Gestern war der große Tag. Seit langer Zeit konnte ich nachts nicht mehr schlafen und war voller Vorfreude schon auf diesen Mittwoch eingestellt.
Ich fuhr am Nachmittag geschwind nach Herne und besuchte nach kurz Stopp in einem Einkaufszentrum die Katharina. Wir wollten gemeinsam in gemütlicher Umgebung zu Abend essen. Ich habe einen leckeren Sauerbraten vorbereitet. Wir machten dann noch zusammen ein paar Klöse und eine köstlichen Salat mit besonders leckeren Dressing. Das Essen war eine großes Event für meinen Gaumen, sehr zufriedenstellend. Ich bin sogar leicht begeistert.
Nach dem Dinner fingen wir uns im Gespräch fest und verpassten fast die restzeitige Fahrt zur Nachspeise – dem Planetarium Bochum. Leicht gehetzt kamen wir pünktlich auf die Minute doch noch an. Es waren wirklich schöne Sternklänge. Musik, bei der man sich wirklich hat gehen lassen. Zurücklegen und genießen. Katharina und ich waren sehr angetan.
Im Anschluss fuhren wir nochmal zu Kathi nach Hause, um ein Glas Wein zu trinken. Auch lecker. Wir konnten noch schön plaudern. Kurz vor elf wurde ich dann ganz freundlich rausgeschmissen. Ich hätte dir gern noch bei deiner Geschichtshausaufgabe geholfen, aber dafür hatte ich nicht die notwendige Muse. Es war ein toller Abend – mit dir und dem Planetarium. Ich glaube, mein Herz ist richtig aufgegangen…

Später fuhr ich mit leeren Tank nach Hagen und rollte mit Stotterschritt auf dem letzten Drücker zur Tankstelle. Ich war dann noch kurz zu Hause und polierte die Wohnung. Mein Kochexkurs hatte zahlreiche Hinterlassenschaften. Die Wohnung war nach intensivem Putzen wieder frisch. Ich konnte nun die Fahrt nach Dunkeldeutschland anstreben. Eigentlich ist es das „Grüne Herz Deutschlands“, aber davon wissen die meisten Bürger aus NRW nichts. Nun standen etwa 4 Stunden Fahrt vor mir. Es war 0 Uhr – los gings.
Die Fahrt war ein Traum. Ich hatte das Gefühl, dass keiner außer ich unterwegs war. Ohne Verkehr konnte man sehr gelassen das Auto rollen lassen. Gegen halb vier wollte ich dann in Jena bei McDonalds etwas Essen und Trinken. Leider hat es die Fast-Food-Kette dort nicht nötig, ihre Kunden zu bedienen. Es war geschlossen, so fuhr ich also fröhlich weiter ins Thüringer Vogtland. Gegen halb fünf Uhr morgens räumte ich noch in Ruhe mein Auto aus und kam dann kurz vor sechs auf der Couch zur Ruhe, natürlich nur mit WDR-Fernsehen im Hintergrund.