Der Tag danach
Am Morgen – etwa um acht glaube ich, war unser Ziel Frühstück bei McDonalds. Ein deftiger Burger am Morgen, vertreibt Kummer und Sorgen. Tat sehr gut. Wie Essen einen Menschen beflügeln kann, unglaublich. Das war dann auch die Zeit für das erste Bier am Tag. Passte alles wunderbar zusammen.

Jena spielt in der Landeshauptstadt
Am Bahnhof Jena-West warteten wir dann ungeduldig auf den Zug in Richtung des heutigen Fußballspektakels. Tim wurde es aufgrund der visuellen Aggressionen einiger FCC-Fans warm um Herz. Ich behaupte, den Passanten ging es nicht viel anders. Die Ärmsten mussten die Euphorie der „zwei-drei“ Jenenser Fußballfans ertragen. Die Stimmung war herrlich. Ein selten erlebter Traum konnte mal wieder gefühlt werden. In Erfurt sollte es ein Traum der Superlative werden. In Begleitschutz der unheimlich zahlreich vorhandenen Bundespolizei wurden die liebsten Carl-Zeiss-Anhänger zum Stadion geleitet. Nachdem die ersten Fans schon in Gewahrsam genommen wurden, gingen wir ins (Ab-)Steigerwaldstadion. Teile des Gästeblock-Zauns wurden bereits schon vor dem Spiel durch die Zuschauer gereicht. Der Rest blieb nur unter intensiver Mitwirkung der Eishockey-Spieler stehen.
Kurz nach Anpfiff begann es ganz schrecklich zu hageln. Der blaue Himmel zuvor war eine Irreführung. Zum Glück dauerte dieses Drama nur bis kurz nach dem ersten Tor der Jenaer Feldspielers Alexander Maul in der 18. Minute. Das ganze Spiel über ließen die Erfurter nicht locker. Durch schlechte Pässe und Standardsituation gelang ihnen allerdings keine bemerkenswertes Manöver. Den Schuss auf die Latte des Jenaer Tors verdränge ich einfach mal. Zaccanti hatte nach seiner Einwechslung im Laufe des Spiels, ins Besondere dem Ende, zahlreiche sehr gute Chance. Nichtsdestotrotz ging das 3. Thüringenderby in dieser Saison zum 3. Mal blendend für den FC Carl Zeiss JENA aus. Jetzt kann der Verein weiterschauen und sich als wiedergeborener Held feiern lassen. Die zweite Bundesliga hat ihre Hand schon gereicht. Als Spitzenreiter kann die Mannschaft mit Souveränität & notwendiger Anspannung auf die letzten Spiele dieser Saison schauen.
Nach dem Spiel wurde noch ein wenig mit der Mannschaft gefeiert. Später ging es dann gemütlich zum Bahnhof, wo die tolle Deutsche Bahn tatsächlich kurzfristig noch ein Entlastungszug bereitstellte. Staunen kann man immer wieder.

Später
Im Paradies angekommen, machten wir uns ziemlich relaxt auf den Weg ins Thüringer Vogtland. Durchs Thüringer Schiefergebirge mit kurzen Aufenthalt bei Lehesten ging es nach Greiz. Da wir recht ausgelaugt waren, zog es uns schnell ins Bett. Das war der Tag. Aber schön. Und erfolgreich.