Archive for Juli, 2006

In bestimmten Momenten merke ich, was mir 500km weiter westlich in Hagen fehlt.
Der Freitagmorgen sollte früh beginnen. Ich habe mich extra früh ins Bett gelegt. Leider konnte ich aufgrund der drückenden Hitze nur schlecht schlafen. Ich kam erst gegen 5 Uhr morgens richtig zur Ruhe. Mein zeitiges Aufstehen war also dahin. Kurz vor 9 Uhr quälte ich mich dann doch hoch und machte mich nach einem Cappucino auf die Fahrt nach Jena.

Ich war mit Jürgen verabredet, um ein Schulnetzwerk zu testen. Außerdem wollten wir anfangen, an einer neuen Website zu arbeiten. Das war alles sehr interessant. Wir schafften zwar weniger als wir uns vorgenommen haben, aber lustig war es allemal. Nebenan begannen schon die erste Feierlichkeiten als wir noch fleißig am Wackeln waren. Arme Fahrschülerinnen mussten unsere Blicke und Tatscherein über sich ergehen lassen, zum Glück ohne es selbst zu merken. Hach, wie schön sind getönte Scheiben.
Etwa halb sechs brachen wir dann auf. Ich fuhr in die Jenaer Innenstadt, um noch einige Erledigungen zu tätigen (Mal wieder Einkaufen!). Zeit für einen Hei-Cap blieb natürlich. Im Black Beans “traf” ich Mini mit ihrer Mum. Für ein einfaches Hallo reichte es leider nicht. Prächtig gelaunt schlenderte ich noch durch die Gassen, bis ich dann nach Triptis weiterfuhr. Der direkte Weg war aufgrund eines Unfalls gesperrt, aber Martin kam trotz eines mittelweiten Umwegs pünktlich an.

Die Abschiebsfeier der kleinen großen Julia, die nun für ein Jahr ins die USA geht, stand auf dem Programm. So ein Leben wie sie möchte ich auch haben. Vor ein paar Stunden aus dem Tunesien-Urlaub wieder gekehrt, dann feiern und bald weiter reisen. Wir haben uns alle lang nicht gesehen, sehr traurig, aber umso schöner wars. Ich war ein bisschen enttäuscht, dass der Schippi nicht da war. Das müssen wir nochholen! Wenn allerdings Michi aus Berlin für ein paar Stunden nur für diese Feier vor Ort ist, bewegt mich das.
Von Anthea habe ich direkt noch mein Fett weg bekommen, da ich sie angeblich auf dem letzten “Wir Sind Helden”-Konzert ignoriert habe. Es tut mir Leid, dass ich dich nicht sah! Es geht mir immer noch schlecht deswegen. Die Süße hat versucht mich dann wieder aufzubauen. Der Spaziergang zur Bank tat richtig gut. Die plötzliches Verlangen zu gehen, war keine schöne Art Abschied zu nehmen. Trotzdem oder vielleicht gerade aus diesem Grund geht sie mir nicht aus dem Kopf. Mein Sprint, um dir nochmal “Tschüss” zu sagen, find ich im Nachhinein als eine große Geste.
Irgendwann am Morgen wollten dann plötzlich auch alle anderen gehen. Auf der Heimfahrt beschloss ich, unbedingt wieder öfters zu telefonieren. Ich war leicht irretiert, dass Maria von ihrem Anti-Alkohol-Trip runter ist, aber das habe ich sowieso nie verstanden. Dir wünsche ich natürlich viel Vergnügen in Frankreich. Hätte ich gewusst, dass du schon jetzt wegfährst, wäre selbstverständlich auch für dich eine kleine Aufmerksamkeit drin gewesen. Ich hoffe, du bist nicht traurig und kann trotzdem eine schöne Zeit im Vize-Weltmeisterland haben.

