Der Samstag begann gemütlich. Nachdem ich exzessiv ausschlief und mir einen intensiven Fernsehnachmittag , erreichte mich ein Anruf.
Nach Good Will Hunting machte ich mich frohen Mutes auf zum mittleren Ruhrgebiet. Was folgte, waren pure Enttäuschung und eine krassive Abstandshaltung zu meiner eigentlichen Lieblingsstadt Bochum. Ich wollte nur ein Zusatzgerät zu meinem Mobiltelefon erwerben. Es war kurz nach 6pm. In jeder normalen Großstadt haben die Läden der Innestadt bis 20 Uhr geöffenet. In Hagen und Bochum gilt das nicht, Herne macht wahrscheinlich an einem Samstag gar nicht auf. Ich wurde vorgeführt. Nichtsmals die beste Infrastruktur Europas funktionierte. Bahnen hatten Verspätung und falsche Haltestellen wurden angesagt. Mein Puls wahr auf 200. Dannverspätete sich auch noch mein persönlicher Abholservice. Die Trauer war enorm. Als ich die Fahrerin und Beifahrer sah, erfreute mich es schon sehr. Als wir bei Katharina waren, brauchte ich noch einige Minuten, um meinen Stimmungspegel wieder auf Vordermann zu bringen. Es hatte wahrscheinlich mit den Personen zu tun, jedenfalls haben diese positiv dazu beigetragen.
Der Bowling Treff Bochum war langweilig. Tim gewann immer. Kathi und ich stritten knapp um den zweiten Platz. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gewann unsere weibliche Begleitung sogar, jedenfalls in meinem Herzen.
Nach 60 Minuten Kugelnschmeißen fuhren wir zu Tim, um den Abend ausklingen zu lassen. Obwohl ich Tanzen präferiert hätte, endete der Abend nach einer Stadtrundfahrt in der Verbindungsstraße. DSDS stand im Programm von Katharina, wir durften mitschauen. Mich interessierte as Ergebnis auch, trotz das Anna-Maria Zimmermann schon länger nicht mehr dabei ist. Das Voting Deutschlands erstaunte.
Aus diesem und anderen Gründen benötigte ich danach noch einen Spaziergang durch den Park. Welcher in Herne gar nicht so leicht zu finden ist. Ich begleitete Tim zu seiner Saufparty, aber schlug den Weg rechtzeitig wieder um. Nachdenken ist toll. Aber nun nur über die aktuelle und zukünftige Geschehnisse.
Ich schaute noch die Freitag Nacht News, Katharina weiß davon, und wartete auf Kollege Eggert. Der Saufkompane erreichte sein Ziel mit 9,8 Promille gegen halb fünf. Deine Mum und Dirk hättest du wegen der Bettwäsche um diese Zeit aber nicht mehr aus dem Schlaf reißen müssen! Nach dieser Aufregung ruhten wir bis 8:00 Uhr. Der Kuck-kuck meinte, dass Tim sich um sein Referat kümmern sollte. Ich meinte das auch, aber wollte weiter schlafen.
Halb zehn standen wir doch beide recht fit auf den Beinen. Wenig später machte ich Tim für eine andere wichtige Person frei. Lach ruhig, wenn du das jetzt liest!
Nachdem ich bei trüben Himmel losfuhr, erreichte ich Hagen mit 10° Grad und strahlend blauen Himmel. Endlich im schönen Hagen. Ich freute mich wirklich, wieder hier zu sein.