durch eine falsche Bestellung total in die Hose. Ich habe dem Ganzen doch etwas Schönes abgewinnen können: Warme einfühlsame Sonnenstrahlung und leckeres weiches Brot.

Die vorgezogene Bundestagswahl 2005 liegt hinter uns, aber wird uns sicherlich noch einige Wochen, allerdings maximal 30 Tage, beschäftigen. Leider steht Deutschland auf dem Kopf. Nichts ist klar, alles möglich. Es ist eine Chance für Deutschland. Bitte nutzt sie und macht unser Land auf gemeinsamen Weg wieder stark. Es ist die falsche Zeit für persönliche Machtkämpfe!

Der heutige Tag wird ruhig, mathematisch und durch einige Aufgaben geschäftlich. Jetzt ist Zeit nach Hagen-Mitte zu gehen und ein bisschen durch die Straßen zu laufen – nachzudenken. Wie vor 2 Wochen. Nicht nur Mode wiederholt sich, Stimmung in regelmäßigeren Abständen auch.
Ich würde die Zeit als Ruhe vor dem Campus Rock bezeichnen. Mit großer Spannung erwarten alle das interessant gestaltete Programm am Freitag und der nächsten Wochen, Monate und bei einigen sogar Jahre.

Gegen später werde ich vielleicht auch mal wagen, die Tina aus ihrer verkrampften Arbeit an ihrer Seminarfacharbeit rauszureißen. Christin, du bekommst innerhalb der nächsten Stunde eine verdiente Antwort.

…so endete der letzte Sonntag in meinem geliebten Jena. Auf dem Weg vom Heldenkonzert nach Hause, stand in tollem Grafitti an einem Eisenbahndamm “Liebe deine Stadt”. Ich liebe sie und werde die Stadt sowie die vielen netten herzlichen Menschen nie vergessen.

Der gestrige Samstag war ein sehr emotionaler Abend mit wieder entdeckten schönen Zuschriften von besonderen Menschen. Wenn man solch Dinge liest, Gänsehaut bekommt und rot wird, aber sich dann vor Augen hält, leider gar keinen Kontakt mehr mit diesen Leuten zu haben, ist das traurig.
Gerade habe ich den seit Wochen schlimmsten Drang zu einer Zigarette zu greifen. Die Woche 10 überstand ich erfolgreich und jetzt? Nun denke ich, es nicht von momentanen Verfassung abhängig zu machen und vielleicht abhängig zu werden. Dann lieber ein Nimm-2-Bonbon lutschen, dass in Hagen hergestellt wurde.
Ich werde jetzt meine Kaffee-Kanne austrinken, die Toilette aufsuchen und danach höchstwahrscheinlich nach Herne-Holsterhausen fahren.

Wir sind zwar heute Morgen doch erst recht spät ins Bett, doch wollten Doreen und Doreen auch (vorerst) nicht ewig in Hagen bleiben und hatten ihre Abreise für heute ab 7 Uhr geplant. Da wir erst gegen 11 Uhr erwachten, waren schon zwei Möglichkeiten abgefahren.
Nach gemeinsamen Frückstück ging es ans zusammenräumen und packen.

Ich fuhr die Beiden an den Bahnhof und wir verabschiedeten uns. Umarmung, Kuscheln, Umarmung. Loslassen. “Zurücktreten am Gleis 4 – Es hat Abfahrt der RegionalExpress von Hagen Hbf nach Kassel Wilhelmshöhe.” Ein letztes Winken und auf einmal scheint alles wie vor einer Woche. In der Wohnung ist es plötzlich ungewohnt ruhig. Keiner ist immer da, mit dem man sich unterhalten kann. Man kann sich schnell daran gewöhnen. Die Woche mit den Beiden war nicht leicht, da die Mädels ausnahmslos andere Auffassungen hatten. Teilweise fühlte ich mich, als hätte ich in meiner eigenen Wohnung nichts zu sagen.
Man hat trotz allem jeden Tag eine Besserung des Verhältnisses feststellen können. Was auf jeden Fall hier in Hagen bleibt, ist die Erinnerung und die schaut positiv aus.

