Archive for Februar, 2006

Diese Graphik steht für einen schon lang notwendigen Abschluss. Ich habe viel zu lang gebraucht, um das wirklich zu verinnerlichen. Nun ist es soweit. Ich habe die Nase voll von diesen Personen. Deren unsoziales Verhalten passt nicht in mein Weltbild, sodass sie nun explizit aus meinem Leben gestrichen werden. Gut, ich haue sie in die Tonne, aber das kommt wahrscheinlich auf dasselbe hinaus. Wobei man sie aus einer Tonne wieder rausholen könnte. Dafür ist es allerdings zu spät, ich mache nämlich einen Deckel drauf und verschweiße diesen.
Ich bin nicht besser als ihr, denn jeder hat seine Vorzüge. Der eine mehr, der andere weniger.

Heute war ein aufregender Tag für mich. Um zwölf begann der ganze Stress. Ich fuhe mit der S-Bahn nach Bochum, las meine Welt und bekam wenig von der Umgebung mit. Außer das ich plötzlich da war. Ich wollte mich in die nächste U-Bahn schmeißen, um weiter zum Planetarium zu fahren. Kurz vor Schulschluss war alles noch angenehm ruhig und leer. Im Planetarium angekommen, war keiner an der Kasse und auch niemand der Angestellten verantwortlich dafür bzw. in der Lage, mir Gutscheine zu auszustellen. Man bat mich also um Geduld.
So hatte ich Gelegenheit mir das Gebäude und die Planetarien anzuschauen. Vor dem Kuppelsaal stand ein ausgemustertes Planetarium von “Carl Zeiss West Germany”. Ich musste grinsen, als ich das las. Nun steht ein neues Brauchbares aus Jena in der Mitte.
Als ich mit Karte zahlen wollte, sagte mir die nette Dame ganz schüchtern, dass sie über kein entsprechendes Lesegerät überfügen. Mein Weg führte mich also zurück in die Innenstadt zur Sparkasse. Nachdem ich mir Bargeld verschafft habe, ging ich noch für ein paar Minuten in die Mayersche. Ein bisschen durch neue Bücher stöbern, ist immer was für mich, zumal ich für die nächste Klausur noch ein Buch kaufen wollte. Es war zwar vorrätig, mir aber für 35 Euro zu teuer. Dann bin ich lieber gleich zurück zum Planetarium gefahren.
Als ich ankam, erwartete man mich schon sehnsüchtig. Meine Frage, ob ich im Zeiss-Planetarium Bochum auch Karten für das Zeiss-Planetarium Jena erwerben kann, stieß auf große Freude. Ich war der Erste, der diese Frage stellt. Die Antwort lautet trotzdem nein. Ich habe durch diese Frage aber eine schöne Ausführung über das Konstrukt Zeiss und ins Besondere die Planetarien in Deutschland erhalten. Hochinteressant. Als Bonus habe ich dann immerhin toller Anstecker oder neudeutsch Buttons bekommen. Da geht man doch immer wieder gern im Planetarium Bochum Karten kaufen…

Meine Güte, ich werde allmählich zum chronischen Spätaufsteher. Heute war ich für 11 Uhr verabredet. Eine halbe Stunde später als geplant, wurde ich dann ganz genervt aus dem Bett geklingelt. Demé stand vor der Tür und befürchtete, dass ich ihn vergessen hab. Aber nun war er ja da und wir konnten nach einen genüsslichen Kaffee mit der Arbeit beginnen. Dabei konnte ich mit ihn erstmalig über seine Haltung zu dem Karrikaturenstreit reden. Erstaunlich, wenn ein Muslime mir zustimmt. Er findet sogar meine krasse Ausführung in diesem Blog vor einigen Tagen zu.
Unsere heutige Aufgabe wird eine Internetpräsentation sein. Ich mache, er passt auf. Dabei habe ich festgestellt wie schnell man aus seinem Trott kommt. Ich habe so viele Gedanken gehabt, die ich nur mühseelisch umsetzen konnte. Ich muss mir sogar noch einige Dokumentationen durchlesen, um die fortgeschrittene Entwicklungen verstehen zu können. Das zieht sich hin. Das Grundgerüst steht schon fast. Es bricht auf jeden Fall hin und wieder in sich zusammen. Es wird sicher noch ein langer Abend werden. Wenn etwas Ansehnliches entstanden ist, werde ich sicher an gegebener Stelle davon berichten!

