Samstagmittag
Am Samstag konnte ich endlich mal wieder ausschlafen. Nach dem chrononischen Schlafmangel der Woche tat das richtig gut. Und wichtig war es allemal, denn der heutige Tag steckt voller Erlebnissen, die ich mitnehmen und intensiv wie möglich erleben wollten.
Gegen 10:30 Uhr machte ich mich auf den Weg nach Wuppertal. Ich war mit Tim und Becker verabredet. Ich bin extra eher losgefahren, um noch in den Genuß meines Traumes zu kommen. Seit langem schon wollte ich mit der Schwebebahn fahren. Es war schön. Ich bin die gesamte Strecke gefahren. Ein Genuß. Diesen kulturellen Event kann ich nur jeden empfehlen. Ich habe sogar eine Diskothek wieder entdeckt, in der ich mal war.
Wenig später traf ich beim auf und ab laufen im Wuppertaler Hauptbahnhof die Freunde des Fußballs mit einem Bier in McDonalds. Nach dem Kauf eines SchönerTagTickets NRW ging es auch schon ab – Köln und der FCC ruft. In einer RegionalBahn kämpften wir uns durch Berg und Tal, dabei auch durch das ein oder andere Bier. Von Korn gar nicht zu reden.

Samstagnachmittag
In Köln angekommen, wurden wir vom Rhein und Dom empfangen. Ich weiß zwar nicht warum, aber Tim wollte unbedingt auf dem Domplatz rumlaufen. Sollte er haben. Nach einem ausgiebigen Mittagessen bei Burger King, welches ich verweigerte und währenddessen nette Bekanntschaften schloss. Denn irgendwie wollte wir ja noch zum Stadion. Gezielt fuhren wir mit einer Linie hoffnungsvoll – bis zur Endstadion: falsche Richtung. Nach dem unmittelbaren assozialen Nachgehen des natürlichen Dranges auf dem Bahnsteig ging es wieder weiter in die korrektere Richtung.
Irgendwie kamen wir dann tatsächlich an. Zusammen mit anderen Kölner Jena-Fans liefen wir dann zum Südstadion. Leider nach Anpfiff, dafür extrem gut gelaunt. Ab dem Spiel ist alles recht neblig. Bin mir nicht mal im Klaren über das Ergebnis. Hab aber 1x für den Jenenser Fußballclub gejubelt. Nach dem Spiel fand ich keinen Bekannten mehr wieder. Als ich mich auf den Weg zum Bahnhof machte, fing es in Strömen an zu regnen. So extrem habe ich es schon lange nicht erlebt. Aber irgendwie konnte ich in meinen Zustand auch keinen Eingang zum Bahnhof finden. Das war sehr unschön.
Es war wie ein Wunder als ich endlich in einem ICE zum Hauptbahnhof saß. Ein weiteres Wunder war es, als ich Becker und Tim im Zug wieder traf. Diesen Wahnsinn kann ich mit Worten nur schwer beschreiben. Die Zugfahrt war angenehm, länger als die Hinfahrt. Sonst kennt man das eigentlich andersherum. Einige Telefonate und eine Reisende von gegenüber halfen mir die Zeit zu überbrücken.
In Bochum irrte ich ungeduldig von einer Haltestelle zur anderen, um die kürzeste Verbindung nach Wanne-Eikel herauszufinden. Stunden später gelang mir das.

Samstagabend
Tim holte mich entzückenderweise vom Bahnhof. Am Abend gingen wir in Carlos, um in seinen fast steinzeitlichen Geburtstag zu feiern. Wir verbrachten eine bewegende Zeit in dieser netten Kneipe. Unser Tisch blieb auch nicht lang nur zu zweit besetzt.

Happy Birthday, Kleiner. 

Durch reizende Kommentare und Fragen meinerseits war er kurz bevor wir selbst gehen wollten wieder leer. Ich brauchte den Platz, um mich anzukleiden.
Es folgten trotz der späten Stunde dennoch einige aufschlussreiche Gespräche.

Sonntag
Eine kurze Nacht. Mein Schlafrhythmus hat mich bereits um 8:30 Uhr zum Aufstehen bewegt. Es war ganz gut so. Der Sonntag war entspannend. Ich habe nicht viel machen wollen und das auch ganz gut geschafft.
Gegen Nachmittag bekam das alte Geburtstagskind Besuch und die Wohnung füllte sich. Am späteren Abend folgte auch die junge Gemeinschaft den Aufruf, Tomaten mit Käse zu überbacken.
Entgegen meiner Planungen machte ich mich in der Nacht auf nach Hagen. Danke Harke für die geschwinde Fahrt zum Bahnhof. Ich hätte wohl meinem Schlaf auf einer Bahnhofbank nachgehen müssen.

Ich nenne es ein Wochenende nach Maß. Eines der tollsten der letzten 24 Monate. Unheimlich toll. Und das in NRW.