Nicht nur das Lied von Juli ist immer wieder schön anzuhören, sondern auch ein warmer Sommerregen zu erleben. Am heutigen Tag kam ich nach Hause und wunderte mich ein wenig, dass es ruhig ist. Niemand da. Kein Besuch mehr, sind sie denn schon abgereist und haben die Schnauze voll von mir? Die Koffer sind noch da, huch. Vielleicht sind sie kurz spazieren und/oder eine Rauchen. Nachdem sie über 2 Stunden später immer noch nicht da waren, machte ich mir langsam Sorgen. Ich wollte sie allerdings auch nicht mit einem Telefonat „überwachen“, denn immerhin sind sie alt genug.
Plötzlich geht die Tür auf, Tüten suchen den Weg in die Wohnung. Meine Liebsten waren shoppen und haben die Zeit vergessen. Klar, bei so vielen großen Läden in der Elbersfelder Straße kann man schon mal übersehen, dass es dunkel wird. Zum Glück gibt es im gloreichen Westen Licht und Gehwegbeleuchtung. Mich interessierte eigentlich auch nur, ob sie auch nicht gemerkt haben, dass es ohne Ende sehr extrem regnet. Sie kamen total durchnässt an, schienen aber besorgter um ihre neu erworbenen Shirt und Schuhe und…

Sandra kam an diesem schönen Donnerstag nach Hagen, um unbedingt Doreen und Doreen kennenzulernen bzw. um mich zu besuchen. Ich fand das eine sehr schöne Idee, die sie aufgrund ihres gültigen Schokotickets häufiger haben sollte als jemand wie ich, der 3,80 Euro für ein B-Ticket hinlegen muss.
Sie war zwar wie schon öfters erlebt ziemlich ruhig und wollte eher unterhalten werden, aber das war aufgrund eines480 Minuten knallhart durchgezogenen Mathematik-Unterrichts nicht möglich. Dennoch habe ich mich sehr, auch wenn ich es nicht ganz so gut zeigen konnte.

Da ich Sandra auf den Hauptbahnhof begleiten wollte,verband ich das gleich mit etwas Nützlichen.
Nach dem 4. Mathematik-Tag ging meinem fast neuen Block die Blätter aus. Ich schrieb also innerhalb von 32 Stunden 44 Seiten. Ich glaube fast, dass ich damit in meiner Grundschulzeit ein ganzes Schuljahr hinkommen konnte. An diesem Tag hieß das allerdings für mich, dass ich unbedingt noch leere Blätter, am Besten zu Blöcken komprimiert, brauche. Also auf in den Regen. Da auch mein Schatz Doreen als sozialer Mensch gilt, begleitete sie mich auf meinem Weg durch die Institutionen.
Eigentlich hatten wir vor, das Erwerben eines karierten DIN-A4-Block in einem der zahlreichen 1-Euro-Shops zu vollüben – ohne Erfolg, da es leider keine oben gebundenen 4-fach-gelochten Blöcke mit Rand gab. Ich dachte, dass diese Anforderungen zu erfüllen seien. Letzte Instanz war McPaper. Erfolg. Und sogar unter 1 Euro, zwar nicht viel, aber bei 100 Blöcken hätte man immerhin schon einen gratis.
Auf dem Weg nach Altenhagen machten wir einen kurzen Abstecher bei ALDI, um für die Daheimgebliebene das Abendessen zu sichern. Ich gönnte mir den günstigsten Döner aller Zeiten. Ich bezahlte verhältnismäßig großen Döner mit allen Raffinessen (auch Schafskäse) nur 1,70 Euro. Das ist das Schöne an einer Großstadt, Konkurrenz belebt das Geschäft und drückt im Endeffekt für die Verbraucher die Preise. Geschmeckt hat er außerdem!
Jeder der Interesse hat, kommt mich am Besten besuchen 🙂

Mit nassen Körper in durchweischter Kleidung kamen wir zu Hause an und begannen den Abend unter der Decke.