Ich freue mich irgendwie schon, in wenigen Minuten Jasmin Schwiers mal wieder im TV zu sehen.

Heute ist doch Donnerstag, nicht wahr. Ich stellte die falsche Annahme erst zu spät fest. Ich bin heute drei mal zum Briefkasten gerannt und freute mich schon total auf meine Zeit. Und dann wurde ich ganz schrecklich vom gregorianischen Kalender, besonders seiner GetDate()-Funktion, enttäuscht. Nicht die Welt brach zusammen, aber ich auf dem Sofa. Die Welt hat mich dann gerettet und über den Tag gebracht. Den Nachmittag verschlief ich dann, weil das Nichtstun gerade ziemlich stressig ist.

Später habe ich mich noch zum Boxtraining raus gequält. Mit Demé wollte ich mich mal so richtig verausgaben und den Box-Club Haspe kennenlernen. War ganz interessant. Ich wurde so aktiviert, dass ich sogar zu Hause noch weiter Sport machte. Aber irgendwann können die Muskeln nicht mehr und der einzige Weg der noch bleibt, ist der ins Bad.

Chucky nervt mich irgendwie gerade. Es gibt Menschen, die machen zu viel, aber das Gegenteil finde ich teilweise noch schlimmer. Ich werde dieses Kapital nach meinem dritten Versuch, dich zu erreichen, wohlwollend mit bösen Worten wie Schlampe und Drecksau abschließen. Ich habe echt keine Zeit mehr, mich mit solchen Idioten zu beschäftigen.
Mein Dank am heutigen Mittwoch gebührt einer neuen Teddybär-Besitzerin. Du hast mich super abgelenkt. Das genüssliche Cab hat dann den schönen Abend abgerundet.

An diesem heutigen Tag habe ich Einiges geplant. Dessen Beginn war für 7:30 Uhr festgelegt. Nach einer gehetzten Tasse Kaffee ging es auch schon los. “Die Welt” schnell eingesackt, rannte ich zum Auto und fuhr in die Innenstadt. Passend zum Datum stellte ich meinen Wagen bei “Parken mit Herz” ab. Als ich dann voller Vorfreude auf verschiedene Läden zu lief, stellte ich fest, dass noch kein einziger geöffnet war. Ich schaute also an die Uhr – 9:00 Uhr. Nunja, in Hagen öffnen die Einkaufsgiganten erst um 10. Schade, denn ich wollte noch einige wichtige Einkäufe erledigen. Ich war etwa 10 Minuten unterwegs und musste direkt 1 Euro Parkgebühr bezahlen. Hagen ist dreist, aber das kenne ich ja schon. In Hektik versetzt fuhr ich eine Tankstelle an und raste zur Autobahn. Bei der Ausfahrt angekommen, stand ich gleich eine halbe Stunden dort – Stau. Danach ging es im Schritttempo weiter. Somit konnte ich dann wenigstens meine Zeitung lesen. Hatte auch was.
Ich fuhr zuerst nach Herne 1, um die verpassten Einkäufe nachzuholen. In Erwartung, dass Herne um 10 schon offene Läden hat. Dem war dann auch so. Ich bezahlte dann für 45 Minuten Parken dann satte 40 Cent. Hier macht Einkaufen mehr Spaß, muss ich sagen, jedenfalls wenn es um die Nebenkosten geht.
Dann wurde ich auf dem Weg zum Gymnasium Eikel noch eine mir sehr wichtige Karte los und konnten den Tag nun so richtig angehen. Die Führung durch die Schule war sehr interessant und aufschlussreich. Mein Fazit: Schlecht und Häßlich. Nun ja, es kann ich überall eine TüV-Schule geben. Wenigstens sah ich einige nette Menschen wieder. Ich stelle gerade fest, dass ich gar keinem zum Valentinstag gratuliert habe. Too late. Später machte ich mich dann zu Tims Mum, um dort in Ruhe meine Zeitung zu Ende zu lesen. Mein kleines Präsent wollte ich natürlich auch übergeben.
Als Tim wieder kam, war ich erstmal enttäuscht über Sandras Absage. Wenn ich ehrlich bin, hab ich keine vernünftige Antwort erwartet. Im Vergleich ist unsere diesjährige Begleitung wohl auch angenehmer und einfacher im Umgang.
Wir holten also Katharina zum gemeinsamen Valentinstrip zum Paris des Ruhrpotts, Bochum. Dort stellten wir schockierender Weise fest, dass heute gar keine Reise verlost wird. Schock. Ich wollte eigentlich sofort abbrechen und nach Hause, aber die anderen beiden überredeten mich dann doch zum Bleiben. Wir tourten durch die H&Ms, Hallhubers und Baltzs. Pausierten dann im Alex zum gemütlichen Kaffeeplausch. War eine sehr angenehme Zeit. Witzig. Kann man wirklich ein braunes Getränk erwarten, wenn man White Chocolate bestellt? Ich bin mir über die Antwort noch nicht ganz sicher.
Dann rasten wir zu Kathi, da sie noch Nachhilfe hatte. Latain ist aber auch so eine Sache. Habe mir sagen lassen, dass es sogar noch schlimmer als Russisch sei. Irgendwie kann ich mir das fast nicht vorstellen.
Im Edeka einkaufen war nicht schön. Da gehe ich echt lieber in meinen Wal-Mart, der kann mehr und sogar mit günstigeren Preisen dienen. Ich bekomme direkt Hunger, wenn ich an das im Auto vergessene Essen denke. Ich werde das wohl noch schnell holen müssen.
Tag vorbei. Viel geschafft und schöne Mails bekommen :)

