Da die Tage zuvor sehr hart für meinen Körper waren, schlief ich auch mal ein paar Minuten länger. Gegen 12 Uhr wachte ich auf und telefonierte ein bisschen, denn die Nachricht meines Cousins am Vorabend hab ich erst jetzt so langsam realisieren können.
Den Nachmittag verbrachte ich ziemlich entspannt zwischen Couch und Computer. Gegen 15 Uhr machte ich mich ab in den Regen, um die Fahrt zu Tim nach Herne-Wanne-Eikel anzutreten. Witzigerweise hab ich eine Verbindung über Essen gefunden, die noch schneller war. Wenn man einen Blick auf die Karte wirft, wird man einen Widerspruch zur geografischen Lage zu Dortmund oder Bochum finden. Dennoch hatte ich noch 20 Minuten Aufenthalt in der Shoppingstadt.
Kurz nach 16 Uhr hat mich dann ein Verbindungsmensch abgeholt und wir starteten die Fahrt Richtung Rheda-Wiedenbrück. Wie seit wenigen Monaten angekündigt, sollte es heute zum Entenfüttern gehen. Als ich die Routenplanung (etwa 110km Entfernung) sah, fragte ich mich nicht zum ersten Mal über den wirklichen Sinn dieses Ausflugs. Warum fährt jemand so weit, um mit Tieren zu kommunizieren. Um meine Skepsis zu legen, meinte er, dass wir auch am kultigen Weihnachtsmarkt vorbeikommen. Das hob die Stimmung bei mir natürlich um ein Vielfaches.
Die Fahrt mit mir als Navigator war sehr wirtzig, irgendwie kein Reinkommen in die Stadt. Alle Autobahnen/Bundesstraßen waren gesperrt, auch die Umleitungen führten zu gesperrten Asphalt. Nachdem wir einige Zeit im Kreis fuhren, gelang uns doch noch der Durchbruch. Das Zurechtfinden in dieser Gegend war dann kein Problem mehr. Wir passierten das Ortsschild „Güterloh“ und waren eigentlich direkt am Ziel.
Der Weihnachtsmarkt war toll, er wirkte wie der Marktplatz in Jena. Das gab mir ein besonderes Gefühl. Nach zwei Tassen Glühwein, gingen wir zum eigentlichen Ziel unseres Trips – dem Entenfüttern.
Im Regen machte mir das keinen Spaß und verstand den Willen von Tim erst am Ziel. Zufällig waren die Enten immer vor dem Haus seiner Ex-Freundin. Leider jedoch nicht im strömenden Regen an diesem Abend.
Er hat sich was Tolles für sie einfallen lassen, konnte dies aus 2 Gründen aber nicht umsetzen:
1. Jenny hätte zu Hause sein müssen
2. Kerzen machen sich im Regen nicht so gut.
Die Folge ist, dass die Aktion nicht den erhofften Erfolg hatte, dennoch hatten wir eine tolle Zeit in Ostwestfalen. Ich würde sagen, ein gelungener Männerabend.

Die Heimfahrt lief wieder nach Maß, die übliche Unentschlossenheit führte mich zu einem langweilen Dreiviertelstundenaufenthalt bei McDonalds in Bochum. Nach Mitternacht war ich irgendwann in den Morgenstunden zu Hause.
Aus diesem Grund konnte ich am Montagmorgen auch nicht in die FH. Bin aus den letzten Regenspaziergängen gesundheitlich ein wenig angeschlagen. Dies werde ich mit meinem heutigen Vitamin-Einkauf hoffentlich bald wieder in den Griff bekommen…