Soeben bin ich nach Hause gekehrt und trotz meines Marathon-Laufs fühle ich mich gut. Meine Füße schmerzen zwar sehr vom vielen Tanzen, der Rücken tut weh. Gewisse Dinge muss im Alter nun einfach hinnehmen.
Ich versuche nun, den heutigen Tag zusammenzufassen.

Heute Morgen
Ich nahm mir vor, in die Hagener Innenstadt zu fahren. Wollte mir noch Karten und ein Buch zulegen. Ich saß also im Bus und fuhr. Weil es so schön war, bin ich nicht in der Stadtmitte ausgestiegen, sondern lies mich weiter ausfahren. Schließlich stieg ich dort aus, wo ich das jeden Tag mache. Mich interessierte irgendwie, was wohl an einem so herrlichen Samstagmorgen in der Fachhochschule los sei. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, das der FH-Parkplatz voll war und dementsprechend auch die Schulgebäude. Ich sah Leute von denen ich auch gedacht hätte, dass sie nur für das Studium leben. Später wartete ich zusammen mit zwei jüngeren Mädels (Ich schätze 10 und 17) auf einen Bus in Richtung Zentrum. Es war prickeln anzuhören, wie Stefanie ihrer kleinen Freundin die Welt erklärte. „Also bei einem Kater ist das so…“
In der Stadt machte ich große Augen. Der Aufbau des Weihnachtsmarktes, der am 17. November eröffnet wird, läuft auf Hochtouren. Viele tolle Lichter wurden entlang der Straßen verteilt, Fahrgeschäfte und Marktbuden montiert. Ich freue mich schon darauf, das bald in der Abenddämmerung zu sehen. Sicherlich werden ich auch einige Fotos machen.
Meine Besorgungen hatte ich erledigt und konnte nun wieder nach Hause fahren, um die Wohnung ein bisschen für meinen heutigen Besuch aufzuräumen. Die Gelegenheit nutzte ich direkt, um eine allgemeine Reinigung durchzuführen.

Heute Nachmittag
Wie abgesprochen holte ich Demé gegen 14:45 Uhr vom Hauptbahnhof, um dann zusammen bei mir Mathe und Physik zu lernen. Das machten wir dann auch, wobei uns die Lust gegen 18 Uhr schon verlies. Eigentlich wollte ich mit dem Zug ziellos durch NRW fahren, doch nach kurzer überredung, brachte mich mein Mitstudent (Das Fremdwort kann ich leider nicht schreiben) dazu, auch den Abend in Hagen zu verbringen.
Der FC Carl Zeiss hat heute sein heimisches Regionalliga-Spiel gegen den Tabellenersten Lübeck 0:0 bestritten. Soll laut Aussagen bekannter Fans ein gutes Spiel gewesen sein. Ich finde es zwar übertrieben, jetzt die Lizenz für die 2. Liga zu beantragen, aber man kann ja ruhig realistisch nach vorn schauen 🙂

Heute Abend
Wir kurvten mit den Stadtlinien ein wenig durch die Gegend und holten ein Freund von der Arbeit ab. Mit ihm und seiner Freundin waren wir nach einem gemütlichen Aufenthalt in seiner Wohnung auf den Weg, die Stadt zu rocken. So bezeichnen sie jedenfalls unser Tun. Der Bildschirmhintergrund von Alexandra hatte mich unweigerlich zurückgeworfen. Ich dachte nur, wie kommt sie bitte zu einem Bild von Christina. Sie sieht ihr auf dem Bild verwechselbar ähnlich aus. Da brauchte ich erstmal einen Eistee zur Beruhigung.
Erschreckend stellte ich fest, dass es noch krassere Fahrer als Tim gibt. Man kann mit 140 km/h über eine Schnellstraße fahren, aber 100 km/h durch eine imposante Berglandschaft hätte selbst er nicht drauf. Ich durfte diese Erfahrung machten. Irgendwie fühlte ich mich wie auf einen Rallye-Rennlauf. Der nette Fahrer namens Alex brachte uns dann sicher von Kuhlerkamp in die Mitte von Hagen, um den Fun-Park zu besuchen. Obwohl man ständig Negatives hört, fühl ich mich dort eigentlich recht wohl. Wir tanzten also bis zur Vergasung, jedenfalls lösten sich meine Füße wie eingangs erwähnt in Lust auf. Mit viel Freunde beobachtete ich die verschiedenen Menschen und stellte Parallelen zu anderen Tanzveranstaltungsräumen fest. Musik sowie Publikum ähnlich sich doch ganz schön. Einen Moment dachte ich sogar, dass Jacqueline hierher gezogen ist.
Der wichtigste Mensch des Abends ging einfach und das auch noch viel zu früh.

Heute Nacht
Nachdem soweit alle Leute, die ich kannte, weg waren und ich mich Müde getanzt hab, beschloss ich folgendes: Ich wollte den Heimweg antreten. Das war gar nicht so einfach, zwar hatte ich nichts getrunken, fühlte mich aber schlimmer als besoffen. Nicht nur, dass ich mich an jeder Haltestelle kurz zum Verschnaufen setzen musste, ich brauchte auch eine ganze Stunde zu meinem Heim. Sonst brauch ich nur ein Drittel der Zeit.
Umso besser geht mir es jetzt. Nun habe ich mich wieder erholt, werde aber trotz aller Fröhlichkeit gute Nacht sagen.