Ich werde langsam zu alt, um solche ausgedehnten Feiern heil zu überstehen. Was tut man nicht alles, um zu merken, wo man wirklich hingehört…

Der Wecker klingelte 9 Uhr. Schrecklich früh eigentlich, wenn man bedenkt, man könnte ausschlafen! Aber alle Pläne müssen eingehalten werden. Nachdem ich Tina nach Winzerla fuhr, wollte ich eigentlich zu einem Überraschungsbesuch nach Triptis. In Stadtroda wollte ich dann vorsichtshalber noch tanken. Das war ein großer Fehler. Da ich das Benzin nicht zwingend benötigte, tankte ich nur für 15 Euro. Mein Portmonee hatte ich dabei, trotzdem kam es schlimmer. Mein Bargeld beschränkte sich auf etwa 10 Euro, da ich ein großer Freund von bargeldlosen Zahlungsverkehr bin. An der Kasse suchte ich meine Bankkarte. Fand sie nicht. Scheiße dachte ich nur und erinnerte mich, dass ich sie letzte Woche vor dem Schwimmbad-Besuch ins Auto legte. Aber nicht in dieses, mit welchem ich unterwegs war. Andreas kennt diese Situation. Aber er fehlte mir heute! Ich konnte also nicht zahlen. Aus lauter Verzweiflung rief ich meine Mum an. Zufällig hatte sie sogar frei und war zu Hause. Ich bat sie also, mir die restlichen 5 Euro ins etwa 50km entfernte Stadtroda vorbeizubringen. Es war mir zwar recht peinlich, aber immerhin konnte ich auf einer unweit entfernten Bank meine Zeit lesen. 1 Stunde später konnte ich also meine Rechnung bezahlen und mit unwahrscheinlichem Lächeln die Tankstelle verlassen. Nach dieser Aufregung gönnte ich meiner Mum in Jena noch ein Eis und besorgte mir uneigennütz noch einen Hei-Cap. Lecker. Ich parkte dummerweise im Halteverbot. Als ich neben dem Auto meinen Cappucino trank, hielt hinter dem Kleinen die Polizei und von der anderen Seite liefen Politessen aufs Auto zu: “Sie stehen aber schon eine ganze Weile hier”. Ich erzählte ein bisschen mit den netten Menschen und war dann wenige Minuten später weg. In anderen Städten hätte man mir unbeeindruckt ein Knöllchen aufgedrückt. Das rundete den bisher specktakulären Tag noch ab. Jetzt sitze ich hier vor meine Notebook und kann darüber eigentlich nur noch lachen, der ganze Angstschweiß ist vergessen.

Den gesamten Sonntag nutzte ich, um mein Fahrzeugschein-Programm weiter zu entwickeln. Es wird nun den Offiziellen Projektnamen “vered” (Vehicle Registration Certification Database) erhalten. Bei der Datenbank-Anbindung bin ich zwar noch nicht, aber ein Ziel muss man ja haben. Ich werde wohl meine Entteilung umstruktieren, denn während ich dies schreibe, leuchtet mir ein Lichtlein auf. Ich sollte die Datenstruktur vor der Oberfläche komplettieren. Wobei es nach meinem Programm nur wenige Methoden angeht. Ich muss mir vor dem weiteren Programmieren also noch Gedanken machen.

