Archive for November, 2005

Lernfreitag
Gestern war ich direkt nach dem schulischen Tagesteil mit Demé für einen gemeinsamen Lernabend verabredet. Dieser begann ziemlich witzig mit der Fahrt in einem völlig überfüllten Bus, wie ich das nur aus Straßenbahnen in Jena kenne. Je größer die Dichte, desto geringer die Möglichkeit mit dem Bus umzukippen. Das beruhigt ungemein. Die FH war ziemlich entspannt und die Physikvorlesung am Freitagnachmittag wie immer der wöchentliche Höhepunkt. Toll zu sehen, wie unser Rechtsdozent mit dem gesamten Pult durch den Raum rutscht, weil er sich zu sehr dagegen lehnt. Staunen verbreitet sich dann schnell, wenn plötzlich Stühle durch den Hörsaal fliegen, um Bewegung praktisch darzustellen.
Nachdem ich kurz zu Hause war, holte ich Demé wi geplant vom Hauptbahnhof. Wir machten uns dann in Begleitung einer kennengelernten netten jungen Frau auf den Weg. Die Fahrt war ziemlich witzig. Ich weiß nun, dass ichs voll drauf hab. Nur was, weiß hat sie nicht verraten. Der Ausflug ins Sauerland, welches übrigens schon in Hagen beginnt, war sehr imposant. Kurvige Straßen und große Berge gibt es hier genauso wie in Thüringen.
Der Abend war dann wirklich ein Lernabend. Wir vergnügten uns mit Physik und Informatik. Es war ein etwas anderer Freitagabend. Zum Einschlafen nutzten wir dann direkt das BGB beziehungsweise AktG. Mit solcher Lektüre ist es kein Problem, schnell einzuschlafen.

Vorfußball
Am Morgen machte ich mich dann auf zurück nach Hagen, um das Fußballspiel zwischen Fortuna Düsseldorf – FC Carl Zeiss JENA nicht zu verpassen. In den Zügen unterhielt ich mich mit einigen Begeisterten des runden Leders. Viele kannten meinen Lieblingsverein sogar und freuten sich sehr, dass es endlich wieder auswärts geht. In der letzten Etappe verbrachte ich die Zeit mit netten Fortuna-Fans, die davon ausgingen, dass die heutigen Punkte in die Zeiss-Stadt gehen.

Das Spiel
Das Spiel begann ziemlich ruhig. Es gab kaum Torchancen auf beiden Seiten, wobei das Spiel sich vor den Strafraum von Düsseldorf konzentrierte. Nach der Halbzeit wurde es dafür umso heißer. Kurz nach dem Anpfiff krachte unvorhergesehen die Kugel ins Jenaer Tor. Es hieß Rückstand. “Auf gehts Jena, kämpfen und siegen.” Nur wenige Minuten später kam dann der Gegenkracher. Ein super Freist0ß unseres Kapitäns Ziegner brachte das 1:1. Danach war alles traurig. Der FCC hatte zahlreiche Chancen, scheiterte dann aber immer auf den letzten Metern. Der Schiedsrichter tat sein Bestes dazu und Fortuna gelangen noch zwei weitere Tore. Eines zum Beispiel entstand direkt nach einem Foul eines Carl-Zeiss-Spielers im gegnerischen Strafraum. Ich finde es bewunderswert wie die “Unparteiischen” im richtigen Moment wegschauen können. Fortuna war ohne Frage gut, aber es sollte nicht der Tag Jenas sein.

