Es ist nicht Nacht, wenn die Sonne scheint. Es ist Nacht, wenn die Sonne nicht scheint. Gerade saß ich am Fenster und schaute in die Sterne. Was ich sah, war und ist die Schönheit des Lebens. Im Unterschichtenfernsehen lief vorhin „Bis in die Spitzen“. Die Serie regte mich sehr zum Denken an. Besonders an bewegende Momente.

07. Dezember 2002 „Du hältst mich auf Kurs“
Es war kein recht kalter Wintertag in Bochum. Mit Sandra und Beate schlenderte ich durch die Straßen Bochums, statt bei meiner Tante auf der Geburtstagsfeier zu sein. Es hat sich gelohnt, denn es sind Menschen, die für mich eine ganze Menge getan haben. Was nicht heißt, dass das meine Tante nicht tat.
„Rette mich durch den Sturm, lass mich nicht mehr los“ hieß es später. Ich wurde über Bord geworfen und musste lange Zeit ohne Ziel schwimmen. Das Land habe ich wieder gefunden. Mach die Feuer an, damit ich dich finden kann.

Nun sitz ich hier in Nordrhein-Westfalen. Hätte mich damals jemand gefragt, ich hätte ihm sicher den Vogel gezeigt. Dennoch ist es irgendwie schön. Ich höre Bochum und es liegt keine 400km mehr entfernt, sondern nur 25. Ich sehe Flugzeuge am Himmel, die landen statt in Erfurt aber im Nachbarstädtchen Dortmund. Zeiten ändern sich, Menschen werden klüger.

09. Dezember 2003 „Ich hätte nicht gedacht, dass du so bist“
Ich lernte an diesem Abend einen Menschen kennen, der sich in meine Gedanken festsetzte. Juliane. Sie bedeutete ein Neuanfang und die erste Erfahrung mit der neuen eigenen Persönlichkeit. Ihre Aussagen beschäftigten mich Ewigkeiten und waren für zahllose schlaflose Nächte verantwortlich. Jetzt ist es einfach nur etwas Tolles an schöne Zeiten zu denken. Besonders an die kommenden. Ich bewahre mich, denn das ist genau das, was im Endeffekt den Wert ausmacht.

Es ist der Weihnachtsmarkt, der mich bindet. In Jena und meiner neuen Heimat. Sagen wir lieber vorerst noch Wohnort. Die sind toll, denn überall kann man Thüringer Rostbratwürste essen. Zwar weichen deren Geschmack etwa wie Tag und Nacht voneinander ab, dennoch hat man eine besondere Bindung.

23. Dezember 2004 „Nicht nur der Jena-Plan ist toll“
Es war nicht nur der Abend, an dem Harald Schmidt seine kurze einjährige Sommerpause beendete. Vor ziemlich genau 41 Wochen war ich mit jemanden vor der Goethe Galerie verabredet. Ihr kurzer prägnanter Name prägte mein Leben seitdem wie kein anderer. Ich behaupte, dass Tina weiß, dass sie gemeint ist. Es ist schon fast unheimlich schön mit dir zu reden. Allein der Gedanke, bringt mich zum Lächeln. Es ist schön, dass es dich gibt.

Es fällt auf, das Ende eines jeden Jahres stellt für mich scheinbar oft eine intensive Zeit dar. Ich bin gespannt, was mich in Zukunft erwartet. Ich will alles für dich tun. Betanke mich mit Leben.