Ausgeschlafen begann der Tag. Das Ziel war meine Stadt.
Als erstes stand Jürgen in meinen Kalender. Wie geplant trafen wir uns zum Mittagessen in der neuen Kantine der AGK. Die Atmosphäre war toll. Und die Gespräche enden wie vor einem Jahr immer im nichts. Aber wir verstehen uns.
Meine Haarpracht ist in den letzten Wochen ziemlich gewuchert. Aus diesem Grund habe ich mir einen Friseurtermin bei meiner Lieblingsfrisösin gemacht. Du hast dein Leben in den letzten Monaten mächtig umgekrempelt. Leider habe ich davon nicht mitbekommen. Ein tolles Gefühl ist es jedoch, die endlich wirklich glücklich zu sehen. Dukannst dein Ergebnis nicht mit den Westdeutschen vergleichen.
Am Nachmittag wollte ich noch mit Tina „telefonieren“. Da die Kontaktaufnahme erst haperte, machte ich mich auf zu der Jenaer Universitätsbuchhandlung des Hagener Thalia-Konzern. Als ich in meinen Wirtschaftsbüchern die Zeit vergaß, scheuchte mich die unzuverlässige Telefongesprächspartnerin durch die Innenstadt. Mit angeschlagenen Knie machte es mir trotz großen Schmerzen vielen Spaß. Es war ein toller Abend, besonders im schwulen Cleanicum. Die Gespräche waren beeindruckt. Festzuhalten bleiben positive Eindrücke.
Die Heimfahrt war mit einem roten Benzinknappheits-Symbol sehr aufregend. Ich habe rund 60km mit dem Warnzeichen geschafft. Ich finde ein gutes Ergebnis! Die letzten Kilometer stieg mein Puls ins Unermessliche. Dieser Eintrag beweißt, ich habe dennoch überlebt. Langweilig war, dass ich gar keine Langsamfahrer vor mir hatte und ich mich nicht aufregen konnte 🙂

Das allgemeine Ergebnis des Ausflugs: Meine Güte, es ist so viel passiert in den Leben der mir vertrauten Personen. Erstaunlich. Langsam fühle ich mich fremd. Gut zu wissen ist, das ich mich und andere nun besser verstehen kann.