Archive for Januar, 2006

Alle sagen ihren Freunden immer, dass sie “beste Freunde für immer” sein werden.
Aber wie lange hält das an? Ihr könnt für ein Jahr “best friends” sein, im nächsten Jahr sehr gute Freunde, im darauf folgenden Jahr nur noch selten miteinander reden. Und euch noch ein Jahr später gar nicht mehr unterhalten!
Also wollte ich dir nur sagen, dass auch, wenn ich vielleicht nie wieder mit dir rede, du in meinen Augen etwas Besonderes bist. Du hast Veränderungen in mein Leben gebracht.
Ich bewundere dich, respektiere dich und mag dich.

Meine Güte. Ichh hätte nie gedacht, dass ich nochmal so vertiefst und vernarrt ins Lernen sein werde. Doch, nette Professoren und schwierige Klausuren regen mich genug an, um mein Leben – wenn auch nur kurzzeitig – ausschließlich auf diesen enorm wichtigen Teil zu lenken. Es bleibt kaum noch Zeit für mich, Einkauf, Wäsche oder gar das Saubermachen der Wohnung. Ich bekomme sowieso jeden Tag Besuch, der mir alles wieder dreckig macht. Die Freude über das Vorbeischauen scheint größer zu sein als das Wille nach Sauberkeit. Ich musste mich heute schon überwinden, um 10 Minuten für ein grobes Durchsaugen zu nutzen. Zu kostbar ist die Zeit. Besonders jetzt. Daher bleibt leider auch kaum Freiraum, um mehr als 5 Minuten im Bett meine Lieblingslektüre zu lesen. Die verschiedenen Zeitungsbestandteile werden aber fleißig zur Nacharbeitung aufbewahrt. Immerhin ist diese ganze Klausurenscheiße in schon 2 Wochen vorbei :)

Für den heutigen Tag war Mathematik angesetzt. Mein größter Feind, wie ich finde, konnte souverän bewältigt werden. Ich bin sehr optimistisch. Jetzt sind es ja auch nur noch 6 kurze Wochen, in welchen man zabbeln und bangen muss. Ich war ungewohnt gelassen. Man man, haben die Leute sich verrückt gemacht und sind am Rad gedreht. Ich kam beinahe zu spät und wurde freundlich gebeten, mich zu setzen. Natürlich auch an die richtige Stelle, was nicht auf anhieb klappte. Aber nun, jeder fühlt sich in einem kleinen Audimax mit über 200 anderen nervösen Leuten mal desorientiert vor. Im Anschluss bin ich nach Hause geeilt. Vorbei an Esther und sinnfreien Gesprächen, direkt ins Auto.

Der Anruf von Tina war überwältigend. So viel sei gesagt. über den Rest mich ich noch nachdenken. Ich finde es auf jeden Fall herrlich, mit dieser netten Person zu sprechen und freue mich schon, dich bald mal wieder zu sehen. Einfach mal in die Arme nehmen und durchknuddeln. Ja, du hast richtig gelesen! Nehm also einen kräftigen Atemzug, bevor wir uns Hallo sagen.
Im gleichen Moment musste ich an den lustigen Abend gestern denken. Die meisten Studenten der FH SWF waren wohl damit beschäftigt, Mathe zu lernen. Ich las lieber ein paar Online-Zeitungen. Im selben Moment, wo ich an Christin dachte und mich wieder einmal fragte, ob ich ihr nun so langsam antworten solle, lief ein schöne Lied auf Radio Hagen. Es erinnerte mich an einen warmen Augustmorgen. Ich lag lange Zeit allein auf einer schaukelnden Bank und lies mich durch die Melodien von Tracy Chapman geleiten. 2x hörte ich ihr Album bevor die Allgemeinheit der Meinung war, aufzustehen. An diesem Tag war vieles besser als jetzt. Bei den Dingen, die ich nicht selbst entscheidend beeinflusste, stellt sich immer mehr folgende Frage: “Warum eigentlich?” Ich hoffe, Anworten zu bekommen oder auf sie zu stoßen.

Die Liebe ist das Gewürz des Lebens. Sie kann es versüßen, aber auch versalzen.

Konfuzius

Ich freue mich auf eure Meinung. Schreibt sie mir doch bitte!

