Vormittag
Am Vormittag hatte ich vor, Tim´s Festnetztelefon internet-telefoniefähig zu machen. Funktionierte leider nicht wie geplant, da die Telefonanlage nicht das macht, was ich konfiguriere. Ich werde mich wohl nochmal mit mehr Ruhe ransetzen.

Stresszeit Mittag/Frühnachmittag
Viel zu spät machte ich mich von Röhlinghausen auf den Weg nach Altenhagen. Ich nahm mir vor, die beiden Doreen´s, die mich für eine Woche besuchen wollen, pünktlich vom Bahnhof abzuholen. Davor musste ich allerdings auch die Wohnung noch in Ordnung bringen. Mein Zug hatte Verspätung, den Anschlusszug in Dortmund bekam ich nicht. Nervös geriet ich leicht unter Zeitdruck. Eine Stunde, bevor ich meinen Besuchen abholen möchte, kam ich zu Hause an. Ich sprang nochmal schnell in die Wanne, saugte kurz durch und räumte hier und da ein paar Sachen weg. Schnell fuhr ich zum Bahnhof, suchte 3 Minuten vor Ankunft eilig einen Parkplatz und rannte zum Bahnsteig.

Endlich war mein Schatz da
Ich stand wenige Sekunden und hörte direkt die Ansage „Vorsicht am Gleis 4 – Es hat Einfahrt, der RegionalExpress aus Kassel Wilhelmshöhe“. Geschafft, kurz durchatmen und lächeln.
Die Beiden hatten 8 Stunden Zugfahrt hinter sich und waren ziemlich fertig. Natürlich mussten sie auch gleich eine Zigarette auf dem Nichtraucherbahnhof Hagen Hauptbahnhof verzehren. Ich hatte Verständnis, da sie 4 Stunden nicht die Möglichkeit hatten und ich sie nicht bei Ankunft verärgern wollte.

Doreen´s Zuhause
In Ruhe fuhren wir erstmal zu mir, dass die Ostbürger erstmal durchatmen und wir uns dann wenige Minuten später auf den Weg zum Stadtfest in Sprockhövel machen konnten. Etwas genervt von meiner Hektik gingen wir noch gemütlich einkaufen, um die nächsten Tage so gut wie möglich zu überleben.
Die ersten Worte in meiner Wohnung waren: „Boaar…das ist alles so westlich hier.“ Die Ausführung, warum das so ist, würde wohl zu lange dauern und den Rahmen dieser Ausführung sprengen. Aus diesem Grund lasse ich dies aus Zeitgründen außen vor.

Geburtagsveranstaltung
Es war nicht so einfach, den Tim in Niedersprockhövel zu finden. Aber aufgrund der tollen Mobilfunktechnik war es dann doch möglich. Etwas verspätet kamen wir zu seiner Geburtstagszelebration an. Direkt versorgte der vorbildliche Gastgeber aller mit Speis, Trank und guter Laune.
Die gemütliche Gesprächsrunde wurde geprägt durch Fussballdiskussionen, Politik und die Bestätigung einer Vorurteile. Die meisten NRW-Bürger sind sich nicht darüber im Klaren, dass zum Beispiel der Solidaritätszuschlag im gesamten Bundesgebiet gezahlt werden muss und davon Ost genau wie West profitiert. Eine wirklich schokierende Bestätigung der PISA-Studie. Das soll nicht als Verallgemeinerung stehenbleiben, aber an dem Abend konnte keiner meine Eindrücke widerlegen.

Sprockhöveler Stadtfest – Bochum – Hagen
Zu etwas späteterer Stunde gingen wir gemeinsam zum Stadtfest. Es war tolle Stimmung, viele Menschen. In gut gelaunter Atmosphäre lief man durch die Straßen – setzte sich – trank Wein, Sprockhöveler Schnaps und lernte ein nettes Mädel kennen. Wenn ich ein ihre süße Stimme denke, werd ich heute noch nervös.
Wir hatten vor, später in Bochum eine Tanzveranstaltung zu besuchen. Fuhren ins Bermuda-Dreieck und passierten alle die sicherheitsbeauftragten kurzhaarigen Muskelprotze. Der hinterste Mann der Gruppe – Jörg – wurde aus nicht erklärbaren Gründen abgewiesen. Schade. Wir entschieden uns daraufhin noch ein wenig durch die Straßen zu schlendern.
Direkt fuhren wir wieder nach Sprockhövel und beschlossen spontan einen Kurzaufenthalt bei Jörg. Schön war es gewesen. Da ich zu so früher Stunde schon wieder nüchtern war, fuhr ich dann auch direkt nach Hause. Um 8 Uhr morgens angekommen, legten wir uns dann schlafen…