Der hektische Tagesbeginn
Der Morgen begann halb neun. Ausgeschlafen. Physik lernen. Große Freude.
Der Zug fährt in etwa einer Stunde. Jetzt ist noch genug Zeit. 10 Minuten vor Zugabfahrt zum Bahnhof zu fahren, sollte reichen. Als wir uns anzogen und Tim zum Autoschlüssel greifen wollte, griff er ins Leere. Ein Blick aus dem Fenster verriet, dass seine Mum das Auto entführte. Schade, Zug verpasst. Ich blieb unheimlich locker. Wir liefen frisch und fröhlich mit Susi zur Straßenbahnhaltestelle und dann ging los. Der Schienenersatzverkehr rollte in ungeahnter Gelassenheit zum Hauptbahnhof in Bochum. Auch, wenn ich nicht damit rechnete, war ich pünktlich zum nächstmöglichen Zug am Bahnhof. Erstaunliche Bogestra, Hut ab. 25 Jahre erfolgreicher VRR und auch heute konnte man sich darauf verlassen. Der größte europäische Verkehrsverbund funktioniert. In Hagen angekommen, konnte ich nach 3 Minuten Wartezeit direkt vor die Haustür fahren.

Gelassenheit am Nachmittag
Nun machte ich mich bereit für den Neujahrempfang der Jungen Liberalen am Kemnader See in Bochum. Ich war mit Andreas in Gevelsberg verabredet. Da meine Tankleuchte auf der Autobahn Alarm meldete, musste ich unbedingt tanken. An der Aral-Tankstelle stellte ich, während das Benzin in mein Auto lief, fest, dass ich meine Geldbörse vergessen habe. Eine gewisse Panik kam auf. Glückerlicherweise war Andreas nicht weit und konnte mir ohne großartige Zeitverzögerung aushelfen. Wir mussten erstmal ausgiebig lachen.
Nachdem wir im Politbüro des örtlichen Julis-Verbandes noch wichtige Besorgungen erledigten, konnte die Reise nach Bochum beginnen. Die Fahrt ging recht schnell. Da ich noch mit dem Essen eines leckeren Brötchens beschäftigt war, standen wir auf dem Landhof noch einige Zeit vor dem Pferdestall.
Sekt und Kaffee zum Anstoßen auf ein neues erfolgreiches FDP-Jahr. Die Redner Prof. Dr. Andreas Pinkwart, NRW-Innovationsminister, und Dr. Burkard Hirsch, ehemaliger Innenminister, waren für mich sehr interessant und die meisten Punkte wohl auch mit meinem eigenen Weltbild zu vereinbaren. Auch das Publikum, die poliktikinteressanten aktiven Jungliberalen, gefiel mir gut. Einen ehemaligen Pferdestall als Treffpunkt aller NRW-JuLis zu nutzen, passt, wie ich finde, wunderbar zu einer solchen aufstrebenden Partei.
Einen Mitgliederantrag haben sie mir direkt mitgegeben. Mal schauen, was daraus wird.
In Sprockhövel angekommen, fuhren wir noch gemeinsam im Kaufland einkaufen. Toll, wie erfolgreich innerhalb kurzer Zeit die Kaufland Gruppe in den westlichen Teil Deutschlands expandieren konnte. Im Jahre 2002 kannte man die Bezeichnung noch gar nicht.

Ruhe pur am Abend
Im Anschluss lernten wir noch ein bisschen Mathe und ich konnte Andreas´Mutter und deren Lebensgefährten kennenlernen. Irgendwann später machte ich mich nach einer leckeren Pizza Hawaii auf den Weg nach Hagen.
Da ich den ganzen Tag nicht alt so viel Nahrung zu mir nahm, machte ich mir noch 4 Schnitzel. Ein Schmauß. Da im Fernsehen quasi tote Hose war – die Mottoshow von Deutschland-Sucht-Den-Superstar galt als Samstagabendknüller – ersuchte ich kurzerhand das Bett als Ruhequelle.