Träume sind Wünsche und Sehnsüchte. Sie stellen eine Umsetzung unserer Gedanken in Hoffnung dar. Jeder ist versucht, diesen Wunschvorstellungen, in welcher Hinsicht es auch sein mag, nachzugehen. Alle Energie steckt man in diesen Traum, den man verwirklichen will. Die Gedanken stecken fest und prägen sich im Zeitverlauf immer mehr aus.
Es gibt Träume, bei denen ist jeder allein verantwortlich für dessen Umsetzung. Gibt man sich Mühe, können sie in Erfüllung gehen. Oftmals sind diese Art von Wünschen mit kontinuierlicher Arbeit verbunden. Schwärmt man beispielsweise von einem Porsche, so liegt es wohl an Jedem selbst, diesen Traum durch Sparen oder Glücksspielgewinn nachzugehen. Diese materiellen Wünsche sind verantwortlich für die Lebensgestaltung. Die Weichen werden gestellt und Zielvorstellungen geformt.
Wenn allerdings Hoffnungen mit anderen Menschen in Verbindung gebracht werden, so kann man allein nicht viel ausrichten. Man zeigen, wie viel einem die Person wert ist und hoffen, auf Erwiderung zu stoßen. Manchmal verbaut man sich selbst seine Träume, indem Gefühle unterdrückt oder nicht wahrgehabt werden wollen.

Träume bereiten ängste. Die Angst zu versagen oder hoffnungslos zu träumen, ist da. Je nach eigener Persönlichkeit stellt man sich offen entgegen oder belässt alles beim Alten.
Wird festgestellt, dass eine Sehnsucht nicht erfüllt werden kann, tut es weh. Je nach Traum ärgert sich der Verstand oder das empfindliche Herz. Genauso können sich auf der anderen Seite die Träume nach einiger Zeit verfliegen. Wie Seifenblasen in der Luft zerplatzen. Das sind wohl die Hoffnungen, die kurz gesagt nicht wichtig sind. In verschiedenen Fällen wird dem Betreffenden die Bedeutung eines Wunsches aber auch zu spät klar. Es lohnt sich nur langfristigen Sehnsüchten hinzugeben…

Heute Nacht war ich im Wohnheim der Fachhochschule, um mit ein paar Kollegen in den Geburtstag von Frederik reinzufeiern. War recht amüsant, wie bestimmte Studenten das Leben so locker sehen können. Sollte man im 3. Semester nicht an die Zukunft, statt die feierliche Gegenwart denken? Nun ja, seine Planung sieht vor, dass er nochmal von vorn anfängt.
War also eine recht kurze Nacht, aber der Tag war mit ausreichend Kaffee ganz gut zu schaffen…

Leider bleibt in der letzten Zeit keine Zeit für das eigene Privatleben. Darunter leiden Kontakte zu netten Personen. Das tut mir Leid, aber ist für die nächsten zwei Wochen auch nicht zu ändern. Vielleicht ist es auch ganz gut, denn dadurch bin ich ablenkt und komme nicht zum Nachdenken. Ich bewahre mich also vor krankhaften Gedanken.
Heute wurden mir Gefühlsaufnahmen zugestellt, die mich völlig aus meinem Konzept geworfen haben. Eigentlich bekommt man im Leben immer nur eine Chance. Wer Verstand hat, kann sich mit Veränderung eine zweite erarbeiten. Ist man bereit, sich selbst aufzugeben, steht der Weg sogar für mehr offen. Es liegt immer am Anderen, das zu schätzen oder gekonnt zu ignorieren. Entscheidet man sich zweimal für dasselbe (Falsche), ist entweder etwas dran oder der Verstand hat wenig dazu gelernt. Werden dafür seine eigenen Gefühle ignoriert, werden Entscheidungen früher oder später bereut. Meist sogar früher als man denkt.

Für den heutigen Tag bin ich erstmal schockiert und werde versuchen, mich nicht selbst in den Wahnsinn zu treiben. Ich denke, der Schnee hilft mir dabei. Es war eine große Freude als ich heute aus dem Fenster schaute und über meiner liebsten Kleinen die Flocken langsam dem Boden entgegen fliegen sah. Unglaubliche Stimmungshormone wurde direkt ausgeschüttet.
Nun werde ich den Gehweg fegen, dass keine älteren Mitbürger in Gefahr des Ausrutschens gebracht werden. Danach fahr ich noch ein paar Kilometer mit dem Fahrrad und power mich so richtig aus. Da macht das Lernen noch viel mehr Spaß…

Mein Lieblingstag. Meine Lieblingsschokolade. Meine Lieblingszeitung.
Der Sonntag ist jede Woche aufs Neue etwas Besonderes. Allein der Klang dieses Wortes bringt schon eine Menge Freude mit sich. Man kann länger schlafen und entspannen. Ich habe mir eine Auszeit gegönnt. Mit einer interessanten Lektüre vor sich liegend, vergeht der Tag schnell. Er rast mit gefühlten 150km/h an einem vorbei. Es ist schön, Dinge zu machen, die mir Spaß machen. Obwohl ich keine Muse hatte, um für die bevorstehenden Klausuren zu lernen, habe ich mir einiges an Wissen angeeignet. So ungezwungen macht es direkt noch mehr Spaß.

