Es war einmal ein herrlicher Samstag im Ruhrgebiet, jedenfalls was das Wetter angeht.
Früh machte ich mich auf in den tanzenden Bananenschuppen, sprich Fitnessstudio, um den Tag frisch und fröhlich zu beginnen. Denn es stand Einiges an!

Vor dem Mittag kam Lars noch zu mir, um unsere Physikkenntnisse weiter auszubauen. Obwohl es viele Sachverhalte echt in sich haben, macht mir die ganze Vorbereitung Spaß. Irgendwann hoffe ich, es flutscht einfach so raus…Wir sind da beide auf einem guten Weg.
Als Lars sich nach Hause machte, um sich von seiner Freundin bekochen zu lassen, ging es für mich auch bald los.

Nach ein paar lauten Liedern zum Rocken fuhr ich mit dem nach Gevelsberg, wo Andreas schon auf mich wartete. Ich kam in einer recht „positiven Aura“ seiner Freundin an. Um diese zu spüren, reichte ein Telefonat.
Weiter gings trotzdem. Unser heutiges Ziel: Gelsenkirchen. Wir waren verabredet mit Maggy und ihrer Freundin, trafen wir sie allerings nicht! Endlich wird wieder Speicher im Adressbuch frei! Über Zuverlässigkeit will ich jetzt gar nicht reden, denn ich würde behaupten, wir hatten trotzdem angenehme Stunden. Wir saßen im Trujillo und nebenbei lief das spannende Spiel der USA gegen die Pappenheimer der Adria. Schade, das es nur ein Unentschieden blieb. Aber in der Gruppe bleibt es weiterhin spannend. Es soll doch auch mal ein Nicht-Favorit weiterkommen.
Um folgendes noch endgültig zu klären, hier die Auflösung: Es gibt im Deutschen zweierlei Möglichkeiten der Anrede: Die Höflichkeitsform: Sie, Ihr/e, Ihnen und die normale Anrede in der Einzahl: du, dein, dich, dir oder der Mehrzahl: ihr, euer, euch. Was die Anredeschreibweise angeht, hat sich wohl mit meinem Sie nichts geändert:

§ 65: Das Anredepronomen Sie und das entsprechende Possessivpronomen Ihr sowie die zugehörigen flektierten Formen schreibt man groß.
§ 66: Die Anredepronomen du und ihr, die entsprechenden Possessivpronomen dein und euer sowie das Reflexivpronomen sich schreibt man klein.

Aber: Der Rat für deutsche Rechtschreibung will die Groß- und Kleinschreibung ändern. Der Spaß geht also weiter.

Später gingen wir noch ins Kinski, wo zwar tolle Musik lief, aber die Stimmung bei weitem nicht WM-tauglich war. In Gelsenkirchen gibt es keine Diskothek, eine geschrumpfte Wagnergasse und eben nur das eine: Fußball. Trotzdem hatten wir unseren Spaß.
Nach ausgiebigen rhytmischen Bewegungen machten wir noch an Bayern vorbei auf den Heimweg. „Fas‘ mi ni wider ah!“ in einem herrlichen Schluchtenscheißer-Dialekt fällt mir zu den interessanten Gästen aus Süddeutschland noch ein.
Obwohl ich zwar in Bochum aussteigen wollte, landete ich auf einmal direkt vor der Tür in Hagen. Danke, aber eigentlich wollte ich dir diese Zumutung ersparen.

Alles in allem ein schöner Tag. Ich werde mich nun wohl neben den Schnaps auch mehr vom Bier distanzieren. Der 1,5l Pitcher muss nicht unbedingt wieder sein. Neben dieser Erkenntnis und gewissen Eindrücken von jungen Frauen schnüre ich mir ein schönes Paket zusammen, in das ich ab und an sicher mal wieder reinschaue.