Heute begann mein “Die Welt”-Abonnement. Voller Vorfreude ging ich also ausgeschlafen gegen 12 Uhr an den Briefkasten. Mit Erfolg.
Eigentlich wollte ich schon vor langer Zeit in Bochum bei der Sparkasse einen Beratungstermin wahrnehmen, aber ausschlafen tat auch mal ganz gut. Ich genehmigte mir im Anschluss ein gemütliches Frühstück und den entsprechenden Kaffee. Ein Gespräch mit Sebastian rettete die Ehre der kennengelernten NRW-Bürger und stimmte mich fröhlich auf den restlichen Tag ein.
Später führte mich mein Weg nach Herne. Ich fuhr entspannt weltlesend in den Smoglandschaft hinein. War irgendwie ein tolles Gefühl, weil ich immer wieder an meine erste Anreise in diesem Gebiet Deutschlands denken muss. Die entsprechenden schönen Erinnerungen dazu sind leider immer mehr in den Hintergrund gerückt. Tolle Fahrt. Dabei nahm ich mir direkt noch weitere Ziele meiner freien Tage.
Von Tim abgeholt, setzte ich mich mit seiner Schwester und meiner zukünftigen Frau Josephine zusammen, um uns gemeinsam ein bisschen auf Mathe vorzubereiten. Wenn sie eine ordentliche Zukunft haben will, muss es langsam klick machen. Jeder gute Willen ist verloren, wenn die damit nichts anfangen kann und will.
Nach einen gemütlichen Fernsehabend machte ich mich dann ab nach Hagen. über Dortmund ab die Post und dann in den falschen Bus. Ein Stunde Heimlaufen. Selbst schuld, aber schön. Ich muss Hagen noch von einigen Ecken kennenlernen. Irgendwann sollte ich damit beginnen.
Zu Hause spielte ich dann zum ersten Mal seit Jahren wieder Computer. Damit arbeiten machte irgendwie immer mehr Spaß, aber gelegentliche Abwechslung durch (Wirtschafts-)Simulation wird mir gut tun.