Gerade habe ich einen kurzen Anruf bekommen. 3 Minuten. Lars, du bist ein Held.

Einen so lustigen Tag wie gestern bräuchte man öfters. Diesen dann wirklich zu verkraften ist wohl nicht so einfach.
Am Morgen ging ich in Ruhe einkaufen, um meinen Kühlschrank wieder zu füllen. Viel Obst und Fleisch soll mich erfolgreich durch die nächste Woche bringen. Denn für meinen Kopf wird es wohl mächtig hart werden. Um 10 Uhr wollte Andreas vorbeischauen, um diesen Samstag als intensiven Lerntag zu nutzen. Geplant war, sich bis 22 Uhr mit Mathematik zu beschäftigen. Nach gemeinsamen Frühstück ging die Aufwärmungsphase mit (transzendenten, logarythmischen, exponentiellen) Gleichungen und Ungleichungen. Zum Kaffeetrinken wollte sich auch Lars dazugesellen, um fitter mit Finanzen umgehen zu können. Als Begrüßung fuhren wir durch Hagen, um ein geeignetes Lokal für unser Mittagessen zu finden. Ziemlich planlos landeten wir dann in einer Pizzaria.

Zurück in der Mathehochburg ging das Rechnen nicht wie geplant bis nur 22 Uhr, sondern aus Ehrgeiz sogar noch einige Stunden länger. Total kopfkrank, ein bisschen durcheinander und fertig, schauten wir dann noch gemütlich ein Film. So langsam klang der Lernmarathon aus und gegen halb drei haute ich meine Lehrer raus. Man kann von Glück reden, dass die Wissenschaft keine Gewerkschaft kennt und diese langen Arbeitszeiten möglich sind.
Heute Nacht träumte ich von Gleichungen. Im Halbschlaf stellte ich mir selbst Aufgaben und löste die dann auf imaginären Papier. 14 Stunden Lernen hat folgen, sehr interessante sogar. Nun gehts weiter…

Ich will Informationen nicht sammeln. Ich will sie verstehen. Ich bin nicht nur verwundert, sondern mehr als beeindruckt. Die Grand Dame der deutschen Presselandschaft ist faszinierend, verblüfft mich mit jedem Satz.
Gerade höre ich mir ein paar tolle Artikel nochmals als Audio-Lesung, die ich in den letzten Tagen konsumiert habe. Manchmal lese ich einen Satz, der mich tagelang beflügelt. Jetzt kann ich ihn sogar hören.
Ich bin ein bisschen verknallt in sie. Sie bringt meinen Geist in Schwung. Jetzt lasse ich mich einfach treiben.

“Nennen Sie mir etwas Vergleichbares.”

Ich denke viel nach, philosophiere. Das kann verurteilt oder als besondere Kunst angesehen werden.
Enttäuschung ist die Mutter der Philosophie. Dieser kurze Satz trifft wohl ohne Frage zu, sogar nicht nur bei mir. Philosophie fängt an, wo Wissenschaft aufhört und Unerklärliches zur Weisheit werden soll. Ich suche nach Gewissheit, möchte Gegensätze überwinden und nach Entzweiung streben.
Verlaufen die Gedankenstränge erfolgreich, so weiß man mehr. Jedenfalls auf einer anderen Ebene.

Und los gehts: Thema Freundschaft
Bis vor langer Zeit habe ich fest daran geglaubt, Freundschaften seien unsterblich. Zumindest sollte dies bei engen langjährlichen zwischenmenschen Beziehungen so sein. Man wünscht es sich. Ich vertrat diese Meinung, da ich intensive Freundschaften nur aufbaue, wenn ich mir bei dem Gegenpart sicher bin, ihm vertrauen zu können und mich in vielerei Hinsicht verstanden fühle. Später sollte dieses Gefühl von gewissen Geborgenheit ergänzt werden. Die Entwicklung einer Freundschaft kann sich über Jahre erstrecken oder innerhalb von wenigen Wochen am selben Entwicklungspunkt sein, wenn alle Abhängigkeiten erfüllt bzw. durch einen günstigen Lebensabschnitt positiv beeinflusst werden.

