Archive for Juni, 2006

Vom Donnerstag, 10. Juni 2004

Vor ein paar Tagen bin ich echt fast verzweifelt wegen dem Wetter,
aber scheinbar hat man mich gehört.

Hier sind es auch um die 29°.
Allerdings nervt es bissel bei solchen Temperaturen im Anzug vier Stunden Prüfungen zu machen.

Aber ich beschwer mich nicht, weil das doch zehn mal besser ist
als zu frieren!?!

Und täglich grüßt das Murmeltier? Nein, alle Jahre wieder Prüfung. Diesmal wohl nicht im Anzug…
Wobei – der gibt Selbstvertrauen. Nun, ich überlege mir das. Mit oder ohne seriöser Kleidung beginnt heute die Prüfungsphase. Ich bin gespannt.

Bevor ich es im ganzen Lernstress total versäume, auf den weiteren Weg der deutschen Nationalmannschaft bei dieser Weltmeisterschaft hinzuweisen, hier schon mal der Ausweis des großen Wunders 2006.

Unser Viertelfinale

Also, lässt uns auf die richtige Ausfahrt warten und bis dahin ein bisschen feiern…oder Prüfungen schreiben. Jedem so, wie es ihm gefällt!

Gerade habe ich mir die Statistik meiner Webseiten angeschaut und Schockierendes festgestellt. Besonders apfc.de wird durch Suchen nach Bezeichnungen wie “blowjob” oder “sex pics” ganz gern gefragt. Blowjob liegt an einsamer Spitze mit fast 5000 Suchanfragen in diesem Monat. Was mich sehr freut sind Suchen wie beispielsweise nach “schöne Pferde”.
Beeindruckt bin ich über die stetig steigenden Besucherzahlen, obwohl ich am ehemaligen Pferdeportal kaum noch arbeite. Das wird sich wieder ändern. Ich sehe großes Potenzial!
Auf dieser Seite wird häufig nach “free sms” gesucht. Aber liebe Besucher, diesen Service gibt es schon ewig nicht mehr. Ungefähr seitdem die Mobilfunkbetreiber mit SMS mehr Geld verdienen als mit Telefonaten.
Vielleicht werde ich die Wiederbelebung der Funkruf-Funktionen in Betracht ziehen. Erstens weil sie keiner braucht und es die Möglichkeit an Rufaussendungen nirgendwo anders gibt, nichtmals mehr bei Europas Funkrufanbieter e*message. Am Herzen liegt mir auch der Relaunch von funkrufe.de – Keine andere Seite ohne Inhalt hat so viele Anfragen!

Es wird sich so Einiges bewegen nach den Klausuren. Ich freue mich darauf.

Ja, für was eigentlich? Na für eine neue Zeit. Ist doch klar!

Da ich mich zwischenzeitlich von der Physik ablenken muss, mache ich nebenbei zahlreiche als höcht sinnlos einstufbare Dinge. Das was heraus kommt, sind meist konfuse Gedanken. Aber hier erstmal ein gemächlicher Einstieg. Auf der einen Seite ist das “Aus-dem-Fenster-gucken”. Irgendwie muss man ja auf den Teppich zurückkehren. Ich beobachte viele Ereignisse. Da ist zum Beispiel ein Blatt, welches vom Baum fällt oder es sind die Straßenreiniger, die aufgrund der parkenden Autos per Hand mit dem Besen fegen müssen.
Auf der anderen Seite ist das Abgrasen der Vergangenheit. Mein heutiges Kapital handelt von meinem uraltem AOL-Account, den ich ja auch nach meiner Kündigung als Messengerkonto nutzen kann/machte/wollte/vergaß. Ich schätze die Systemunabhängigkeit von Linux und die Möglichkeit alles mit wenigen Handgriffen machen zu können. Um meinen AOL-Namen zu reaktivieren, brauchte ich nichtmals etwas zusätzlich installieren. Ich müsste nur mein Passwort von America Onlince in Deutschland besorgen. Das funktionierte durch schnelle eMail-Zustellung recht flink. Als ich das Gerät anschmiss, überforderten mich plötzlich so viele alte Namen. Ob es nun tusnellda, supergirli13 oder erdbeerherz war. Ein Lächeln überziehte mein Gesicht. Die Krönung war dann natürlich shiningxocean. Auch wenn sie es sicher gar nicht gern hat, hier erwähnt zu werden, tue ich es. Viele Grüße an dieser Stelle! Die andere, die jetzt sicher traurig ist, nicht auch persönlich erwähnt zu werden, habe ich selbstverständlich nicht vergessen.

