Hmm. Kein Tag gleicht dem anderem. Jeder wird anders verbracht, neues erlebt. Nichts wiederholt. Versucht man Zeiten nochmal zu erleben, wird man schnell merken, dass dies nicht möglich ist. Vielleicht verkrampft man sogar. Man klammert sich auf jeden Fall an den Gedanken, wiederholt etwas Schönes erlebt zu haben. Bevor wir verzweifeln, sollten wir das Neue lieber mehr genießen und uns daran freuen.

Der heutige Donnerstag war nur sehr kurz, gegen 13:45 Uhr hatte ich in der FH Schluss und fuhr direkt nach Hause, weil ich für den Nachmittag Besuch erwartete. Wir wollen die offizielle Intensiv-Vorklausur-Lernphase einläuten. So holte ich noch ein paar Stühle und Bier aus dem Keller. Später kamen dann Andreas, Lars und Sebastian vorbei. Ein Pils zur Entspannung tut ganz gut, dachten wir uns und setzten uns nach gemütlichen Plausch an Matheaufgaben dieser Welt. Trotz, dass die Stimmung so enorm witzig war, kam wirklich was bei rum. Am Abend fuhren wir zum Dinner bei Burger King vorbei, danach zu Lars , um einige Sherry-Sorten zu analysieren. Englisch stand auch auf dem Plan, aber schreckliche Aufgaben ließen uns oft am Thema vorbei reden. Wobei ruhig über Wirtschaft geredet werden kann, wenn man dasselbige studiert.
Halb zwölf wartete ich auf meine S-Bahn zurück nach Hagen. Sie war ziemlich leer. Draußen war es wie gewohnt um diese Zeit recht dunkel, die Regentropfen prallten laut gegen die mit Graffiti beschmierten Fenster. Ich kam mir vor wie in einem Film. Save The Last Dance wäre nicht schlecht. Obwohl die Bahn rot und nicht wie in New York schrecklich silber war. Meine Gedanken schweiften durch die Welt. Hagen ist groß. Gibt erstaunlich viel zu sehen. Irgendwann muss ich mir unbedingt mal die Zeit nehmen und mich stilvoll im Bus auf eine Stadtrundfahrt begeben.