Die Nacht war sehr kurz. Wie geplant bin ich zu Jürgen gefahren. Erst haben wir ernsthaft die Wirtschaft unterstützt und sind fließend an den Stammtisch übergegangen. Nebenbei spielten wir uns Dart. Politik, Wirtschaft und das [kranke] System beschäftigte uns bis genau 04:37 Uhr. Da fragte ich zum letzten Mal nach der Zeit und wollte eigentlich nur noch schlafen.

Ich war schon vor dem Wecker munter, der klingelte dann trotzdem kurz nach acht Uhr. Zähne schruppen und Kaffee trinken, was die eigentliche Wirkung von Zahnpasta sofort wieder aufhebt. Dem Gewissen tuts auf jeden Fall gut. Kurz nach neun traten wir endlich die fahrt gen Russland an. Bei Chemnitz machten wir dann halt und ich versuchte uns durch die Stadt zu lotsen. Nachdem wir den richtigen Abzweig verpassten, fanden wir uns gar nicht mehr zu recht. Die ganze Sache gestaltete sich zunehms problematisch. Nach fast einer Stunde Irrfahrt fanden wir dann doch noch zum Ziel: Technische Universität Chemnitz. Dort finden an diesem Wochenende die diesjährigen „Chemnitzer Linux-Tage“ statt. Wir schauten uns um, gewannen viele Eindrücke. Die Vorträge und Live-Vorstellungen vieler Systeme war hochinteressant.
Fazit: Es gibt noch immer keine Konkurrenz für Microsoft-Produkte. Das ist sogar den eingefleischten Linuxern klar. Sie arbeiten zwar daran, aber kommen wahrscheinlich nie ran. So jedenfalls ein Redner der RWTH Aachen. Nach 8 Stunden Universitätsleben fuhren wir in Richtung Heimat.
Bei Jürgen angekommen, machte ich mich gleich auf die Weiterfahrt nach Hagen. Für diesen Abend hatte ich noch ein Treffen geplant. Ich kam wunderbar voran. Teilweise konnte man mit 170km/h schön die Landschaft genießen. Ein Anruf verdorb dann irgendwie die bisher so traumhaften Tag. Das Treffen wird nicht stattfinden. Sofort habe ich abgebremst und bin mit gemütlichen 100km/h weitergeduggelt. In Hagen räumte ich mein Auto in Ruhe aus und legte mich auf meine Couch. Neben dem Fernsehen bin ich dann angeschlafen. Nach dieser Tageszeit-Korrektur bleibt nur zu sagen, dass dieser Tag toll war.
Nun bin ich wieder im Ruhrgebiet und lasse mich faszinieren…