Neben dem Spiel
Die Kröhnung kurz vor dem Spiel war ein Bierbecher, der gegen einen Beamten der öffentlichen Sicherheit flog und daraufhin direkt 2 Fanbusse aus Jena (mit Insassen) festgenommen wurde. Der Grund dafür war, weil 2 Gästeblöcke zur Sicherheit durch die Polizei getrennt wurden. Das Tränengas sprühte nur so durch die Lüfte. Aber es sollte nach den 90. Minuten noch spannender oder besser gesagt beunruhigender werden. Alle Fans des Jenenser Fußballs wurden aus Sicherheitsgründen 2 Stunden eingekesselt und durften sich nicht rühren. Ich würde sagen, viele Thüringer waren etwa 40 Jahre eingesperrt und diese Zeiten sollten vorbei sein. Diese jenigen, die sich rührten, bekamen direkt eins mit dem Knüppel übergebraten. Dadurch entstand eine ziemliche Unruhe, welche dann eskalierten. Es war schrecklich anzuschauen, wie die Grün-Weißen Eishockeyspieler auf die Leute einschlugen. Ich musste leider mit ansehen, wie doch eine relativ große Anzahl von Zuschauern blutüberströmt den nächsten Notarzt suchten und andere ihr Blut oral ausführten. Erst freigelassene deutsche Schäferhunde sollten die gereizte Stimmung ausklingen lassen. Es war einfach nur der Wahnsinn. Die Düsseldorfer Polizei hat übertrieben reagiert und die Deeskalation nicht beherrscht.
Hätte man die Leute direkt gehen lassen, wären alle, wie das immer der Fall ist, ganz friedlich nach Hause gefahren.
Ich bin ziemlich froh, dass ich keine Verletzungen davon getragen hab. In dem Moment war ich aber auch aufgebracht und konnte es nicht fassen, dass man uns fast 120 Minuten in der Kälte hat stehen lassen.

Im Forum von Fortuna Düsseldorf war Folgendes zu lesen:
Herzlichen Glückwunsch, liebe Polizei… in der ersten Halbzeit 4 Jenaer bewusstlos geprügelt, mehrere Verletzte und nach dem Spiel schön weiter gemacht.
Allein vor dem Bus der Horda Azzuro Jena lagen jüngere Fußballfans mit schweren Platzwunden und ohne Chance auf medizinische Versorgung.
Und anstatt das sich die Fortunafans gegen solche Prügeleinsätze mit dem jeweiligen Leidtragenden solidarisieren, singt der halbe Block noch “Haut drauf…”. Da kann man noch so oft auf Vereinsübergreifende Demos gehen, noch so oft seinen Namen auf irgendeinen Flyer setzen lassen und noch öfter das T-Shirt anziehen mit dem “Getrennt durch die Farben, vereint in der Sache” wichtig ist im Stadion! Solange aktive Fans sich lieber gegenseitig bekämpfen und beleidigen, anstatt für ihre Rechte und gegen Willkür einzustehen, solange wird man nie Erfolge vorweisen.
Und dann verstehe ich nicht, wieso die Polizei nicht mal gegen Fans von Vereinen wie Chemnitz oder Dresden so vorgeht, sondern eine Machtdemonstration gegen eine für Ostverhältnisse relativ friedliche und saubere Fanszene ausübt.

Einfach nur Wut… trotz der 3 Punkte

Ein FCC-Fan machte folgende Aussagen:
Das war der helle Wahnsinn. So ca. 30 Grüne hatten auf einmal ne Straßensperre aufgemacht und wollten uns einfach nicht weiterziehen lassen. Von keinem der Staatswächter war der eigentliche Grund zu erfahren.
Und wie das nun mal so läuft sammelten sich Einige, auch schwere Jungs an und es entwickelte sich ein recht heftiges Gefecht. Auf einmal gab es ne Art Losungswort (leider nicht verstanden) von den Grünen und dann knallte die Bullerei auf alles ein was rumstand. Selbst ich als friedliebender Zeitgenosse hab mir meinen ersten Hieb mit dem Gummi abgeholt.

Also das war richtig fett, wobei man sagen muss, auch “wir” ham ganz ordentlich mit denen getanzt. Ich denke, das war von denen ne geplante praktische übung, welche die Grünen letztendlich mehr als geplant ins Schwitzen brachte.

Im FCC-Forum schrieb ein Düsseldorfer Fan:
Es war heute einfach zu krass. Obwohl ich mich über die 3 Punkte für uns freue, wird meine Freude extrem durch die Vorkommnisse beim und nach dem Spiel getrübt. Ein völlig überzogener Polizeieinsatz gegen euch, wo mehrere Verletzte bei rumgekommen sind. 4 oder so von euch wurden sogar während der Schlägerei im Spiel bewusstlos geschlagen. Also da kann man nichts mehr zu sagen. Es tut mir sehr Leid, was da passiert ist. Auch wenn ich oder irgendein anderer Fortuna-Fan nichts für kann, es war mal wieder einfach nur lächerlich/peinlich/traurig wie mit Menschen umgegangen wird!

Gute Besserung an die Verletzten

Gruß aus Düsseldorf

Toll, denk ich jetzt nur. Hier in Hagen leider nicht, aber bevorteilte Thüringer haben es in solchen Sachen einfacher. Dafür gibt es hier romantische Sonnenuntergänge über Autobahnen.