Ich werd jetzt mal schauen, was im Fernsehen läuft. Denn endlich habe ich wieder Zeit, mich auch mal so unterhalten zu lassen.

Am letzten Tag dieser Woche merkte man, dass man schon 4 Tage nur Mathematik-Vorlesung hinter sich hat und die Lust ließ nach. Ich fragte mich, ob ich mich wirklich für ein Wirtschaftsinformatik-Studium eingeschrieben habe. Denn der Anschein war ein Mathematik-Studium, welches ich mir nich vorstellen kann. Wie könnte man noch mehr Mathe machen. Nun ja, man konnte den Tag vielleicht auf 10-12 Stunden verlängern, aber das würde dann mit großer Wahrscheinlichkeit enorme Auswirkungen auf die Leistungen der Studenten haben.
Zum Glück war ich heute morgen so frei, mir in meiner neu erworbenen Thermoskanne Kaffee mitzunehmen, um nicht wie am gestrigen Tag kurz vor dem Einschlafen einen Stupser zu bekommen. Das Schlimme war nur, dass die 0,75 Liter fassende bis oben gefüllte Kanne kurz nach 10 schon leer war. Meine Mädels wollten trotz lieber Bitte keinen frischen Kaffee vorbeibringen.
15:30 Uhr: Man denkt, dass der Studientag langsam zu sein könnte, dann der Hammer. “Nun machen wir noch schnell die Integralrechnung”. In der normalen Oberstufe nimmt man sich 1 Jahr Zeit, wir eine satte halbe Stunde, um alles darüber zu erfahren. Bis zur letzten Minute ausgenutzt, war 16:00 Uhr Beginn des Wochenendes.

Am Nachmittag gingen wir für die Abreise von Doreen und Doreen einkaufen, machten uns bereit für die im großen Stil stattfindende Abschlussfeierlichkeit. Wechselseitig verursacht verpassten wir eine S-Bahn nach der anderen.
19:17 Uhr war es dann soweit. Der Weg nach Bochum soll loswerden. Auf den Zug aufgesprungen, liefen wir in Bochum gemütlich durch die Innenstadt. Martin kam 10 Minuten vor Ladenschluss auf die Idee nochmal schnell nach einem Buch zu schauen und rannte zur Mayerische´n. Nach einem kurzen ausdauernden Sprit bekam er voller Hoffnung die Aussage, dass es das Buch erst in einigen Wochen wieder gibt. Dafür habe ich im Vorbeigehen ein Buch gesehen, welches ich sofort am Montag erwerben werde.
Wir machten uns also auf den Weg eine rühige chillige Lokalität zu finden und hatten nach etlichen Vergleichs- und Abwägungskilometern im OXXO genau das gefunden, was wir wollten, eine tolle Lounge.

Für 21:30 Uhr waren wir mit Tim am Hauptbahnhof verabredet. Wir warteten etwa eine halbe Stunde ohne jemand zu sehen. Es tut mir Leid Doreen, ich wollte dir keinen Feigling auf den Kopf klopfen. Dann ein unerwarteter Anruf von Tim. “Wo seit ihr denn?” – Wir hatten uns dummerweise nur für den “Hauptbahnhof” verabredet und jeder stand an einem anderen. Wir waren in Bochum und Tim wartete in Wanne-Eikel. Am Telefon verabredeten wir uns eindeutig für einen anderen Treffpunkt direkt vor unseren Veranstaltungsort. Wir wussten zwar wo wir hin müssen, aber nicht wie, geschweige denn wann wo und mit was. An einer übersichtskarte schauten wir drei noch der Haltestelle “Hanniball-EK” und fanden heraus das die Linie 306 dorthin fährt. Keinerlei Pläne am Hauptbahnhof zeigte jedoch Zeiten für diese Linie. Nach hilfreicher Unterstützung durch Sandra wurde uns beschrieben, wo die Bahn abfährt. Angekommen schauten wir auf den Plan und stellten fest, dass Bahn unmittelbar vor uns abgefahren sein muss. Da Verspätungen nicht unüblich sind, warteten wir noch 10 Minuten. Die Doreen´s wollten dann, um ihrer Sucht nachgehen können, noch schnell Zigaretten kaufen, da es bis zur nächsten Straßenbahn noch 20 Minuten Zeit waren. 10 Meter von der Haltestelle entfernt, fährt plötzlich unsere Linie an uns vorbei. Man hätte doch noch kurz warten sollen. Was man lernt: Rauchen ist nicht nur ungesund.

