Heute sollte ein aufregender Tag beginnen. Kurz nach 8 sprang ich aus dem Bett, um den Tag kontrolliert anzugehen. Das versuche ich, die nächste Zeit beizubehalten. Ich fuhr also lesend zur FH und wurde schon sehnsüchtig erwartet. Nun ja, oft warte ich auf Linux, heute war es einmal anders herum. Ich konnte mich auch direkt mit der neuen SUSE Linux 10 anfreunden. Die Vorstellung nebenbei war angeblich der Renner. Ich habe davon leider nur wenig mitbekommen. Aber manchmal braucht man eben auch Zeit für sich, die außerdem in vollen Umfang genossen werden sollte.
Nach dem leckeren Essen fuhr ich mit Frederik zum Hauptbahnhof. Ein Paket wartete auf mich. Ich wollte dem ein bisschen entgegenkommen und bequemte mich von den harten Mensa-Stühlen in eine ungewöhnlich kurze Schlange bei der DP Hauptzentrale. Während ich den recht großen Karton holte, wurde mir gleichzeitig noch ein Girokonto angepriesen. Ich werde gleich 3 nehmen, so gut war die Stimmung. Im Anschluss waren wir noch beim Bärentreff leckere Gummifrüchtschen einholen. Ohne Wartezeit ging es danach wieder zur FH. Es sollte eine sehr rührende Bescherung folgen. Ich verkündete dies lautstark und war umzingelt von Schaulustigen, die alle samt gespannt wie ich in mein Paket schauen wollten. Was dring war? Das kann ich gar nicht sagen. Dann sprudeln meine ganzen Gefühle noch einmal aus mir. Der von Gerd Bucerius gegründete Zeitverlag schickte mir eine Tasche. Genial. Eine zeit-gemäße Tasche. Ich kam mir vor wie auf einer Kaffeefahrt als ich die Vorzüge meiner neuen Tragetasche analysierte und mit der FH-eigenen Entwicklung verglich. Hat irgendwie Riesenspaß gemacht. Danach brach das richtige Chaos aus, weil zu viele Studenten kurz vor den Klausuren – wie ich – merken, dass sie nichts können und zur Fördertermine stürmen. Leider fand sich kein ausreichender Vorlesungsraum. Wir begannen also unsere eigenen übungen. Lustig wars gewesen, allein das Kopieren eines Gummibärchen war der Hit. Ich würde den Versuch als großen Erfolg ansehen, da bis auf die Farbe alle Strukturen genau erkennbar sind. Man könnte sogar denken, im drei-dimensionalen Raum.
Nun bin ich hier und beschäftige mich mit mir. Und natürlich meiner neuen Tasche.