Man kann ein Betriebssystem einfach Windows nennen oder es mit zahlreichen verschiedenen Nummern versehen. Die Folge ist ein heilloses durcheinander. Im Gegensatz zum Windowsmarkt erkennt man bei Linux nicht direkt die wirklichen Vor- und Nachteile der Versionen. Ich bin sehr begeistert von meiner von Lars getragenen Entscheidung das Betriebssystem zu wechseln, aber die Probleme stecken im Detail. Wie drucke ich meine Briefmarken? Was mache ich mit meinen Microsoft Office-Vorlagen? Von einer gescheihten Entwicklungsumgebung wie dem Visual Studio gar nicht zu reden. Hier stößt man nur auf witzige Namen wie die gambas IDE, ted dem Editor, amaroK der Mediaplayer oder SaX, was vergleichbar mit der Systemsteuerungs-Anzeige ist. Das Schlimmste ist wohl der Abschied der exe-Dateien.
Der Benutzerkomfort ist enorm gestiegen. Das System ist zwar überladener als Windows XP, aber bietet gerade Einsteigern eine umfangreiche Sammlug an Programmen für alle Fälle. Ohne irgendetwas zu machen, kann ich meine neue Digitalkamera anstecken und mit einem integrierten Bildbearbeitungsprogramm die berühmten roten Augen entfernen. Ein Traum von einfachen Arbeiten. Irgendwann muss es ja mal vorwärts gehen. Irgendwann ist jetzt.

Anmerkung: Bei meiner beschriebenen Linux-Distribution handelt es sich um die Nürnberger SuSE Linux 10.1