Die schreckliche Nachricht des Tages: “Morgen ist Valentinstag!”
Meine Güte, ich habe mir so viel vorgenommen für diesen Tag. Ich wollte diese Woche noch in Ruhe einkaufen, um den Tag der Herzen am Freitag zu begehen. Ich habe keine Ahnung warum, aber ich war immer der festen überzeugung, er sei erst Freitag. Leider werden nun meine entfernten Freunde aus Zeitmangel leer ausgehen. Nun werde ich meine Vorhaben wohl nur noch um ein Jahr verschieben können.

“Magst du mich überhaupt?”
Das war auch so eine Frage, Katharina. Mensch, was soll Martin denn außer ja antworten? Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass dir die Antwort nicht klar war. Aber nun haben wir das aus der Welt geschafft.

Der Samstag begann recht früh, gegen 10 Uhr stand ich zum Frühstücken auf der Matte. Tim brauchte noch ein wenig Ruhe zum Schlafen. Aber ich wollte mich so früh wie möglich mit der technischen Umsetzung eines Netzwerkes auseinandersetzen, um frei für den restlichen Tag zu sein. Vetraut man seinen Kunden, wird man oft enttäuscht. Nicht mal, das mir zugesteckte Passwort war richtig und verzögerte die Arbeit unnötig um rund 1 Stunde. Nachdem der “Fehler” gefunden war, Fortschritt wie bei einer Checkliste.
Zu Mittag aßen wir leckeren Sauerbraten, den ich dann ohne Zögern wieder auskotzte. Manchmal bleib eben das Fleisch einfach in der Speiseröhre hängen. Bevor ich ersticke, werde ich das lieber so wieder los.
Am Nachmittag fuhren Tim und ich nach Hagen. Zum Shoppen. Die schöne Hagener Innenstadt lädt ja förmlich dazu ein. Wir machten uns ein paar schöne Stunden. Gekauft haben wir zwar nichts, aber immerhin war es lustig. Im Endeffekt hatte ich sogar Kopfschmerzen von Tims sinnfreien Gelaber. Aber gut, dass kennt er auch zu Genüge von mir.
Da wir uns später noch mit Katharina zum DVD-Abend treffen wollten, fuhren wir noch in die Videothek. Ein dort getroffener Kumpel lieh dann den Film für uns aus – übrigens SAW. Da dann nicht mehr viel Zeit war, gingen wir eigentlich gleich im Gleichschritt in die Martinistraße. Herzlich empfangen, verbrachten wir einen interessanten beeindruckenden Abend. Von Kartenspielen über leckere Pizza, Pornos und “Wahrheit oder Pflicht” war so ziemlich alles dabei, was ein amüsanter Abend so braucht. Natürlich haben wir nicht vergessen, SAW zu schauen.
Irgendwann in der Nacht machten wir uns bei sommerlichen Temperaturen auf den Heimweg. Schon erstaunlich, wie schön die Zeit ohne überhöhten Alkoholkonsum sein kann.

Andreas, es tut mir sehr Leid, dass ich dich betreffend dieses Abends nicht mehr kontaktieren konnte, aber mein Handy hatte genau wie ich ein großes Problem mit der Technik, besonders der überwindung von Störungen.
Wir holen das nach, spätestens nächsten Samstag bei einem Kasten Weißbier.