Was mich noch mehr aufheiterte, war die lockere Art von Anika ihre Vorlieben im APFC.Forum auszudrücken:

Anikas Profil

Ich werd dich bestimmt mal wieder besuchen. Ob ich dann von dir direkt in Shorts empfangen werde oder überhaupt will, weiß ich nicht. Die Überreste der einstigen Community entpuppt sich als wichtige Frundgrube. Als ich Steve die scherzhaft gemeinte Aussage “Ich spanne dir deine Freundin aus” machte, kam von Ritschi nur:

Ach Mardin und ausspannen :)

Am Ende vergisst du doch eh nach der Nummer oder nach’m Namen zu fragen…
Krasser Typ…;)

Göttlich, wenn man in solch historischen Unterlagen grast. Nachzulesen wie es zugeht, wenn Martin auf der Pirsch war, kann man unter folgendem Link. Es handelt sich übrigens um die satanistisch Angehauchte, deren Vornamen auf der Strecke geblieben ist. (Stunden später) Nein, Antje wars. So, scheinbar sind doch noch ein paar Hirnwindungen vorhanden.
Nach meinem erforderlich Schlaf, kümmere ich mich morgen weiter intensiv, wieder wahnwitzig zu werden.

Vor 2 Tagen sah ich plötzlich die schönste Burgruine, die ich kenne. Da war sie plötzlich, die Lobdeburg. Aufgenommen von einem fliegenden Hubschrauber für eine Planetopia-Reportage. Ich drehte den Ton also lauter und wie erwartet ging es nicht um die Burg, sondern die zu Fuße liegende Klinik. Mein ehemaliger Nachbar, das neue Klinikum 2000, war im Fernsehen. Die 2000 bedeutet übrigens das Jahr des Richtfestes vom 1. Bauabschnitt. Heute ist sie vollendet, die Wunderwerkstatt der Medizin.

Eine deutsche Klinik gilt als modernste Klinik Europas. Hier arbeiten Ärzte und Roboter auf höchsten Niveau zusammen. Es geht um das Universitätsklinium in Jena.

Ich wusste zwar, dass der neue Kinikstandort in Jena-Lobeda sehr fortschrittlich ist und neue High-Tech in großem Umfang einsetzt, aber ich wurde verblüfft. Als ich sah, wie Roboter Medikamente oder auch Essen durch das Gebäude fahren, musste ich an meine Roboterversuche denken. Es ist nicht ohne, dass für die Praxis so perfekt zu entwickeln.
Interessant auch, wie die Klinik der Friedrich-Schiller-Universiät versucht, Bürokratie mittels unmittelbar vernetzten Messaparaten auf Intensivstationen oder elektronischen Stiften bei Patientenbefragungen abzubauen. Eine Diagnose ist noch schneller möglich, da Ärzte an jedem Standort über das lokale Funknetzwerk auf jegliche Daten zugreifen können. Medikamente werden automatisch verabreicht. Infusionsautomaten kontrollieren präzise die Dosierung. Auch wenn ein Arzt nicht persönlich beim Patienten ist , hat er seine Schützlinge immer auf dem Schirm.

Einen Ausschnitt des Berichts von Planetopia kann man hier nachlesen.

Ich bin so begeistert, dass ich mir dieses Krankenhaus bald auch mal von innen anschauen muss.
Deutschland ist zwar nicht unbedingt fortschrittlich, aber zumindest auf meine Lieblingsstadt Jena ist Verlass.

Es war einmal…

Umberto Eco

Ein neuer Heiliger Krieg: Mac gegen DOS
Ungenügende Betrachtung hat der verborgene neue Religionskrieg gefunden, der im Begriff ist, unsere moderne Welt tiefgreifend zu verändern. Ich habe den Verdacht schon lange, aber jedes Mal, wenn ich ihn irgendwo erwähne, stelle ich fest, dass die Leute mir spontan zustimmen. Tatsache ist., dass die Welt sich heute in Benutzer des Macintosh und Benutzer der mit DOS laufenden Computer teilt. Ich bin der festen Überzeugung, dass der Macintosh katholisch und DOS protestestantisch ist. Mehr noch, der Mac ist katholisch im gegenreformatorischen Sinn, durchdrungen von der jesuitischen „ratio studiorum“. Er ist heiter, freundlich und entgegenkommend, er sagt dem Gläubigen, wie er Schritt für Schritt vorgehen soll, um wenn nicht das Himmelreich, so doch den Moment des erfolgreichen Ausdruckens der Datei zu erreichen. Er ist katechistisch, das Wesen der Offenbarung wird in verständliche Formeln und prächtige bunte Ikonen gefasst. Jeder hat Anrecht a…