Die FH ist zur Zeit einfach zu stressig, um es richtig genießen zu können. Ich versuche, dass und mich aber zu bessern. Wahrscheinlich gelingt das schon, wenn ich wieder mehr Lust zum Lernen bekomme. Mir ist noch nicht bewusst, ob, wie und wann das passiert. Es muss bald sein.

Heute Nachmittag war ich nach dem täglichen Pflichtteil noch ein paar Minuten in der Innenstadt. Der Weihnachtsmarkt ist voll im Gange. Der Hagener Weihnachtsmarkt kann sich wirklich sehen lassen. Für jeden Geschmack, besonders meinen für Glühwein, ist alles da. Ich freu mich schon, bald regelmäßig dort durch die Stände zu laufen und besonders, Hagen mal von oben zu sehen.

Gerade habe ich einen unerwartenden Anruf bekommen, der mich nun freudig den Tag ausklingen lässt. Maler malen einsam…

Heute war es wieder soweit. Es ist unglaublich, wie viele Jahre es keine direkten Thüringen-Derbys gab und dann direkt 2 innerhalb von wenigen Wochen. Diesmal in der Landeshauptstadt Erfurt. Die Zeiten, als der Fußballplatz noch bei Hundeübungen genutzt wurde sind vorbei, jetzt siegen neben Jena die Wasserwerfer, um übermutige Erfurter hinterm Zaun zu halten. Wichtig für den FCC ist, dass er nicht nur das Spiel, sondern mit diesem auch eine Menge Geld für das nächste Jahr gewonnen hat.
Jetzt fange ich langsam an, die Stunden bis zum Samstagnachmittag zu zählen.

Das Wetter ist scheiße zur Zeit. Ich mag wieder Sommer haben, Sonnenstrahlen und grüne Wiesen.

Der heutige Tag war irgendwie witzig. Der Beginn viel zu spät. In Eile machte ich mich also fertig für die FH, 10 Minuten hatte ich. Schnell Zähne schruppen, mit wenigen Tropfen Wasser die Bakterien von der Haut spülen, Tee trinken und ein Actimel trinken. Ich ging zur Haustür raus, der Bus kam. Ich stieg ein :P

Die Stunde Rechenlegung war ganz toll. Immer mehr Paragraphen überfordern den kleinen Martin. Ich will doch kein Jurist werden, aber nun muss ich halt durch und irgendwie macht es ja doch Spaß. Mir fiel heute ein, dass ich noch eine tolle BWL-CD von Holger (TLRZ) habe. Wahrscheinlich werde ich jetzt wie du an den Themen verzweifeln.

Hagener Straßenbahn AG
Da mich Java mächtig langweilt und ich die anderen sowieso nur ablenken würde, machte ich mich in der zweiten Hälfte auf und davon. Ich nutzte die Zeit, um einige Erledigungen abzuarbeiten. Von der Sparkasse bis zur Bücherhandlung war alles dabei. Dann machte ich mich auf die Suche nach einer Hose. Ich glaube, Inge weiß am Besten, dass das nicht so einfach ist. Da ich in Hagen nicht so viel Glück hatte, fuhr ich ein wenig eher als geplant nach Bochum, um dort nochmal zu schauen. Wie erwartet nach 2 Stunden verzweifelten Suchens ohne Erfolg. Ich musste oft schmunzeln, da ich viele Sachen wie bei meinem ersten Mal in NRW sah. Dann brachte mich ein schöner Zug nach Herne.
 
Deutsche Bahn AG 
Ich wollte Sandra besuchen, wusste aber nicht wie ich hinkomme. Das Servicepersonal der Deutschen Bahn AG und freundliche Pasanten haben den Martin dann aufgeklärt und fein erklärt. Besonders toll fand ich, dass eine ältere Dame direkt aus HER-Holsterhausen kam, sich aber nicht an die Busnummer erinnern konnte ._. Wichtig sei die Busnummer, Fahrzeit, Richtung und das man vorn beim Fahrer einsteigt, sagten sie mir. Brisante Informationen und im Endeffekt haben diese mich dann wohlbehütet in bekannte Gegenden gebracht.
Die Zeit bei dieser einen (sehr) guten Freundin war kurz, aber dennoch tat es irgendwie gut, mal wieder bei ihr zu sein.
 