Am Montagmorgenn gings los in meine Saalestadt. Ich fuhr mit dem Auto meiner Großmutter, um dessen Batterie auch mal wiedder in Schwung zu bekommen. Ich bummelte ein wenig durch die auf dem Weg liegenden Märkte und fuhr als erstes zur it2s GmbH nach Rothenstein. Dort traf ich Jürgen und hielt ihn vom Mittagessen ab. Nach einem Kaffee und bisschen Geplänkel setzten wir einen ausgiebiges Treffen am Freitag fest. Wir wollen ein bisschen mit Linux spielen und später bei einem kühlen Blonden den Einklang ins Wochenende genießen.
Kurz darauf holte ich Tina ab, um im Ostbad das Treiben auf der Wasseroberfläche weiter zu üben. Wenige Tropfen ließen Schlimmes vermuten, was kam, war nichts. Die wärmste Stadt in Thüringen bleibt unangefochten weiterhin Jena. Im Anschluss wurde mir die Thüringer Landesbibliothek von Innen vorgestellt. Das war das Vorprogramm für die Wagnergasse. Wer einmal da war, den ziehen Ghatto Bello & Co. ziehen immer magisch an. Der spontanen Entschluss zum Übernachten und dem verbundenen Kauf von Zahnbürste und Reinigungsutensilien sollte mir morgen zum Verhängnis werden. Mit Tina’s Papa plauderte ich noch, während sie ihren notwendigen Sachen für die bevorstehende Nacht zusammensuchte. Gefühlte Stunden später dachte ich nur noch über sein Leben nach. Jetzt erscheinen mir seine Erzählungen gar nicht mehr so schlimm. Ich deute das nun eher als Hilferuf. Die gewonnenen Erkenntnisse über die Abzocke von KFZ-Betrieben oder verschiedene Ölsorten werden mir früher oder später weiterhelfen. Er wirkte wirklich traurig. Sicher vermisst er dich schon jetzt, vor deinem Wegzug.
Die gigantisch erscheinende Filmauswahl bei unserem folgenden Besuch der Winzerlaer Videothek warf mich förmlich um. Wir packten einfach mal den deutschen Film “Antikörper” ein. Bei Tina’s Mum verzückte uns dann Stromberg noch, bevor es zum eigentlich Highlight kam. Da die Staffel aber nur Wiederholungsfolgen beinhaltet, brachen wir nach dem Aufladen der simyo-Karte ab. Plötzlich waren wir im thüringenischen Herzbach gefangen und machten ab und an einen Abstecher nach Berlin. Jedenfalls im Film. Ich glaube, dieser Film kann auch die letzten Kritiker deutscher Film überzogen. Echt gut! Von mir erhält das Prädikat Sehenswert. Nach dem Film ließ sich Tina auf kein Gespräch mehr ein und begab sich direkt in ihre Traumwelt. Ich dachte derweilen noch über verschiedene behandelte Dinge des Films nach. Nach einiger Zeit schlief ich dann aber auch vor Müdigkeit ein.

Nachdem die Nacht nur kurz war, kam ich spontan auf die Idee, mit Doreen ein Freibad inn der Nähe aufzusuchen. Ich rief sie an und wir verabredeten uns für eine Stunde später. Das Waldbad im sächsischen Elsterberg sollte unser Ziel sein. Wunderschöne 50 Grad herrschten im Auto, aber solche Kleinigkeiten stören nicht, besonders, wenn die baldige Abkühlung im fast 30 Grad warmen Wasser sicher ist.
Nach einigen Bahnen wurden wir durch unser Kurzaufenthaltsticket gezwungen zu gehen. Mein Vortageserlebnis meines Hei-Caps zwang mich in ein gutsortiertes Kaffeelokal. Zwar konnte der Schwarze Engel den Black Beans nicht das Wasser reichen, aber schmecken tat es allemal.
Später grillten meine Eltern noch. Endlich konnte ich wieder eine echte Thüringer Rostbratwurst genießen. Dies ist kein Vergleich zum 1-Euro-Angebot des Grills vor dem Hagener Hauptbahnhof. Nun weiß ich, was mir gefehlt hat. “Ne Wurscht!” Zu fortgeschrittener Stunde zündeten wir noch ein schönes Schwedenfeuer und verblieben bis weit nach 2 Uhr vor dem beschaulichen Knistern sitzen. Das ging nur aufgrund der Müdigkeit aller Beteiligten an die Substanz…

Den Freitag nutzte ich, um mich so ein bisschen einzuleben. Ich baute meine Rechnerecke auf, um mich auch weiterhin mit dem Fahrzeugschein-Programm beschäftigen zu können. Damit hatte ich auch die meiste Zeit des Tages zu tun. Es geht vorwärts. Und das ist wichtig. Später lernte ich meine kleine Großcousine kennen und verbrachte bei Tante & Onkel einen ruhigen Grillabend. Eine Zusammensein in dieser Konstellation war leider lang nicht mehr möglich. Umso mehr genoß ich das gemeinsame Verweilen.

