Archive for Februar, 2006

Man sollte versuchen, das Besondere und Einmalige in den Menschen zu finden. Die Mehrheit aller Bewohner dieser Welt haben Eigenschaften, die im Vergleich mehr als bei dem Durchschnitt ausgeprägt sind. Die gilt es zu suchen. Geht man mit offenen Augen durch die Welt und nimmt alle Umwelteinflüsse sowie Signale war, so fallen diese nach unbestimmter Zeit auf. Hat man sie gefunden, kann man sich glücklich schätzen.

Der Titel ohne Name, er spricht für sich. Vielleicht wie der Eintrag selbst. Allerdings hätte ich meine überlegungen zu diesem Thema vor der Veröffentlichung der Zeilen noch zu Ende führen sollen? Der Eintrag ist genauso unvollständig wie dieser Tag. Ich habe das Gefühl, nicht alles gemacht zu haben. Immerhin habe ich ein bewegendes Telefonat geführt. Es hat mir Einiges bedeutet, aber über das Fazit bin ich mir nicht im Klaren.

Ausgeschlafen begann der Tag. Das Ziel war meine Stadt.
Als erstes stand Jürgen in meinen Kalender. Wie geplant trafen wir uns zum Mittagessen in der neuen Kantine der AGK. Die Atmosphäre war toll. Und die Gespräche enden wie vor einem Jahr immer im nichts. Aber wir verstehen uns.
Meine Haarpracht ist in den letzten Wochen ziemlich gewuchert. Aus diesem Grund habe ich mir einen Friseurtermin bei meiner Lieblingsfrisösin gemacht. Du hast dein Leben in den letzten Monaten mächtig umgekrempelt. Leider habe ich davon nicht mitbekommen. Ein tolles Gefühl ist es jedoch, die endlich wirklich glücklich zu sehen. Dukannst dein Ergebnis nicht mit den Westdeutschen vergleichen.
Am Nachmittag wollte ich noch mit Tina “telefonieren”. Da die Kontaktaufnahme erst haperte, machte ich mich auf zu der Jenaer Universitätsbuchhandlung des Hagener Thalia-Konzern. Als ich in meinen Wirtschaftsbüchern die Zeit vergaß, scheuchte mich die unzuverlässige Telefongesprächspartnerin durch die Innenstadt. Mit angeschlagenen Knie machte es mir trotz großen Schmerzen vielen Spaß. Es war ein toller Abend, besonders im schwulen Cleanicum. Die Gespräche waren beeindruckt. Festzuhalten bleiben positive Eindrücke.
Die Heimfahrt war mit einem roten Benzinknappheits-Symbol sehr aufregend. Ich habe rund 60km mit dem Warnzeichen geschafft. Ich finde ein gutes Ergebnis! Die letzten Kilometer stieg mein Puls ins Unermessliche. Dieser Eintrag beweißt, ich habe dennoch überlebt. Langweilig war, dass ich gar keine Langsamfahrer vor mir hatte und ich mich nicht aufregen konnte :)

Das allgemeine Ergebnis des Ausflugs: Meine Güte, es ist so viel passiert in den Leben der mir vertrauten Personen. Erstaunlich. Langsam fühle ich mich fremd. Gut zu wissen ist, das ich mich und andere nun besser verstehen kann.

Heute habe ich zum ersten Mal die aktuellen Olympischen Spiele in Turin verfolgt: Biathlon und Snowboard-Parallelslalom.
Das Ergebnis auf den Skiern war irgendwie klar und trotzdem ist es immer wieder sehr erfreulich zu sehen, wie erfolgreich die Deutschen sich präsentatieren. Leider sind die Russen im Moment im Schießen unschlagrein. Da kann der DSV noch Einiges nachholen!
Besonders begeistert habe ich mich für die Snowboardabfahrten. Die 18-Jährige Deutsche hat mich umgehauen. Sie hat sich über alle Erwartungen wahnsinnig präsentiert und für die Zukunft interessante Wettkämpfe angekündigt. Eigentlich hatte sie schon im Achtelfinale schon verloren und plötzlich war sie doch im Finale. Zwar verfehlte sie um 0.22 Sekunden die Goldmedaille, aber die Leistung war enorm. Mein Glückwunsch!