Straßenbahn Herne-Castrop-Rauxel GmbH 
Um meine Bestellung schaute ich auch in Herne 1 mal vorbei. Nach dem Besuch von Marc, der was tolles für mich vorbereitet hatte, wollte ich nochmals betreffend eines Shopping-Versuchs ins Boulevard Bahnhofsstraße. Es war kurz vor sieben und ich fühlte mich einsam, nicht viele außer mir wollte um diese Zeit noch einkaufen. Die Einkausmeile hatte schon geschlossen. Fußwege wurden hochgeklappt, die Straßen nur leer. Im Vergleich zu anderen Innenstädten ein trauriges Ergebnis wie ich meine.
Später machte ich mich dann auf zur U-Bahn, um langsam wieder in Richtung Heimat zu fahren.
 
Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahn AG
Die eingeblendeten Unternehmen brachten mich heute von A nach B bzw. von HA nach HER-BO. Ich bin begeistert vom öffentlichen Nahverkehr und kann jedem nur empfehlen, endlich umzusteigen oder anders: Einfach einzusteigen!
Im Allgemeinen kann man sagen, dass der Tag sehr entspannend für mich war. Brauchte ich mal wieder. Ein bisschen enttäuscht bin ich von Menschen, die sich für bestimmte Nachrichten/Karten nicht mal bedanken können. Nun geh ich mal kurz auf Toilette und dann ist die auch weg. Jetzt freue ich mich auf morgen.

Ich zittere am ganzen Körper, weil ich mich so freue. Ich bin aufgeregt. Der heutige ist ein besonderer Tag.

Alles Gute zum Geburtstag, Kleines.

Soeben bin ich nach Hause gekehrt und trotz meines Marathon-Laufs fühle ich mich gut. Meine Füße schmerzen zwar sehr vom vielen Tanzen, der Rücken tut weh. Gewisse Dinge muss im Alter nun einfach hinnehmen.
Ich versuche nun, den heutigen Tag zusammenzufassen.

Heute Morgen
Ich nahm mir vor, in die Hagener Innenstadt zu fahren. Wollte mir noch Karten und ein Buch zulegen. Ich saß also im Bus und fuhr. Weil es so schön war, bin ich nicht in der Stadtmitte ausgestiegen, sondern lies mich weiter ausfahren. Schließlich stieg ich dort aus, wo ich das jeden Tag mache. Mich interessierte irgendwie, was wohl an einem so herrlichen Samstagmorgen in der Fachhochschule los sei. Ich staunte nicht schlecht, als ich sah, das der FH-Parkplatz voll war und dementsprechend auch die Schulgebäude. Ich sah Leute von denen ich auch gedacht hätte, dass sie nur für das Studium leben. Später wartete ich zusammen mit zwei jüngeren Mädels (Ich schätze 10 und 17) auf einen Bus in Richtung Zentrum. Es war prickeln anzuhören, wie Stefanie ihrer kleinen Freundin die Welt erklärte. “Also bei einem Kater ist das so…”
In der Stadt machte ich große Augen. Der Aufbau des Weihnachtsmarktes, der am 17. November eröffnet wird, läuft auf Hochtouren. Viele tolle Lichter wurden entlang der Straßen verteilt, Fahrgeschäfte und Marktbuden montiert. Ich freue mich schon darauf, das bald in der Abenddämmerung zu sehen. Sicherlich werden ich auch einige Fotos machen.
Meine Besorgungen hatte ich erledigt und konnte nun wieder nach Hause fahren, um die Wohnung ein bisschen für meinen heutigen Besuch aufzuräumen. Die Gelegenheit nutzte ich direkt, um eine allgemeine Reinigung durchzuführen.

