Wie angekündigt, verbrachte ich den Abend in meiner Lieblingsruhrpottstadt und versuchte mich dadurch etwas vom eingefahrenen Leben abzulenken. Ich muss sagen, dass es sich wirklich gelohnt hat. War besonders schön, Sandra und auch Jacqui mal wieder zu sehen. Es tat gut, nach langer Zeit seinen Körper wieder rhythmich zu lauter Musik zu bewegen. Immerhin ist das letzte Mal schon 7 Tage her.
Auf der Hinfahrt hat eine Frau, die sich wahrscheinlich gerade in den Wechseljahren befindet, in der Straßenbahn einen Jugendlichen gewalttätig angemacht, weil er sie „komisch“ angeschaut hat. Echt erstaunlich, wie viele verschiedene Menschen in der 5-Millionen-Ruhrstadt aufeinandertreffen. Nach Veranstaltungsende an der Haltestelle der innerstädtischen Nahverkehrs ein ähnliches Spiel noch schlimmer. Dann gab es nämlich eine richtige Schlägerei, die sich sogar auf Straße und Schiene ausgedehnt hat. Ich hatte dann zeitweise das Gefühl als gäbe es in Bochum nur Schlampen und durchgeknallte Idioten. Dieses Denken wurde am Hauptbahnhof nochmals bewiesen, als ein Typ die Abfuhr eines Mädels nicht akzeptierte und böse Worte sowie Schläge die Folge waren. Big City Life/Live. Der gefolgerte Gedanke war „Zum Glück bin ich bald weg von hier“.
In Hagen angekommen, fühlte ich mich besser, irgendwie in der normalen Welt. Die Heimfahrt mit dem Bus war entspannend.