Freundschaft kann eine zweck- oder interessensgebunde Kameradschaft sein. Oder sie beruht auf eine wesenhafte übereinstimmung und gegenseitige wertschätzende Gemeinschaft zweier Personen. Im ersten Fall verbringt man wiederkehrende Zeitpunkte miteinander, beispielsweise in der Schule oder auf Arbeit. Es kommt bei Kameradschaften in der ersten Linie auf die Verschönerung der zwangsweise mit einander verbrachte Lebensphase an. Oft werden viele Gespräche geführt, diese aber oberflächlich. Der Mensch dahinter ist uninteressiert und bleibt verborgen. Anders bei – ich möchte sie so nennen – wirklichen Freundschaften. Hier zählen Zuneigung und Schätzung der Freunde. Ich persönlich bin sehr offen und freue mich, neue Menschen kennenzulernen. Der Mensch Martin bleibt diesen allerdings meist lange Zeit verborgen. Das geschieht hauptsächlich als Selbstschutz. Wenn sich eine Beziehung zweier Menschen so entwickelt, dass man sich immer mehr mehr wird und die Meinung sowie der Rat des anderen wichtig ist, dann ist dies der Beginn einer Freundschaft. Auch die beste Freundschaft erfährt Spannungen und Konflikte. Es hängt von der Bereitschaft beider Seiten ab, sich diesen Konflikten zu stellen und sie konstruktiv zu lösen, ob die Freundschaft daran wächst oder zerbricht. Dazu gilt es, Konflikte rechtzeitig zu erkennen und die kommunikative Kompetenz zu entwickeln, die Konflikte zu bewältigen.Es gibt nichts umsonst. Auch nicht in Freundschaften. Denn was den Gewinn einer Freundschaft ausmacht, kann sie zugleich auf die Probe stellen. Freundschaften sind keine normalen Beziehungen. Freundschaft heißt Intimität – Freunde erwarten Unterstützung, Gesellschaft und Engagement. Freundschaft heißt Freiwilligkeit – Freunde gewähren sich einen Verhaltensspielraum, der größer ist als in anderen Beziehungen und Freundschaft heißt Zerbrechlichkeit. Auf der höchsten Stufe der Freundschaft offenbaren wir dem Freunde nicht unsere Fehler, sondern die seinen.
Eine Freundschaft geht in die Brüche, wenn man aufhört, miteinander zu reden. Nun stellt sich die Frage, ob man seinen Freund wirklich kannte.

Hmm. Kein Tag gleicht dem anderem. Jeder wird anders verbracht, neues erlebt. Nichts wiederholt. Versucht man Zeiten nochmal zu erleben, wird man schnell merken, dass dies nicht möglich ist. Vielleicht verkrampft man sogar. Man klammert sich auf jeden Fall an den Gedanken, wiederholt etwas Schönes erlebt zu haben. Bevor wir verzweifeln, sollten wir das Neue lieber mehr genießen und uns daran freuen.

Der heutige Donnerstag war nur sehr kurz, gegen 13:45 Uhr hatte ich in der FH Schluss und fuhr direkt nach Hause, weil ich für den Nachmittag Besuch erwartete. Wir wollen die offizielle Intensiv-Vorklausur-Lernphase einläuten. So holte ich noch ein paar Stühle und Bier aus dem Keller. Später kamen dann Andreas, Lars und Sebastian vorbei. Ein Pils zur Entspannung tut ganz gut, dachten wir uns und setzten uns nach gemütlichen Plausch an Matheaufgaben dieser Welt. Trotz, dass die Stimmung so enorm witzig war, kam wirklich was bei rum. Am Abend fuhren wir zum Dinner bei Burger King vorbei, danach zu Lars , um einige Sherry-Sorten zu analysieren. Englisch stand auch auf dem Plan, aber schreckliche Aufgaben ließen uns oft am Thema vorbei reden. Wobei ruhig über Wirtschaft geredet werden kann, wenn man dasselbige studiert.
Halb zwölf wartete ich auf meine S-Bahn zurück nach Hagen. Sie war ziemlich leer. Draußen war es wie gewohnt um diese Zeit recht dunkel, die Regentropfen prallten laut gegen die mit Graffiti beschmierten Fenster. Ich kam mir vor wie in einem Film. Save The Last Dance wäre nicht schlecht. Obwohl die Bahn rot und nicht wie in New York schrecklich silber war. Meine Gedanken schweiften durch die Welt. Hagen ist groß. Gibt erstaunlich viel zu sehen. Irgendwann muss ich mir unbedingt mal die Zeit nehmen und mich stilvoll im Bus auf eine Stadtrundfahrt begeben.