Heute Nachmittag
Wie abgesprochen holte ich Demé gegen 14:45 Uhr vom Hauptbahnhof, um dann zusammen bei mir Mathe und Physik zu lernen. Das machten wir dann auch, wobei uns die Lust gegen 18 Uhr schon verlies. Eigentlich wollte ich mit dem Zug ziellos durch NRW fahren, doch nach kurzer überredung, brachte mich mein Mitstudent (Das Fremdwort kann ich leider nicht schreiben) dazu, auch den Abend in Hagen zu verbringen.
Der FC Carl Zeiss hat heute sein heimisches Regionalliga-Spiel gegen den Tabellenersten Lübeck 0:0 bestritten. Soll laut Aussagen bekannter Fans ein gutes Spiel gewesen sein. Ich finde es zwar übertrieben, jetzt die Lizenz für die 2. Liga zu beantragen, aber man kann ja ruhig realistisch nach vorn schauen :)

Heute Abend
Wir kurvten mit den Stadtlinien ein wenig durch die Gegend und holten ein Freund von der Arbeit ab. Mit ihm und seiner Freundin waren wir nach einem gemütlichen Aufenthalt in seiner Wohnung auf den Weg, die Stadt zu rocken. So bezeichnen sie jedenfalls unser Tun. Der Bildschirmhintergrund von Alexandra hatte mich unweigerlich zurückgeworfen. Ich dachte nur, wie kommt sie bitte zu einem Bild von Christina. Sie sieht ihr auf dem Bild verwechselbar ähnlich aus. Da brauchte ich erstmal einen Eistee zur Beruhigung.
Erschreckend stellte ich fest, dass es noch krassere Fahrer als Tim gibt. Man kann mit 140 km/h über eine Schnellstraße fahren, aber 100 km/h durch eine imposante Berglandschaft hätte selbst er nicht drauf. Ich durfte diese Erfahrung machten. Irgendwie fühlte ich mich wie auf einen Rallye-Rennlauf. Der nette Fahrer namens Alex brachte uns dann sicher von Kuhlerkamp in die Mitte von Hagen, um den Fun-Park zu besuchen. Obwohl man ständig Negatives hört, fühl ich mich dort eigentlich recht wohl. Wir tanzten also bis zur Vergasung, jedenfalls lösten sich meine Füße wie eingangs erwähnt in Lust auf. Mit viel Freunde beobachtete ich die verschiedenen Menschen und stellte Parallelen zu anderen Tanzveranstaltungsräumen fest. Musik sowie Publikum ähnlich sich doch ganz schön. Einen Moment dachte ich sogar, dass Jacqueline hierher gezogen ist.
Der wichtigste Mensch des Abends ging einfach und das auch noch viel zu früh.

Heute Nacht
Nachdem soweit alle Leute, die ich kannte, weg waren und ich mich Müde getanzt hab, beschloss ich folgendes: Ich wollte den Heimweg antreten. Das war gar nicht so einfach, zwar hatte ich nichts getrunken, fühlte mich aber schlimmer als besoffen. Nicht nur, dass ich mich an jeder Haltestelle kurz zum Verschnaufen setzen musste, ich brauchte auch eine ganze Stunde zu meinem Heim. Sonst brauch ich nur ein Drittel der Zeit.
Umso besser geht mir es jetzt. Nun habe ich mich wieder erholt, werde aber trotz aller Fröhlichkeit gute Nacht sagen.

Jeder, der sich ein bisschen mit der Welt auskennt, weiß, was heute für ein Tag ist. Ein Blick auf die Angabe überhalb dieses Textes zeigt schon mal das Datum.
Wie das bei einem besonderen Tag so üblich ist, muss dieser gefeiert werden.

Es hat sich viel verändert. Viel Gesagtes lößt sich in Luft auf, wenig Neues kommt dazu.
Am Montag ist ein wichtiger Tag und ich weiß noch nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Ich hatte vor einiger Zeit so viele Ideen, die sich nicht lohnen, umzusetzen.

“Das tolle am Leben ist, dass es immer weiter geht.”

Das war eine Hammerwoche, kann ich nur sagen. Man hat sich zwar an die hohen Anforderungen gewöhnt, trotzdem komm ich nicht besser damit klar. In Schallgeschwindigkeit werden die Themen durchgerasselt – Wiederholung Fehlanzeige. Worauf ich besonders stolz bin ist meine Busfahrlaune. Seit Montag dieser Woche bin ich neutorischer Busfahrer. Ich finde das echt klasse, ziemlich ökologisch und okonomisch auf der anderen Seite natürlich auch. Es macht Spaß, wenn es auch manchmal schwer zu ertragen (Schulkinder) ist. Ich nerve eigentlich jeden so ein wenig mit meiner Begeisterung. Aber hey, da müssen sie durch. Zum Hinschmeißen ist oft auch, wie toll sich bestimmte Kinder finden. “…Ey Alter, mir gehts voll nicht gut. Obwohl ich vorhin gegessen hab, Alter…” find ich zum Schreien. Wenn sie mir wenigstens bis zur Brust gegangen, hätten sie mir wegen meinem Lachen sicher gern eine reingehauen. Ist schon interessant zu beobachten, wie vielen verschiedene Typen so auf der Welt, vektoriell betrachtet für Hagen, existieren…

Mal schauen, was das Wochenende so bringt. Sicher ziemliche Ruhe und endlich mal wieder Zeit für das Wichtigste im Leben – das Lernen.