Dies ist mein Resultat am Ende eines Schreibwettbewerbs. Ziel war innerhalb von 5 Minuten den gegebenen Text so weit wie möglich digital zu erfassen, also einfach mit Tastatur abzutippen. Eventuelle Rechtschreib-/Grammatikfehler kamen, wie auch immer hier bei meinen veröffentlichen Texten, aufgrund des Zeitmangels zu Stande. Wie man selbst nachprüfen kann, schaffte ich satte 1005 Zeichen. Mit ein wenig mehr als 3 Zeichen pro Sekunde sogar das beste Ergebnis. Außerdem TÜV-geprüft…

TÜV Akademie

Dies ist aber eigentlich nur der Anstoß an Gedanken für die schöne alte Zeit. Obwohl man damals alles recht skreptisch beurteilt hat, stimmt im Nachhinein die Methodik und Philosophie.
Um das noch ein wenig zu vertiefen, suchte ich mir die aufgenommenen Bilder herraus. Voller Sehnsucht bleibt nur eine Frage: Wann findet das erste Absolvententreffen statt?

Es war einmal…

Der Arsch

Emotion pur. Naja, Hintern auch.
Wünsch ich mir das und das damit Verbundene zurück? Die Antwort ist eindeutig ja.
In Gedenken zu guter Letzt noch mein ewiger Desktophintergrund:

Desktophintergrund

Habe ich so etwas schon mal erlebt?
Bereits während der deutschen Nationalhymne kochte die Freude vor. Die ersten Minuten waren wunderschön, spielentscheidend, weltmeisterhaft. Mit 2 souveränen Torenin innerhalb von 13 Minuten nach Anpfiff der ersten Finalrunde zeigte die DFB-Truppe ihr Können. Eine wichtige Hürde auf dem Weg zum 4. WM-Titel ist geschafft.

Durch das Fußballspiel angeregt, wollte ich im Anschluss auch ein wenig Sport treiben. Auf der Fahrt zur Imbissbude erlebte ich etwas noch nie Dagewesenes. Schon nach wenigen Metern auf der Hauptstraße stand ich im Fahnenmeer. Noch nie habe ich so viel Schwarz-Rot-Gold auf einmal gesehen. Die Stimmung schwappte über, Leute sprangen aus ihren Autos und rannten mit Fahnen auf der (selbstverständlich gesperrten) Straße rum. Trommlerjungen stimmten sogar die gelangweilten Zuseher an. Eine Feier ohne Gleichem. Ich stand außerdem noch nie mit so frohen Mutes im Stau, ein wirkliches Erlebnis. Ein Land feiert seine Nationalmannschaft und irgendwie auch sich selbst. Ich hoffe, die gute Laune bleibt dauerhaft. Deutschland hätte es verdient.

Und jetzt warte ich auf die große Feier nach dem Viertelfinale…

Fortsetzung folgt

An unserer Fachhochschule gibt es nur wenige Mädels, Frauen leider gar nicht. In meinen Studiengang gibt es ein Grüppchen türkischer Weibchen. In verschiedenen Übungsgruppen wurden wir gezwungen mit diesen Beinklötzern zusammen zu arbeiten. Denn warum sie Informatik studieren, weiß der Großteil nicht.
Um uns ein Spaß zu machen, sagte Fred vor einiger Zeit, ich sei in eine dieser Tussis verliebt. Ausgerechnet Sevgi ist verlobt. Nach dieser Mitteilung war sie ziemlich verwirrt. Heute wurde Fred angesprochen und gefragt, wie mir es denn nach dieser Enttäuschung geht?! Sie hofft, ich bin nicht alt zu traurig.

Obwohl wir immer angemerkt haben, dass es nur ein Scherz war, scheint Sevgi es mächtig ernst genommen zu haben. Göttlich. Jetzt die Erleichterung für alle Parteien: Mir gehts wunderbar…ich habe selten so gelacht!
Dennoch bin ich positiv überrascht, weil ich mich im realen Fall sehr über dieses Verhalten freuen würde. Gibt auf jeden Fall ein Pluspunkt, während andere fleißig die Negativpunkte sammeln. Bald ist Zeit für Payback, eine größere Mülltonne habe ich mir schon verschafft.
Ich bin zwar ein Freund vom Grünen Punkt, ins Besondere der Wiederverwertung, aber mit dem meisten Müll aus meiner Tonne kann man nichts mehr anfangen.