Ein schönes Wochenende beginnt am Freitag.
Nach der vorerst letzten Klausur am Morgen, fiel mir ein gigantischer Felsbrocken vom Herzen. Nach circa genau 45 Minuten war die Anspannung weg. Plötzlich fühlte ich mich total leer, ohne unmittelbaren Ziel vor Augen. Ein wirklich komisches Gefühl. Der erste Schritt führte uns in die Mensa zu einem Besprechungskaffee. Wir klärten den Verlauf der vergangenen Arbeiten und stellte uns Fragen für die Zukunft. Ein wichtiger Schritt war im Anschluss der Besuch des Café Extrablatt auf dem Friedrich-Ebert-Platz. Gegen 10 Uhr genehmigten wir uns das erste Weißbier. Ein sehr angenehmes Ambiente kam auf. Irgendwie war es komisch, um diese Zeit schon so zahlreich Schulkinderchen in einem Kaffeelokal aufzufinden. Es waren zu 90% Mädels, deswegen war es nicht ganz so schlimm. Ich kam mir zwar wie ein Alkoholiker vor, so früh schon anzustoßen, aber der Tag hat es verdient. Denn es ist ein schöner Tag.
Nach einigen Stunden machten wir uns auf den Nach-Hause-Weg. Wegen leichtem Kopfkribbeln musste ich mich etwas hinlegen. Ich schlummerte also während tolle Talkshows liefen langsam vor mir her. Später machte ich mich total müde und fertig los, um wie abgemacht rechtzeitig in Herne zu sein. Seit langem mal wieder darf ich einen tollen Abend verbringen. In der S-Bahn las ich ein wenig in meiner Zeit und ignorierte durchgeknallte Punks beim Randalieren. Ich dachte mir, dass ich sowieso nicht viel machen kann, wenn sie nichtmals der bahneigene Sicherheitsdienst besänftigen kann. In Bochum angekommen musste ich wegen Bauarbeiten auf eine andere mir noch unbekannte Buslinie ausweichen. Ich hatte ungefähr eine halbe Stunde keine Ahnung wo ich bin oder hinfahre. So macht Reisen Spaß. Ich freute mich, neue Ecken des Ruhrgebiets kennenzulernen. Hab zwar schon viel schönere gesehen, aber ich bin auch nicht im Paradies. Ich finde es immer sehr erstaunlich, wie dumm die Jugend doch ist. Da frage ich mich echt, ob diese Wesen noch über ein Gehirn verfügen. Was da für Sprüche von sich gelassen oder Passanten angepöbelt werden, kennt keine Grenzen. Ich strebe eine Zwangseinweisung aller Hauptschüler an. Wie kann man nur so menschenverachtend sein, wenn man sich selbst als ein solchen sieht? Und wahrscheinlich auch noch als besonders Geilen.
Etwa 20 Minuten später als geplant, kam ich wohlbehütet an. Es ging direkt zum wichtigsten Teil des Tages über, dem Abendessen. Ziemlich gehetzt wollte Tim dann sofort zu Harke, um die Stimmung durch erhöhten Alkoholkonsum zu erhöhen. Nicht mit Martin. Nach den ersten paar Schritten, fiel mir ein, dass ich meine Wasserflasche vergaß. Das darf nicht sein, wenn es keine antialkoholischen Getränke gibt. Also zurück. Der zweite Anlauf folgte. Auf halber Wegstrecke fasste ich mir in meine Jackentasche. Es fehlte natürlich wieder etwas. Es war das für diesen Abend so wichtige persönliche Genussmittel. Eine Zigarre aus Polen. Nein, Quatsch, ich mag Independence. Ich konnte Tim zum Umdrehen überreden. Das hob die Stimmung auch schon ohne jeglichen Prozente. Jedenfalls bei mir, ich glaube, mit dieser meiner erstaunlichen Ruhe bringe ich die Menschen in den Wahnsinn. Den meisten Lesern wird diese Tatsache bekannt sein. Ich grüße euch hiermit und versichere, ich bin immer noch total relaxt.
Als wir bei Harke und Co. ankamen, kam mir nach dem öffnen der Tür nur eine sehenswertliche Rauchwolke entgegen. Im Chor erlang dann “Anzeige!”. In Andeutung an meine damalige Konversation mit den Herner Türstehern, ist dieses Wort mit dazugehörigem Handzeichen wohl zum Kult herangereift. Zwar enttäuschte ich sofort mit meinem Vorsatz, nur wenig Alkohol zu trinken, aber mein Ich wird mir es danken. Die Atmosphäre war sehr wohlwollend. Leider waren Tim und Ich etwa 2 Stunden zu spät. Wir machten uns als unheimliche Toastbrot-Gang sofort auf den Weg zur Vorabi-Party. Das Benehmen bestimmter 22-jähriger junger Männer fande ich zwar unter aller Sau. Jedoch kennt man das ja von der “Herner Jugend” nicht anders. Das soll nicht als Pauschalisierung wirken, sondern eher an denselbigen Spruch erinnern.
Dort angekommen fühlte ich mich direkt richtig. Ich konnte die mir bekannten Türsteher nur noch auslachen, aber da folgte später noch mehr. Ich nahm mir vor, die Feierlichkeit aus besonnenem Blickwinkel hauptsächlich zu beobachten. Ich tanzte, trank hier und da schlechte gemixte Drinks – verbrachte einen ruhigen warmen gelungenen nüchternen Abend.
Was war bloß mit Steffi los? Warum hast du mir ständig in den Magen geschlagen oder mir Arschtritte gegeben? Teilweise dachte ich, mein Magen muss sich dadurch oral entleeren. Die Rache kommt bestimmt. Werd mal ein ernstes Wort mit Bevollmächtigten reden müssen.
Der Freitag wirkte zusammengefasst wie eine Erkenntnistour. Erkenntnis steht äquivalent für Wiedererinnerung und davon hatte ich einige. Sogar greifbare. Bereits zur Anreise begegnete ich Nicola (*grins*), später folgten Christina (“Hi.”) und verblüffenden ähnelnden bekannter Menschen. Sogar die werdenden Frauen von Schwimmbadbesuchen des letzten Jahr waren anwesend und lächelten heiter wie ich durch die Gegend. Als mich ein Mädel ansprach, dachte ich, mir steht Jenny gegenüber. Der Wahnsinn, daraufhin musste ich mich erstmal setzen. Wenig später folgte der Grease-Soundtrack und der nachdenkliche Martin war fertig. Ich konnte kaum noch klar denken und war versunken. Nun war ich damit beschäftigt, ausschließlich die Leute zu beobachten. Küsse, Streit, Schläge, Fälle. Besoffene heitere oder ernste traurige Menschen. Dazwischen gab es wenig.
Kurz vor vier war die Veranstaltung dann eigentlich beendet. Die letzten Durchgeknallten rockten die Tanzfläche. Martin versuchte, den gut gelaunten Tim nach Hause zu bewegen. Der Heimweg pausierte dann noch kurz beim Dönermann um die Ecke. Mehr gab es nicht. Gute Nacht.