Eingestiegen in die richtige Bahn achteten wir auf die Haltestellen-Anzeige, um nicht auch noch den Ausstieg zu verpassen. Wir stiegen aus, als auf der Anzeige “Hanniball EK” stand. Ausgestiegen stellten wir fest, dass wir 3 Haltestellen zu früh ausgestiegen sind. Nicht nur scheiß Bahnverspätung, sondern auch scheiß Anzeige. Tut mir Leid, aber mein Bild der Bogetra trübt sich. Unbeeindruckt der gesammelten positiven Einflüsse liefen wir also. Irgendwann gegen 23:30Uhr kamen wir am “Fridaydom/Prater” an. Doreen und traten als Pärchen auf, da ich mein Personalausweis auch noch vergessen habe und wir den Abend nicht noch in einer Katastrophe enden lassen wollten.
Als wir an der Bar saßen, kam Tim mit einem begeisterten Grinsen auf uns zu, da wir mindestens eine Stunde später ankamen und keiner mit dem Anderen rechnete. Die Stimmung war gut, die vielen Menschen nett. Es war im ersten Moment schokiered groß, aber man gewöhnt an alles. Ich sah bekannte Leute und lernte durch Unterhaltungen tolle Menschen kennen. Es war eine gelungene Veranstaltung.
Etwa 4 Uhr verließen wir die Tanzveranstaltungsräume und machten uns mit der Bahn auf den Weg zurück. Da unsere S-Bahn erst 5:20 Uhr fuhr, machten wir noch Halt bei McDonalds und vertrieben uns die Zeit am Hauptbahnhof.
6:15 Uhr: Gute Nacht NRW.

Nicht nur das Lied von Juli ist immer wieder schön anzuhören, sondern auch ein warmer Sommerregen zu erleben. Am heutigen Tag kam ich nach Hause und wunderte mich ein wenig, dass es ruhig ist. Niemand da. Kein Besuch mehr, sind sie denn schon abgereist und haben die Schnauze voll von mir? Die Koffer sind noch da, huch. Vielleicht sind sie kurz spazieren und/oder eine Rauchen. Nachdem sie über 2 Stunden später immer noch nicht da waren, machte ich mir langsam Sorgen. Ich wollte sie allerdings auch nicht mit einem Telefonat “überwachen”, denn immerhin sind sie alt genug.
Plötzlich geht die Tür auf, Tüten suchen den Weg in die Wohnung. Meine Liebsten waren shoppen und haben die Zeit vergessen. Klar, bei so vielen großen Läden in der Elbersfelder Straße kann man schon mal übersehen, dass es dunkel wird. Zum Glück gibt es im gloreichen Westen Licht und Gehwegbeleuchtung. Mich interessierte eigentlich auch nur, ob sie auch nicht gemerkt haben, dass es ohne Ende sehr extrem regnet. Sie kamen total durchnässt an, schienen aber besorgter um ihre neu erworbenen Shirt und Schuhe und…

Sandra kam an diesem schönen Donnerstag nach Hagen, um unbedingt Doreen und Doreen kennenzulernen bzw. um mich zu besuchen. Ich fand das eine sehr schöne Idee, die sie aufgrund ihres gültigen Schokotickets häufiger haben sollte als jemand wie ich, der 3,80 Euro für ein B-Ticket hinlegen muss.
Sie war zwar wie schon öfters erlebt ziemlich ruhig und wollte eher unterhalten werden, aber das war aufgrund eines480 Minuten knallhart durchgezogenen Mathematik-Unterrichts nicht möglich. Dennoch habe ich mich sehr, auch wenn ich es nicht ganz so gut zeigen konnte.