Mülltonne - V2

Das Originalbild stammt von Markus Imorde

Davor habe ich mich mit Mathe und Konstruieren für Volldrottel gequält. Um bestimmte Integrale lösen zu können, bedarf es – wie es Frau Hüser gern sagt – speziellen Tricks. Das Problem dabei: Es kommt kein normaler Mensch auf sowas. Also jedenfalls wenn ich mich als normal bezeichnen darf, aber das bin ich eigentlich nicht. Naja, ich lasse das trotzdem mal so im Raum stehen.
Dat Malen im Anschluss zeigte, dass ich bis Klausur vieles, um nicht zu sagen alles, intensiv wiederholen muss. Immerhin habe ich ein Testat fast sicher. Mit Unterstützung von Andreas, der wohl der Urvater der gewanderten Toleranz-Aufgabe ist.

Später machte ich mich nach einem kurzem Abstecher im Bananenclub auf den Weg nach Gevelsberg. Die verfehlten Physikstudenten wollten lernen. Bevor zu dazu kam, hat mir Lars durch eine kleine Stadtrundfahrt die Gegend vorgestellt. Geschwärmt hat er vor allen Dingen von der Gevelsberger Kirmes. Ich sollte da wohl am Wochenende unbedingt mal hin, aber wenn es danach geht, sollte ich auch in Wiesbaden sein.
In der Stadt war aufgrund des Fußballspiels von Italien  eine Menge los. Alle Italiener kamen aus ihren Löchern gekrochen und rannte mit (für deutsche Verhältnisse) überdimensionierten Landesflaggen über die Straßen.
Nach einem gemütlichen Dinner ging es dann endlich an den Speck, beziehungsweise Physik. Die ersten Aufgaben flossen nur vor sich hin, bis er dann kam, der Druck. Ungefähr eine Stunde haben wir über die Umrechnung von Druckwerten aufgrund einer unschlüssigen Beschreibung im berühmten Tafelwerk diskutiert. Ein wahrer Traum. Dennoch kamen wir zwei Zerstreute im Endeffekt auf einen Nenner. Nämlich den, dass wir dieses Thema in der Klausur sicher nicht falsch machen und die ostdeutsche Formelsammlung recht hatte, nur ich unfähig war, das zu erkennen. (Nebenbei: Wird recht im diesem Satz groß geschrieben?) Danach endete alles im Gelaber. Oder treffender formuliert, angenehmte Gespräche. Wie das an Männerabenden normal erscheint, gab ich natürlich auch Zeit für einen Pornofilm.
Später drückte mir Lars noch ein Buch über Selbstmanagement in die Hand und verabschiedete sich ins Bett. Ich hatte noch Einiges zu lesen. Mit dem Ziel am nächsten Morgen pünktlich zur AuD-Vorlesung zu erscheinen, musste ich meinen Körper auch eine Auszeit geben. Dafür konnte er wenige Stunden später Die Zeit genießen.

Als der Wiesbadener endlich aus dem Bett, konnten wir uns um das Frühstück bemühen. Die Einkaufstour begang. Als ich nach meiner Kaufwunsch-Äußerung (Mett) beim Fleischer bezahlen wollte, stellte ich fest, dass ich nicht genug Bargeld dabei hatte. Nachdem ich mein Charme ein bisschen spielen lassen habe, konnte ich mit einem Lächeln und gnädigen Verkäufern ohne den vollständig gedeckten Preis das Lokal verlassen. Und weg war ich. Das Mett war ein übrigens auch nicht wert, mehr zu bezahlen. Die Metzgerei könnte von Herrn Petersohn (Fleicherei im Columbus-Center) noch viel lernen.
Während wir unseren Einkauf verzehrten, lief nebenbei im Fernsehen Das Geständnis. Es wurde mal wieder bewiesen, dass man die deutsche TV-Landschaft – außer gewisse Fußballübertragungen – in die Tonne kloppen kann. Das Stichwort Unterschichtenfernsehen trifft die meisten Programme wirklich gut.
10 Minuten nach Vorlesungsbeginn habe ich mich langsam in Richtung Hagen bewegt. Obwohl ich 25 Minuten zu spät war, hat sich die Veranstaltung sehr gelohnt. Jetzt muss ich die erlernten Kenntnisse sofort in der Praxis testen.