Archive for März, 2006

Zusammengefasst: So könnte ein Freitag immer werden.
Obwohl ich in der Nacht schlecht schlafen könnte und erst gegen 2 Uhr ins Bett kam, klingelte der Wecker kurz nach 6 Uhr. Da ich einen festen Plan vor Augen habe, sprang ich aus dem Schlaf sofort in die Wanne. So ein morgendliches Bad ist sehr angenehm. Wenige Minuten nach um sieben fuhr ich nach Herne. Denn um pünktlich zu sein und die täglichen Staus zu überwinden, wollte ich rechtzeitig losfahren. Obwohl es einige verkehrsbedingte Verzögerungen gab, konnte ich 8 Uhr Menschen zum Staunen bringen und Tim aus dem Bett schmeißen.
Da die Stimmung noch nicht so gut war, ging ich dann mit Susi ein paar Meter durch die Natur, sofern es die im Ruhrgebiet überhaupt gibt. Dieser Spaziergang dauerte trotz sibirischer Kälte durchgefrorene 40min. Nach dem Frühstück machte ich mit Tims Mum ein wenig Word und Excel. Der Rest war quatschen, lesen und fernsehen.
Am Abend war es soweit. Nach viel zu langer Zeit konnte ich meinen Lieblingsverein endlich wieder live beim Fußballspielen beobachten. Der FC Carl Zeiss JENA war zu Gast in Wattenscheid. Das Stadion war unangenehm leer. Nachdem das Spiel angepfiffen war, verließen auch immer mehr Bochumer den Schauplatz Jenenser Fußballs. Zwar gingen die Schiedsrichterentscheidungen, wie immer in NRW, meist zu Gunsten der Heimmannschaft, aber der FCC konnte spielerisch mit einem 3:0 die angereisten Fans jubeln lassen.
Es war Schweinekalt, gefühlte -100°C, die Stimmung trotzdem eine Klasse für sich. Wahrscheinlich wollte der Verein Tim einfach für seinen Besuch danken.
Nach diesem Tagesevent wollte ich mich durch rhytmische Bewegungen zu modernen musikalischen Schwingungen wieder aufwärmen. Ich traf mich mit Katharina und ihren Freundinnen. Wie verabredet, stießen wir auf die Tanzfläche. Es war mir eine große Freude. In ein so bezauberndes Lächeln zu schauen, ließ sogar meine Knieschmerzen unterdrücken. Die Zeit war echt toll.
Zu Hause angekommen, endete dieser Tag wie er begann – im Bett. Ich dachte über einige Menschen nach, die nicht in mein Weltbild passen. Manchmal tut das richtig weh, vor allem, wenn man über Verstand verfügt.

Lehret wie du ein zahl zweyfaltigen solt.

Thu ihm also:
Schreib die zahl vor dich mach ein Linien darunter heb an zu forderst Duplir die erste Figur. Kompt ein zahl die du mit einer Figur schreiben magst so setz die unden. Wo mit zweyen schreib die erste Die ander behalt im Sinn.
Darnach duplir die andere und gib dazu das du behalten hast und schreib abermals die erste Figur wo zwo vorhanden und duplir fort bis zur letzten die schreibe ganz auf.

Adam Riese

Es ist besser, das Alte mit Stumpf und Stil auszurotten, als ewig zu flicken und nie ein vollkommenes Ganzes zustande zu bringen.

Es gibt Fragen im Leben, oftmals durch andere Menschen hervorgerufen, bei denen es besser ist, gar nicht erst nach Antworten zu suchen. In den meisten Fällen gibt es einfach keine oder Ausreden verschönern das eigentliche Bild. Ich habe in der letzten Zeit gelernt, sehr konsequent auf vorgefallene Dinge zu reagieren. Es klappt gut, muss ich sagen.
Akzeptieren – Tolerieren. Weiter im Leben. Denn es ist zu kurz, um ständig nach Hinten zu schauen. Wobei Nostalgie und Erinnerungen natürlich nicht wegfallen sollten.

Vor dem Aufstehen
Die letzten Tage habe ich mich intensiv auf die Wirtschaft vorbereitet. Die Feststellung, wie gut mir das gelungen ist, fand heute statt. Ich behaupte, dass ich auf jeden Fall bestanden habe. Alles, was darüber ist, liegt über mein Semesterziel. Nehme ich natürlich trotzdem gern hin.

Vormittag
Im Anschluss führte ich ein paar Telefonate, die mir eine Menge Arbeit aufgeholzt haben. Nun gut, dafür bin ich Martin. Muss ich wohl durch.

