Der heutige Tag war ein Traum. Diese kurze Beschreibung trifft wohl meine Gefühle am Besten.

Vormittag
Halb 10 wurde ich geweckt und fuhr direkt nach einem Apfel und einer Orange in die gemütliche Innenstadt von Greiz, um meine Oma beim Einkaufen zu begleiten. Ich fühlte mich wie ein kleines Kind als ich wie vor über 10 Jahren beim Friseur auf sie wartete. Mit dem Unterschied, dass ich diesmal einen Kaffee angeboten bekam und statt Mickey Maus blätterte ich im Stern. Es war eine tolle Situation, sogar die Mitarbeiter kennen mich noch. Mittag gab es dann zu Hause.

Nachmittag
Im Anschluss dessen fuhr ich zu meinem Cousin in die Nachbarstadt, um ihn – ungewöhnlicherweise angekündigt – zu besuchen. Der kleine Dominik entwickelt sicch prächtig. Wir haben gespielt, uns geärgert und natürlich auch viel gelacht. Er wollte mich beim Bobby-Car-Spiel zwar immer austricksen, aber ich mag ihn trotzdem. Wird bestimmt mal ein kleiner Held. Da mein Tagesablauf ziemlich eng geschnürt war, konnte ich auch nicht so lang bleiben wie ich wollte. Der Besuch im Autohaus bei meinem Onkel Manfred stand auf dem Programm. Gesagt getan.

Abend
War zwar sehr schön, aber dauerte länger als geplant, sodass die Fahrt nach Jena zügig von der Hand gehen musste. Da ich mit dem Auto meiner Omi nicht schalten muss, reichte es, wenn ich meine Füße benutzte. Die Fahrt war schön, frei und ohne langsame Rentner sehr entspannend. Ich hatte sogar noch Zeit, die Landschaft zu genießen. Und die ist, bekanntermaßen, in Thüringen traumhaft. Nach einer langen Baustellen, sah ich plötzlich viel Licht von der Autobahn aus, ein Haus mit der Aufschrift JENA und viele „Hochhäuser“. Ich musste also fast am Ziel sein. Ich erinnerte mich, dass ich vor genau einem Jahr genauso gehetzt bin, um rechtzeitig vor der Goethe Galerie zu sein. Dort wartete Tina auf mich. Die Situation hat mich irgendwie zurückgeworfen. Ich kam mir vor als wohnte ich noch in der Ziegesarstraße und war kurz zuvor mit Jürgen noch einen Cappucino trinken. Die letzte Schritte vom Parkhaus, welche wie üblich total überfüllt war, waren fast ein Gefühlskollaps. Allein der Anblick dieser pompösen „Einkaufspassage im Herzen Jenas“ lässt mein Herz aufgehen. Letzte Jahr hatte ich wenig Zeit und musste unbedingt rechtzeitig zur Premiere von Harald Schmidt zu Hause sein, diesmal war Tina dran. Das tat der Sache keinen Abbruch. Es tat gut, wieder mal mit dir im Bohemé zu sitzen. Danke für dein Präsent zum Weihnachtsfestival. Bin schon ganz gespannt, was da wohl drin ist 🙂
Spontan wie immer besuchte ich dann noch Christina, um meine kleine Aufmerksamkeit vom 09.12.2004 ihr endlich zuzustellen. Sie war da und wir unterhielten uns ein paar Minuten. Kurz, aber dafür etwas wirklich Besonderes. Wie habe, so glaube ich seit unserem ersten Sehen keinen Besuch mehr angekündigt. Wieso also gerade vor den Weihnachtsfeiertagen? Hat mich gefreut, dass ich nochmal trumpfen konnte. Ich freue mich auf unser Treffenn nächste Woche. Auf das unsere Handys, Postkarten und Instant Messages ankommen…
Auf den Rückweg nach Greiz schmiss ich schnell noch eine Karte für Mandy persönlich in den Briefkasten. Dann sollte mein endgültiges Ziel die Couch sein. Ab dahin!

Nach dem heutigen Tag habe ich das Gefühl, dass es heute schon die Bescherung fürs Herz war. Das eigentlich Weihnachten jetzt soll das i-Tüpfelchen darstellen. Ich werde es sehr sorgfältig malen.