Gestern war der große Tag. Seit langer Zeit konnte ich nachts nicht mehr schlafen und war voller Vorfreude schon auf diesen Mittwoch eingestellt.
Ich fuhr am Nachmittag geschwind nach Herne und besuchte nach kurz Stopp in einem Einkaufszentrum die Katharina. Wir wollten gemeinsam in gemütlicher Umgebung zu Abend essen. Ich habe einen leckeren Sauerbraten vorbereitet. Wir machten dann noch zusammen ein paar Klöse und eine köstlichen Salat mit besonders leckeren Dressing. Das Essen war eine großes Event für meinen Gaumen, sehr zufriedenstellend. Ich bin sogar leicht begeistert.
Nach dem Dinner fingen wir uns im Gespräch fest und verpassten fast die restzeitige Fahrt zur Nachspeise – dem Planetarium Bochum. Leicht gehetzt kamen wir pünktlich auf die Minute doch noch an. Es waren wirklich schöne Sternklänge. Musik, bei der man sich wirklich hat gehen lassen. Zurücklegen und genießen. Katharina und ich waren sehr angetan.
Im Anschluss fuhren wir nochmal zu Kathi nach Hause, um ein Glas Wein zu trinken. Auch lecker. Wir konnten noch schön plaudern. Kurz vor elf wurde ich dann ganz freundlich rausgeschmissen. Ich hätte dir gern noch bei deiner Geschichtshausaufgabe geholfen, aber dafür hatte ich nicht die notwendige Muse. Es war ein toller Abend – mit dir und dem Planetarium. Ich glaube, mein Herz ist richtig aufgegangen…

Später fuhr ich mit leeren Tank nach Hagen und rollte mit Stotterschritt auf dem letzten Drücker zur Tankstelle. Ich war dann noch kurz zu Hause und polierte die Wohnung. Mein Kochexkurs hatte zahlreiche Hinterlassenschaften. Die Wohnung war nach intensivem Putzen wieder frisch. Ich konnte nun die Fahrt nach Dunkeldeutschland anstreben. Eigentlich ist es das “Grüne Herz Deutschlands”, aber davon wissen die meisten Bürger aus NRW nichts. Nun standen etwa 4 Stunden Fahrt vor mir. Es war 0 Uhr – los gings.
Die Fahrt war ein Traum. Ich hatte das Gefühl, dass keiner außer ich unterwegs war. Ohne Verkehr konnte man sehr gelassen das Auto rollen lassen. Gegen halb vier wollte ich dann in Jena bei McDonalds etwas Essen und Trinken. Leider hat es die Fast-Food-Kette dort nicht nötig, ihre Kunden zu bedienen. Es war geschlossen, so fuhr ich also fröhlich weiter ins Thüringer Vogtland. Gegen halb fünf Uhr morgens räumte ich noch in Ruhe mein Auto aus und kam dann kurz vor sechs auf der Couch zur Ruhe, natürlich nur mit WDR-Fernsehen im Hintergrund.

Die Stadt Jena ist ein Vorbild für Deutschland, um den Weg aus der Krise zu finden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie “Waiting for a Wunder“, erschienen am 11. Februar 2006 im renommierten britischen Magazin „The Economist“. Sechs Wochen lang sah sich der Deutschland-Korrespondent Ludwig Siegele in Deutschland um und erlebte nach eigenen Angaben wenig Positives und Ermutigendes: Mit Ausnahme von Jena.

Endlich hat die Stadtverwaltung des malerischen örtchens in Thüringen es geschafft. Nach langem hin und her ist nun eine ansehnliche Internetpräsentation der “Stadt zur Welt” unter www.jena.de zu erreichen. Sie vereint alles: das Image und die Zukunft. Endlich wurde mein schon lang geliebtes Stadtlogo von offzieller Seite eingeweiht.

Jetzt bleibt mir nur zu sagen: Bis bald! Ich freue mich.

Ich bin heute Morgen früh aufgestanden. Mein Ziel: Anderen etwas Gutes tun.
Der Wecker klingelte für mich schon 04:25 Uhr. Das Aufstehen fiel mir sehr schwer, da ich bis kurz nach 3 nicht schlafen. Aber ich bin hart im Nehmen. Vorhin war ich beim Einkaufen. Ich habe zu fast jeden Kaufobjekt nachfragen müssen, da ich so aufgefallene Dinge auch noch nie erworben habe. Meine Wünsche waren so ausgefallen, dass nicht mal die Verkäufer Bescheid wussten. Ich bin immer wieder gern eine Herausforderung. Ich habe alles bekommen und konnte mit großer Freude zur Deutschen Post AG fahren, um meinen Urlaubsantrag zu stellen. “Wir brauchen das 5 Tage im Voraus.” Wie unflexibel ein Unternehmen heutzutage noch sein kann, sehr erstaunlich. Hat das etwas mit der Monopolstellung zu tun?
Jetzt sind meine Vorbereitungen für den morgigen Tag schon voll im Gange. Ich gebe mir größte Mühe, dass es gut wird. Meine Vorfreude steigt mit jeder Minute…

Soeben kracht es laut in der Küche und ich muss schnell nachsehen.
Zum Glück ist nichts Schlimmes vorgefallen. Meinen Wasserkocher stelle ich aus Vorsicht ja nicht mehr auf die Herdplatte. Unverzüglich werde ich mich nach Herne begeben. Ich denke, Josephine freut sich wieder wahnsinnig, mich zu sehen. Nein, Fitness-Studio und Kickboxen soll auf dem Programm stehen.
Irgendwie muss der Winterspeck runter!

Von Tina bin ich gerade sehr enttäuscht. Vielleicht hat dir dein Pap schon davon berichtet. Ich dachte, diesmal wollen wir unsere Abmachnug wirklich einhalten. Irgendwie sehr schade, dass es nicht geklappt hat. Jetzt kann man höchstens versuchen, den Traum zu reparieren.