Dieser Morgen begann sehr gerelaxt. Ein kleiner Bummel durch die junge Studentenstadt musste sein, denn ich muss doch durch Fotos die Entwicklung von Jena festhalten. Ich wollte mir sogar ein Shirt vom FC Carl Zeiss Jena leisten, welches wenig später zur großen Enttäuschung führte. Gegen 13 Uhr machten sich Tina, ihre Mum und ich ins Freibad in der Nachbarstadt Stadtroda. So langsam gewöhne ich mich an die Sonne, will sie gar nicht mehr missen. Ein Tag ohne mich zu sonnen, ist dann eine halbe Tragödie.
Abends wollten wir noch ins Kino, voher stand wiederholt der Intersport auf dem Plan. Mein FCC-Shirt war nämlich zu klein :( Und das schlimme, alle waren zu klein. Das bemerkte ich, als ich vor Ort einige anversuchte. Naja, es gibt Schlimmeres. Ich muss einfach aufs nächste Angebot warten. Ich habe Zeit! Als wir auf unser “Mama-Taxi” zur Film-Vorführung warteten, gönnten Tina und ich uns noch einen kaffee-ähnliches Getränck bei Black Bean. Meine außergewöhnliche Kreation eines Cappucinos mit Amaretto- und Vanille-Zusatz wird mein Kaffeegeschmack revolutionieren. Ich nenne ihn “Heidi’s Cappucino” oder kurz “Hei-Cap”.
Ich war noch nie im Kino des Jenaer Film e.V. “Schillerhof” und war schon allein aus diesem Grund sehr gespannt auf den Film. Es sollte ein alternativer sein: “Man muss mich nicht lieben”. Die französische Inszenierung eines mageren Liebeslebens und zerstörten Daseins eines älteren Herrens war für mich bewegend. Ich war fasziniert und kann dieses Meisterwerk jedem mit intellektueller Erwartungshaltung eines Films nur wärmstens empfehlen.
Dieser traumhafte Tag wurde durch einen gemütlichen Abend in der Wagnergasse abgerundet. Dort angekommen, staunten wir erstmal nicht schlecht. So überfüllt habe ich die Jenenser Kneipenmeile zum letzten Mal zu einem Altstadtfest erlebt, das Bermudadreieck in Bochum sogar noch nie. Heute kamen wohl alle aus ihren Häusern gekrochen. Ist nur beachtlich, dass eine solche Fülle an einem Donnerstagabend möglich ist. Nach ausgiebigen Gesprächen über den Film und anderen wichtigen Erscheinungen, verabschiedeten wir uns langsam aber sicher.
Tina habe ich noch nach Hause gefahren und mich dann weiter in den tiefsten Osten vorgearbeitet. Die Fahrt wurde durch überzählige Umleitungen und Sackgassen geprägt, welche mich zum mehrmaligen Blicken in den Atlas zwangen. Trotzdem habe ich es dann doch noch geschafft bei meinen Eltern anzukommen. Mittlerweile war es 2:30 Uhr. Ich habe in aller Seelenruhe mein Rollmobil entleert und mich des Weiteren zur Entspannung vor den Fernseher gesetzt. Da ich Überraschungsgast war, rollten meine Eltern am Morgen ihre Augen sehr als sie plötzlich mein Auto vor der Tür sahen oder meine Oma einen nicht erwarteten Gast auf der Couch fand. Ich mag solche Momente.

