Die Feier konnte wegen der Zeitumstellung eine nie da gewesene Stunde länger gehen, die Nacht war dafür umso kürzer. Ich konnte gar nicht so recht schlafen, weil ich die kurze Zeit in Thüringen auch so effektiv wie möglich nutzen wollte. Der Tag begann also um 8 Uhr schon recht früh.
Wie versprochen wollte ich Conny und David nochmal in Friesen besuchen, aber leider war keiner da. Dann kam die spontane Idee nach Cunsdorf zu fahren, um Detlef und Ulrike einen Besuch abzustatten. Auch keiner da. Mein Wille war da und ich fuhr fröhlich gelaunt wieder zurück.
Die Bilderschau und das gemeinsame Mittagessen rundeten den Aufenthalt ganz gut ab. Aber viel Zeit blieb zur Abfahrt in Richtung Nordrhein-Westfalen nicht mehr. Am Nachmittag räumte ich mein Auto ein, um dann nach dem Kaffeetrinken loszustarten. Die Verabschiedung war für mich erstmal nicht so schwer, da ich während meines Wohnens in Jena auch oft mal weg war. Zu diesem Augenblick fehlte mir, glaube ich, die Realisierung, dass wir uns erst zu Weihnachten wiedersehen.

Spontan fuhr ich noch in Triptis vorbei, um mal wieder mit einem ehemaligen TüV-Mitschüler zu plaudern. War ein ganz lustiger Besuch, wo man wieder einmal merkte, dass man hätte viel mehr zusammen unternehmen müssen. Diese Erkenntnis kommt, wie das meistens der Fall ist, zu spät. Zwar wollte ich auch noch bei Maria und Julia vorbei, aber dafür blieb dann leider keine Zeit mehr, da ich noch 4 Stunden Fahrt vor mir hatte und am Montagmorgen in die FH zu spannenden Vorlesungen muss.

Die Fahrt war ganz locker mit beunruhigend viel Verkehr. Bei Warburg gab es dann sogar einen Stau, aber das störte mich irgendwie absolut nicht. In Hagen-Nord abgefahren, verspürte ich einen starken Drang unbedingt schnellst möglich eine Toillette aufzusuchen. Ich dachte mir, dass der Weg nach Hause nun nicht mehr so weit ist und das zu schaffen ist. An jeder roten Ampel wurde dieses Gefühl unerträglicher. Bis ich dann etwa 1km vor meiner Wohnung an einer Bushaltestelle halten musste und dort in den Busch sprang. Selbstverständlich nur um Blumen zu pflücken.
Die Fahrt war zu Ende, nach 1 Stunde auch das Auto entladen und Martin etwa halb eins im Bett. So, nun kann der normale Stress wieder beginnen…