Zusammengefasst: So könnte ein Freitag immer werden.
Obwohl ich in der Nacht schlecht schlafen könnte und erst gegen 2 Uhr ins Bett kam, klingelte der Wecker kurz nach 6 Uhr. Da ich einen festen Plan vor Augen habe, sprang ich aus dem Schlaf sofort in die Wanne. So ein morgendliches Bad ist sehr angenehm. Wenige Minuten nach um sieben fuhr ich nach Herne. Denn um pünktlich zu sein und die täglichen Staus zu überwinden, wollte ich rechtzeitig losfahren. Obwohl es einige verkehrsbedingte Verzögerungen gab, konnte ich 8 Uhr Menschen zum Staunen bringen und Tim aus dem Bett schmeißen.
Da die Stimmung noch nicht so gut war, ging ich dann mit Susi ein paar Meter durch die Natur, sofern es die im Ruhrgebiet überhaupt gibt. Dieser Spaziergang dauerte trotz sibirischer Kälte durchgefrorene 40min. Nach dem Frühstück machte ich mit Tims Mum ein wenig Word und Excel. Der Rest war quatschen, lesen und fernsehen.
Am Abend war es soweit. Nach viel zu langer Zeit konnte ich meinen Lieblingsverein endlich wieder live beim Fußballspielen beobachten. Der FC Carl Zeiss JENA war zu Gast in Wattenscheid. Das Stadion war unangenehm leer. Nachdem das Spiel angepfiffen war, verließen auch immer mehr Bochumer den Schauplatz Jenenser Fußballs. Zwar gingen die Schiedsrichterentscheidungen, wie immer in NRW, meist zu Gunsten der Heimmannschaft, aber der FCC konnte spielerisch mit einem 3:0 die angereisten Fans jubeln lassen.
Es war Schweinekalt, gefühlte -100°C, die Stimmung trotzdem eine Klasse für sich. Wahrscheinlich wollte der Verein Tim einfach für seinen Besuch danken.
Nach diesem Tagesevent wollte ich mich durch rhytmische Bewegungen zu modernen musikalischen Schwingungen wieder aufwärmen. Ich traf mich mit Katharina und ihren Freundinnen. Wie verabredet, stießen wir auf die Tanzfläche. Es war mir eine große Freude. In ein so bezauberndes Lächeln zu schauen, ließ sogar meine Knieschmerzen unterdrücken. Die Zeit war echt toll.
Zu Hause angekommen, endete dieser Tag wie er begann – im Bett. Ich dachte über einige Menschen nach, die nicht in mein Weltbild passen. Manchmal tut das richtig weh, vor allem, wenn man über Verstand verfügt.