übrigens macht mich ein Auto vor der FH zur Zeit ganz nervös. Dort steht einfach ein Opel Corsa mit dem in Jena üblichen Kennzeichen J und ich muss immer wieder hinschauen.
Morgen wird ein Parkverbotszettel der Stadt Jena drankleben, wenn er noch dort steht.

Gerade bin ich zur Haustür rein, kam von der FH bzw. dem Bauernstübl. Der Pflichtteil des heutigen Tages sah nicht so umfangreich aus. Das freiwillige Hingabe zu neuem Wissen hielt mich bis eben fest.
Heute morgen wieß unser Professor Hug auf die beginnenden “Hagener Hochschulgespräche” hin. Das Thema für den Abend sollte “Design als Bogen zwischen Kunst und Technik” sein. Mich interessierte dies sehr und fesselte mich also zum Bleiben. Den Nachmittag verbrachte man wie üblich mit Mathe und Physik. So langsam macht das auch noch Spaß. Bin mir jetzt aber nicht so sicher, ob ich Angst bekommen muss.
Die heutige Veranstaltung war ganz prima. Ich glaube, mit dem Verstehen der Elementarfunktionen mir gerade ein neues Weltbild zusammenzuformen. Das ist interessant, am Meisten wohl aber für mich. Nach dem Vortrag wurden wir noch zu einem gemeinsamen Stammtisch eingeladen und konnte die Giganten der Schule und Wirtschaft mal privat erleben, so es denn überhaupt ein Leben neben der Arbeit gibt. Der Vortragende Kurt C. Reinhardt (arbeitet für das UNESCO Weltkulturerbe) ist wohl ein Genie schlechthin. Der Beweiß, dass er nicht von dieser Welt ist wohl, dass er Politik, Physik und Philosophie studiert hat und das gleichzeitig. Egal, über was man mit ihm redet, er scheint immer 100% mehr zu wissen, als du. Faszinierend mit so einem Mann zu sprechen.
Es hätte wohl auch niemand damit gerechnet, dass die Fachhochschule Südwestfalen diesen Abend komplett gefördet hat, um es mal so auszudrücken.

Jetzt werd ich mich wohl noch eine Weile mit Meme, Sociovision und Ekelreflex beschäftigen. Mein Weltbild wurde umgeworfen und muss sich nun in eigener Evolutionsregie neu zusammensetzen.
Wahrscheinlich werden die kommende Beiträge über meinen Erfolg berichten oder eben beweißen, dass ich nur zeitweise begeistert war und mein gefestiges Selbst sich nicht verändert.

…bei euch zu sein! :)

Das Wochenende war bis auf den Freitag ziemlich ruhig. Ich nahm mir die Zeit für mich und meine Gedanken. Tat gut, dort so ein bisschen herrumzugraben. Mir ist viel klarer geworden, zweifelsohne nicht nur wegen den Bilanzen der Jenoptik oder Carl Zeiss AG. Angeblich hat sich viel geändert, bei näherer Betrachtung stellt sich dies als schlechter Scherz raus.

1. Tina
Ich habe heute 2:19 Minuten mit Tina telefoniert. Hätte ruhig eins zwei Minuten länger gehen können. Du wirktest irgendwie so fern.

2. Sandra
Unser Gespräch hat mir sehr gut gefallen und es ließ mich das Gefühl spüren, wieder öfters normal mit einander reden zu können. Du solltest über bestimmte lächerliche Themen im Nachhinein trotzdem nochmal nachdenken.

Der Sonntag verging zwar schneller als ich wollte, aber meine Vorhaben werde ich in der kommenden Woche nachholen. Jetzt werde ich mich zu Sabine Christiansen zurückziehen und dem Lehrer aus dem Eichsfeld – heutiger Thüringer Ministerpräsident Dieter Althaus – ein bisschen zuhören. Nach Stromberg ist der Tag perfekt…