Freitag war der Tag. Unruhig war ich schon die gesamte Woche und freute mich auf dieses Wochenende. Gemeinsam mit Tim sollte es in die schönste Stadt Deutschlands (Aue kommt später) gehen.

Am Morgen hatte ich meine Wohnung noch in Ordnung zu bringen. Aus diesem Grund bin ich leider auch zu spät zur FH gekommen. Das gelang mir aber doch recht gut.
Nach einer Vorlesung stärkte ich mich in der Mensa und bot meinem Körper eine gute Basis für dieses Wochenende.

Für kurz nach 12 Uhr war ich mit Tim verabredet. Wenig später ging es dann direkt auch los. Wenige Meter gen Thuringia standen uns bevor. Mit jedem Begrenzungsposten stieg die Aufregung. Durch den Stau am Schobaer Berg kurz vor Jena wurde die Sehnsucht nach dem ersten entspannenden Bier in der Wagnergasse immer größer. Ein Schwarzes sollte es sein. Als wir über die Carl-Zeiss- und Tatzendpromenade einflogen, bekam ich ein unheimliches Kribbeln.
Wir beschlossen die Nacht bis zum morgigen Spiel durchzumachen und stellten unsere Wohnung, das Auto, zentral auf dem Eichplatz ab. Das Getta Bello war unser erstes Ziel. Kurz bevor wir uns mit Tina trafen, besorgten wir uns noch notwendige Lebensmittel für die nächste Zeit – gemeint ist natürlich Bier. Toll, endlich mal wieder im Para zu sein. Wobei es ohne richtigen Sommer wahrlich nichts Weltbewegendes ist.
Mit Tina gingen wir das ins Clinicum und stellten wieder und diesmal noch sicherer fest, dass es sich um eine Schwulenbar handelt. Aber tolerant wie wir sind, ist das für uns kein Problem. Zwar zerschlug es am Abend alle Pläne, aber unsere Alternativen waren super.
Als erstes wollten wir in die Diskowelt PM eintauschen. Als mich plötzlich jemand verlegen anstupste, schaute ich nicht schlecht. Jule stand vor mir. Obwohl ich denke, ich habe geträumt, war es ein beeindruckender Moment. Wir haben lang angesehen und gelächelt, nicht viel gesagt. Aber immerhin: Bis bald! Wir tanzten etliche Stunden und wollten nach einem leckeren Frückstück noch zur einer Abiparty vom Christlichen Gymnasium zu der wir eine Einladung bekamen. Leider waren wir wohl etwas spät dran. Jedenfalls war keiner mehr da als wir mit großer Spannung vormarschierten.
Dafür konnten wir wenigstens einen kurzen Schlaf an der Straßenbahn-Haltestelle einlegen – bis uns eine ältere Dame weckte. Sie weckte zwar eigentlich nur mich, aber ich wollte meine Verärgerung direkt an Tim weitergeben. Wie wir in der Bahn saßen, kamen wir gar nicht mehr raus. Wir fuhren einige Zeit durch Jena, mussten nur ab und an umsteigen. Ideale Zeit zum Schlafen.