Da ich Sandra auf den Hauptbahnhof begleiten wollte,verband ich das gleich mit etwas Nützlichen.
Nach dem 4. Mathematik-Tag ging meinem fast neuen Block die Blätter aus. Ich schrieb also innerhalb von 32 Stunden 44 Seiten. Ich glaube fast, dass ich damit in meiner Grundschulzeit ein ganzes Schuljahr hinkommen konnte. An diesem Tag hieß das allerdings für mich, dass ich unbedingt noch leere Blätter, am Besten zu Blöcken komprimiert, brauche. Also auf in den Regen. Da auch mein Schatz Doreen als sozialer Mensch gilt, begleitete sie mich auf meinem Weg durch die Institutionen.
Eigentlich hatten wir vor, das Erwerben eines karierten DIN-A4-Block in einem der zahlreichen 1-Euro-Shops zu vollüben – ohne Erfolg, da es leider keine oben gebundenen 4-fach-gelochten Blöcke mit Rand gab. Ich dachte, dass diese Anforderungen zu erfüllen seien. Letzte Instanz war McPaper. Erfolg. Und sogar unter 1 Euro, zwar nicht viel, aber bei 100 Blöcken hätte man immerhin schon einen gratis.
Auf dem Weg nach Altenhagen machten wir einen kurzen Abstecher bei ALDI, um für die Daheimgebliebene das Abendessen zu sichern. Ich gönnte mir den günstigsten Döner aller Zeiten. Ich bezahlte verhältnismäßig großen Döner mit allen Raffinessen (auch Schafskäse) nur 1,70 Euro. Das ist das Schöne an einer Großstadt, Konkurrenz belebt das Geschäft und drückt im Endeffekt für die Verbraucher die Preise. Geschmeckt hat er außerdem!
Jeder der Interesse hat, kommt mich am Besten besuchen :)

Mit nassen Körper in durchweischter Kleidung kamen wir zu Hause an und begannen den Abend unter der Decke.

Ich habe einen Studienausweis von der FH Südwestfalen Hagen. Semesterbeiträge zahle ich an die Ruhruniversität Bochum und die Mensa-Karte stammt vom Studentenwerk Dortmund.
Amüsiert mich irgendwie gerade :)

Um den beiden Mädels Doreen und Doreen die Innenstadt von Hagen noch ein bisschen zu zeigen, wollten wir uns in Mitte einen schönen Platz zu plaudern und wohlfühlen suchen. Gelandet sind wir in einem spanischen Restaurant, die unter anderem auch tolle Tapas anbieten. Ich bestellte mir eine tolle in Rotwein gebratene Paprikawurst, Doreen schloß sich direkt an.
Beim Servieren wurden wir ein wenig enttäuscht.Die sehr kleine Wurst, die in einer dazu passenden Pfanne in 10 hauchdünne Stückchen geschnitten war, sah etwas wenig für den zu stillenden Hunger aus. Für so wenig Wurst habe ich noch nie so viel bezahlt – 3,80 Euro.

Es gab interessante Diskussionen über vermeintlich bekannte Wörter, deren Bedeutung den Meisten nicht wirklich klar ist. Mein Paradebeispiel ist die allbekannte Heimat. Heimat ist ein Gefühl und nicht auf einen Ort oder Herkunft beschränkt. Darauf zu beharren, dass es ausschließlich die Herkunft oder der Ort, in dem man aufgewachsen ist, sei, ist eine falsche Aussage. Um es mathematisch auszudrücken. Also ist Heimat für jeden Menschen unterschiedlich, da die meisten unterschiedliche Gefühle haben genau wie Geschmäcker variieren.
Grund der Diskussion: “Meine Heimat ist Jena”.