Nachmittag
Mittag fuhr ich nach Herne. Auf dem Weg über Bochum konnte ich auch gleich meine neue Sparkasse besuchen. Bin nun Mitglied im lokalen Sparkassenverein. Mit Tim beanspruchte ich nach einem ruhigen Kaffee-Plausch ein wenig die verschiedenen Muskeln des Körpers, ins Besondere ging es um meinen.

Abend
Nach dem Training – Achtung – traf ich mich mit Katharina. Wir wollten zusammen an ihrer Facharbeit arbeiten. Zwar über Umwege – Herne 1, Cafe del Sol – aber immerhin haben wir eine Menge geschafft. Ich hoffe, es hat dir geholfen. Wir haben das Tagesziel erreicht, würde ich behaupten. Die Sache mit deiner Uhr will ich jetzt mal außer Acht lassen! Wenn ich an das Darüberhinaus denke, komme ich sowieso nur wieder ins schwärmen…;)

Nacht
Meine Flexibilität ist durch die Bahn bekanntlich sehr eingeschränkt. Ich forderte das heute Abend noch so richtig raus. Da ich große Freude am Spazieren fand, habe ich irgendwie jeden Bus oder die Bahnen knapp verpasst. Ich weiß nun, dass bei der Kaufland-Werbung in Witten die Lichter genau um 0:00 Uhr ausgehen. Toll, oder? Und in Dortmund ist zu später Stunde das Pressefachgeschäft gemütlich leer. Nach 3 Stunden aufregender Wanderungen durch das Ruhrgebiet, habe ich nun nach Hause gefunden.

Physik und Umwelt 1 – so stand es auf dem Prüfungsplan, der für heute ins Audimax einlud. Nach 4 Wochen “Semesterferien” sind erstaunlich viele Studenten meines Fachbereichs krank gewesen. Der harte Kern versuchte sein Glück. Wobei es für mich gar nicht so einfach war, pünktlich zu kommen. Wie gehabt bin ich zu spät los und mein Auto war komplett zugeschneit und total vereist. Mit leicht gestiegener Herzfrequenz rannte ich also um das Vehicle und versuchte, die Fenster grob frei zu bekommen. Ich erreichte dann zum Glück doch noch rechtzeitig die FH und konnte in Ruhe meinen Platz suchen.
Nun ja, in einem halben Jahr kann ich die Klausur nochmal versuchen :)

Eine Matheaufgabe von einem der genialsten Professoren der Welt:

Aus einem Weinfass (75l) wird eine Kelle Weißwein (0,2l) in ein Rotweinfass (50l) gekippt und gleichmäßig verrührt. Von dem verdünnten Rotwein wird anschließend eine Kelle voll in das Weißweinfass zurückgegossen. Ist nun mehr Rotwein im Weißweinfass oder mehr Weißwein im Rotweinfass?

Die Antwort auf die Frage lautet: Das Verhältnis ist gleich. Warum?
“Ich kann Ihnen das nicht erklären, denn ich kann ja auch nicht in Ihren Kopf hineinschauen. Vielleicht müssen Sie die beiden Fässer austrinken, um das zu verstehen.”

Wer Martin kennt, hat die Welt verstanden.

Sicher ein Kompliment, was man nicht alle Tage bekommt. Mir ist, außer “Ich liebe dich”, noch nichts Vergleichbares unterkommen. Wobei untergekommen dem Zitat angemessen abgehoben klingt, ich es dennoch nicht gut finde. Ich möchte lieber “begegnet” stehen lassen.
Was lernen wir daraus? Erfahrung und schöne Erlebnisse sind nicht vollendbar. Jeder Mensch kann dich selbst bereichern, also lern ihn kennen!

Hach ja, Katharina, war das wieder schön…
Habe ich schon erzählt, wie gern ich Gerüchte habe? Süß, was sich Leute so einfallen lassen. Leider dringt immer nur so wenig zu mir durch. Ich grüße dazu ganz herzlich meine Freunde aus Herne :)
Die Richtigen werden sich angesprochen fühlen!

…was man gerne liest?

Hi Schätzchen!
Na, wie geht es dir? Wollte dir sagen, dass ich deinen schönen Brief erhalten habe, aber ich gar keine Zeit habe, um zurück zu schreiben! Bin viel am lernen und muss ständig Berichte schreiben. Sorry! Was machst du so?! Ruf mal an wenn du Zeit und Lust hast!

Was wäre die Welt ohne dich? Für mich nicht viel. Die interessantesten und lustigsten Gespräche führe ich meistens mit dir!