Ich nahm mehr mit als bei meiner letzten Anwesenheit. Das ist besser so. Beweist erneut die Richtigkeit meiner diesjährigen Vorsätze.

Ich finde es gut, dass Nordrhein-Westfalen unter einer CDU/FDP-Regierung endlich wieder die Chance bekommt, sich zu verbessern. Das einstige Vorbild für Industrie und Wirtschaft will in den nächsten Jahren zurück an die Spitze Europas. Unter der Führung von Dr. Jürgen Rüttgers kann das auch gelingen. Vorgestern sprach er in Essen über die Zukunft der Metropole Ruhr. Als entscheidenden Punkt der kommenden Zeit hat er Bildung genannt. Bildungschancen für jeden Bürger. Schon witzig, dass tausende Lehrer zur Verbesserung der Schulbildung eingestellt wurden und auch noch weitere folgen werden und dann gewisse Leute doch das Gegenteil behaupten. Verbesserungen spürt man nicht von heute auf morgen.

Auf den Weg nach vorn muss jeder mithelfen. Kritik bringt nichts, wenn man selbst nichts verbessern kann.

Eigentlich wollte ich mich schon vor einigen Stunden in den Schlaf wiegen. Eine überwältigende Aufbruchstimmung hält mich mit bravour davon ab.
Ich nutze die Zeit zur Planung der nächsten Wochen. Endlich kann weiter als bis zur nächsten Klausur gedacht werden. Leider passt es nicht immer so wie ich mir das vorstellte. Okay, Abstriche sind nicht nur in der Politik notwendig. Dafür werden Akzente gesetzt, die ich gut finde. Eigentlich liebte ich es total, ausschließlich spontan zu leben. Das möchte ich, soweit möglich, wieder aufleben lassen.
Morgen nach dem Frühstück sieht die Welt schon ganz anders auf. Ist witzig, dass ich dieses Jahr bisher ausschließlich für das Studium genutzt habe, es wird Zeit zum Leben.