War toll, 80 Minuten in der Badewanne zu bringen und dabei prima unterhalten zu werden. Vielen Dank dafür. So in der Form hatte ich es lang nicht mehr, also das Gefühl der Geborgenheit. Ich bin sehr gespannt auf die bald folgenden thüringenischen Kochkünste unsererseits. Ob ich es wohl schaffe, viel beizusteuern? Du hast mich echt in eine sehr angenehme Gemütsphase versetzt.

Meine derzeitige Gemütslage ist für mich der Grund die neue Kategorie “Wohlbehagen” einzuführen, um den tristen Alltag zu ergänzen und diesen Blog vor der Stagnation zu bewahren.

Heute freute ich mich als ich kurz vor 12 aus dem Schlaf tauchte. Mein erster Blick aus dem Fenster ließ meine Augen groß werden. Was ich sah, war Schnee. Also Schnee der sich durch die Erdanziehung auf dem Boden bewegte. Dieses Spektakel hat man in Hagen nicht alt so oft. Nun bin ich schon 2 Stunden am Fenster und begeistere mich immer mehr für dieses Naturereignis. Ich finde es nur sehr schade, dass die gelandeten Kristalle nicht länger als eine Millisekunde als Schnee sichtbar sind.
Kein Krümel bleibt liegen :(

Ich bin sehr gespannt wie sich diese Tatsache weiterentwickelt. Nun werde ich mich erstmal der Wirtschaft und Physik widmen…

Am Samstag fand die Geburtstagsfeier von Andreas auf meinen Terminplaner. Außer mir sollten auch noch andere den Kiefernweg finden. Gegen 8 Uhr war ich in Gevelsberg am Hauptbahnhof mit Lars verabredet. Gemeinsam wollten wir dann die weitere Fahrt antreten. War ein sehr amüsante Fahrt.
Dort angekommen, bekam der Gastgeber einen Lachanfall als er uns sah. Eine tolle Begrüßung. Mein kreativ umhüllte Weinflasche sorgte für allerhand Aufregung und Diskussion. Weil die meisten Leute sich gegenseitig nicht kannten, war die Stimmung am Anfang nicht sonderlich berauschend. Das hielt nicht lang an und dann wurden erste Weinbrand gemeinsam getrunken.
Ich führte anfangs sehr tolle Gespräche und unterhielt die Leute ganz gut. Je weiter der Abend fortschritt, desto mehr Zeit verbrachte ich draußen im Regen – zum Nachdenken. Es war ein wertvoller Abend. Spät am Morgen verfrachteten wir uns dann gegenseitig ins Bett. Andreas und ich nervten die anderen dann noch mit unserem lauten Gesprächen, aber da muss man durch als Auf-einer-Party-schlafender-Mensch.
Der nächste Morgen kam schneller als man sich einmal im Bett drehte. Der Sonntag war sehr gemütlich und ich fühlte mich in der Umgebung ziemlich wohl. Gefallen habe ich an einem Nokia-Klingeltön, der ein tolles Kinderlachen vertont, gefunden. Vielleicht kann ich das ja wieder hören. Ich bin sehr gespannt auf den 07. März.
Später schauten wir noch “Butterfly Effect”. Der Film hat mich wirklich umgehauen. Ich war und bin begeistert. Als ich über mein Empfinden erzählte, kam mir folgendes entgegen: “Wie viel Müll kann man eigentlich erzählen, nur um seine Stimme zu hören?” Daraufhin war ich ziemlich vom Hocker. Daraufhin folgte noch die schlimmste aller Verabschiedungen: Keine Verabschiedung. Das rundete mein Bild über die Person ab. Man kann von einer 10er-Skala vom Fullhouse ganz schnell gegen 0 fallen. Wie mans macht, kennen die Mädels aus der Tonne auch ganz gut.

“Sie sind also die Polizei in Hagen. Toll, Sie kennenlernen zu dürfen.” Ich bin mir nicht ganz sicher, was ich von der heutigen Aktion halten soll.
Ich war gerade einkaufen und kam mit dem Auto wieder nach Hause. Als ich das Auto parkte, fuhr ein Opel der Polizei vorbei und drehte. Natürlich hielten sie hinter mir und wollten mich kontrollieren. Das volle Programm – vor der Haustür. Ich musste die ganze Zeit grinsen, wahrscheinlich dachten sie deshalb, ich habe Drogen oder Alkohol konsumiert.
Gibt es für die Polizei in Hagen nichts Wichtigeres als mir die Zeit zu stählen? Ich glaube schon, denn meist, wenn man sie braucht, sind die tollen Beamten nicht da. Auch, wenn sie einen schlechteren Ruf haben als Realität ist. Auf der anderen Seite ist es vorbildlich Verdächtige wie mich vor einer Tat auszusortieren. Ich behaupte trotzdem, dass bei den Türken ein paar Straßen weiter mehr rauskommt…