Für diesen Freitag war eine Semesterparty der Fachhochschule geplant und ich wollte mit einigen Leuten auf jeden Fall mal vorbeischauen. Irgendwie hatte ich keine richtige Lust und überwand mich dann doch noch wenigstens „Hallo“ sagen zu gehen. Da ich es liebe im Schnee zu fahren, fuhr ich mit meinem Auto zum Wohnheim. Da wollten wir lecker zu Abend essen und sozusagen reinfeiern.
Frederik hatte leckere Nudeln mit Sahnesoße und Thunfisch gekocht und wir legten eine gute Grundlage für den folgenden Abend. Wenig später gingen wir zu Dorian, um das Essen mit Flüssignahrung zu verstärken. Hennig und Esther waren auch da. Wir führten ganz interessante witzige Gespräche. Irgendwann in der Nacht fuhren wir dann gemeinsam zur FH. Viele unserer Kollegen haben aufgrund des schlechten Wetters schon abgesagt. Man könnte sagen, in NRW ist das Chaos ausgebrochen. Das nutzte ich auch direkt, um nach etwa 10 Jahren mal wieder ein Mädel so richtig einzuseifen. Ich genoss diese Tat in vollen Zügen. In der Maschinenhalle angekommen, war kaum etwas los, da die Meisten aufgrund weißen Umstände die Feierlichkeit eher verließen. Wir ließen uns selbstverständlich die Stimmung nicht trüben und feierten. Im Verlaufe des Abend gab es dann sogar Freibier. Das war, meiner Meinung nach, der Tod dieses Abends, jedenfalls der bewusste. Der reelle kam etwas später.
Auf einem Gang zur Toilette sah ich dann wie man nach zu viel Alkohol enden kann: In den Armen eines Professors liegend in der eigenen Kotze. Dieser Anblick bewies deutlich, was man alles nicht erleben will. Später übernahm ich dann seinen Part, tat das allerdings wieder sehr bewusst und half Birgit somit vom Erstickungstod wegzukommen. Lecker war es, ihr gut aussehendes Abendessen einfach in den Mülleimer zu werfen. Nun ja, ich begleitete sie dann noch mit ihrem nach 1 Stunde herbeigeeilten Freund zur Abfahrt in die Entziehungskur.
Danach ging die Feier weiter und ich hatte die Möglichkeit mit vielen netten Menschen zu sprechen. Plötzlich gab es erste Stromausfälle im Land und auch die letzten Gäste des Abends wollten schnellst möglich die Lokalität verlassen. Irgendwo verständlich. Daraufhin beschloss ich mit Dorian nochmal in den Funpark zu fahren und die Nacht gemütlich ausklingen zu lassen. Als wir in Richtung Auto liefen, kam uns fast das Grauen, denn die Straßen waren gigantisch hoch mit Schnee „zugeschüttet“ und die ganze Stadt eigentlich leer. Wir fuhren dann doch irgendwie nach Mitte und ergatterten uns einen der letzten Parkplätze in den Schneewehen.
Auf dem Weg in die Diskothek stolperte ich dann in einem direkt in der Innenstadt unbegründet gelegten Stacheldraht. Mein Fall ging direkt rein. Die Folge sind nun aufgeschlitzte Beine und Hände. Unschön. Meine gesamte Kleidung war voller Blut. Ich habe das im Dunkeln nicht gesehen und durch die Kälte auch nicht gemerkt. Wir gingen also Tanzen. Regelmäßig musste ich mir das Blut von den Händen waschen. Keiner hatte mir was gesagt, dass mein Pullover und besonders meine Hose total blutig waren. Nicht einmal die Security-Beauftragten bemerkten was.
Das Tanzen tat dann doch sehr gut und machte Riesenspaß. Der Schock über meinen invaliden Körper kam dann wenige Stunden später am nächsten Morgen. Man denkt, das Wochenende wäre gelaufen, aber ich denke, es geht erst richtig los.