Jedenfalls werde ich mit ruhigen Gewissen einschlafen können. Jeder bekommt eine reale Chance.
Es sollte aber bald jemand in mein Leben treten, wer mich komplett aus der Bahn wirft und alle Vorstellungen neu orientieren lässt. Mal sehen, wo dann alles Geplante liegt…
Ich lehne mich einfach in meinem Sessel zurück und lasse mich überraschen, was kommt! Und wer mich nicht kennenlernen will, ist selbst Schuld. Ist keine Einbildung, sondern war ein Zitat :)

Nachdem ich mich heute Morgen schon halb elf aus dem Bett quälen musste, machte ich mich durch den Schnee. Ich stöberte also – endlich wieder in uncoolen Winterschuhen – durch die Türkei zum Hauptbahnhof.
Im Zug erlebte ich die Bestätigung wohl aller Vorurteile gegenüber Ausländern. Ich musste an die Konzentrationslager der Vergangenheit denken und fand deren Grundgedanken gar nicht mal so schlecht. Ohne ein bestimmtes Volk zu diskriminieren, finde ich es gut, wenn man sich in einem gastfreundlichen Land wie der Bundesrepublik gemäß deren Kultur- und Sozialauffassung benimmt. Ich finde es toll, nie in der Türkei gewesen zu sein und so schnell kriegt mich keiner hin.

Am Nachmittag habe ich der mathescheuen Josephine Aufgaben für ihre Arbeit besprochen. Du kannst es doch – mach endlich was drauß! Du hast keine Zeit, dein Leben zu verschwenden. Reg’ dich nicht wieder auf, an dieser Stelle etwas über dich zu lesen, freu dich lieber über diese positive Aussage.
Das spätere Einkaufen mit Tim war witzig. Güte Gott, wir haben die Komik erfunden. Wir haben Meike getroffen. In Anlehnung ihres tollen T-Shirts: “Guten Tag”. Ich musste einfach an Wir Sind Helden denken – will endlich wieder auf ein Konzert! In Jena war das einfacher, auch mal ohne viel drum rum. Meike erinnerte mich an Steffi, wir haben uns, glaube ich, über sie unterhalten. Ich möchte bald wieder mit dir telefonieren! Deinen Tim vermisse ich auch schon ganz schrecklich.

Die Heimfahrt erlebte ich mit schrecklichen erwachsenen Mädels. So fett wie die McDonalds-Fleischlieferung beurteilten sie jede vorlaufende Person. Auf ihre eigene Frage, wie denn ihr Traummann aussehe, wollte ich eigentlich nur antworten: “Euch will sowieso keiner haben. Werdet lieber so toll wie ihr euch fühlt!”
Das Magazin, meiner Lieblingslektüre, ZeitWissen hat mich fasziniert. Der Titelartikel der aktuellen Ausgabe kann prägen. Ich finde die Eindrücke recht gut. Entscheidungen der Zukunft können auch mal von einer ganz anderen Seite angegangen werden. Obwohl ich einen Link zur kostenfreien Onlinelektüre platziert habe, kauft euch lieber die Zeitung. Es lohnt sich.

Nächste Woche ist Anstoß in BO-Wattenscheid. Meine Freunde des FC Carl Zeiss JENA treten den Weg in das gefürchtete Ruhrgebiet an. Lasst dieses Spiel bitte nicht ausfallen. Ich freue mich drauf. Und außerdem ist der FCC sonst (gefühlte) 5 Wochen ohne reguläres Spiel auf Platz 4 der Liga geblieben…:)

Als ich nach Hause kam und nach wenigen Physikminuten sowie gravierenden Heizungsproblemen den Rechner anschaltete, sah ich meinen Hintergrund. Ich freute mich: “Ein schöner Desktop”! Veränderung lohnt sich…

Jetzt tanze ich, wie mit Jacqueline vor fast einem Jahr, zu einer “Geile(n) Zeit”!
Und wisst ihr was? Ich lächle.

Ich habe einen neuen Desktophintergrund. Für mich war dies nach über 2 Jahren ein wichtiger Schritt, aber wenn ich schon losgehe, dann auch in die richtige Richtung.
In den letzten Tagen habe ich mir grundsätzliche Fragen gestellt und tatsächlich beantworten können. Das Ergebnis meiner Gedanken wird demnächst auf dieser Seite zu lesen sein. Jetzt weiß ich, dass ich zu meiner Mülltonne stehe, es bedacht öffentlich wurde und ich nun über ein neues konsequentes Denken-Sagen-Handeln-Miteinander verfüge.
Vielen Dank für alles negative Einwirken, jetzt habe ich die Schnauze voll!

Für jeden, der nichts mit dem Bild anfangen kann. Es handelt sich hierbei um ein Foto aus der Hagener Innenstadt, dem Friedrich-Ebert-Platz.