Der Mittwoch sollte ein warmer Tag werden. Und es kochte nicht nur das Wasser, welches auf dem Sitz neben mir stand. Platz für Emotionen gab es auch.
Obwohl ich gestern Abend mit Lars noch einen Abstecher in die Hagener Innenstadt machte, begann der Tag recht früh. Wenn man sich viel vorgenommen hat, braucht man die Zeit.
Ich machte meine Wohnung noch frisch und dann ging es los, ab ins Grüne Herz Deutschlands. Die Vorfreude wurde durch einige Staus ein wenig getrübt, aber das was später kam, hat alles wieder wett gemacht. Ich startete meine Tour und war direkt nach der Autobahnauffahrt Hagen-West im Stillstand. Es staute sich dann im weiteren Verlauf meiner Fahr noch häufig aufgrund kleinster und größter Baustellen oder undurchsichtigen LKW-Überholmanövern.
In der Thüringen-Metropole Jena angekommen, stellte ich mein Auto auf dem Carl-Zeiss-Platz ab, lief über den Ernst-Abbe-Platz und holte mir zur Erfrischung erstmal ein leckeres Eis. In der Goethe-Galerie deckte ich mich für die nächsten Stunden mit Verpflegung ein, hauptsächlich Trinkerei. Vorbei an der Goetheschule und Schillerkirche fuhr ich ins Ostbad. Das mag ich persönlich sehr. Dort verbrachte ich den gesamten Nachmittag. Neben zeitweisen Schwimmen, konnte ich mich meiner Zeit widmen. Bei der laufenden Zeit verlief ich mich auf die Uhr im Freibad. Und war verlassen. “Pünktlich” machte ich mich auf den Weg, um mich mit Tina zu treffen. Am Fortbewegungswagen angekommen, schockierte mich ein Blick auf die Uhrzeit. Etwa 85 Minuten war ich bereits zu spät. Da ich gemeinsam mit Tina zum Abschiedsabend von Friederike gehen wollte, kam der Plan leicht ins Schlendern. Aber wir haben das souverän gelöst. Das Ergebnis war sogar eine Überpünktlichkeit bei der Gartenparty. Wir erreichten den Ort des Spektakels vor der Gastgeberin! Gehört die Gegend eigentlich noch zum Jenertal? Der Abend verlief gemütlich. Ohne übermäßigen Alkoholverbrauch war ich in der Lage, alle wichtigen Fragen des Lebens in die Runde zu schmeißen. Die eine Studentin hielt sich für etwas ganz Tolles. “Aus dem Alter dieser Lockerheit ist sie raus”, meinte sie. Armes Mädchen. Erstaunlich ist trotzdem immer wieder die leichte Umgehensweise mit neuen Bekannten, wahrscheinlich sind die Leute im Pott einfach zu eingefahren. Was ich als bemerkenswert empfand, war mein Gespräch mit der Gastgeberin Friederike. Man muss sich oft lange Zeit kennen, um sich wirklich einschätzen zu können. Der Abend war gelungen. Ich habe interessante Menschen kennenlernen dürfen. Gegen 4 Uhr war dann alles zu Ende, oder?
Der nächtliche Spaziergang zu Tina’s Mum tat gut. Obwohl die Temperaturen zu diesen Stunden enorm gegen 0 fielen (nur noch 25 Grad), war es sehr angenehm, aber das hatte sicher auch etwas mit der Kürze der Strecke zu tun.

Gestern war ich in Bochum und habe dort meine Städtetour fortgesetzt. Später habe ich dann noch Tim besucht. Naja, er war eigentlich der einzige, der nicht da war. Auf jeden Fall verbrachte ich den gesamten Nachmittag einschließlich Abend in Herne. Die wichtigste Erkenntnis des Tages: Lexware hat tolle Programme, die leider nicht gut zusammenarbeiten und Daten austauschen können.
Irgendwie liegt mir noch heute der Geschmack der Thunfisch-Pizza auf der Zunge, war köstlich. Kam aber natürlich nicht an den leckeren Salat heran. Danke dafür!

Als ich kurz vor Mitternacht zu Hause war, setzte ich mich noch ein wenig an Netbeans. Eine geschickte Verwaltung einer Bilderdatenbank ist mein Ziel. Durch mein dämliches Linux ist das, wie ich mir das vorstellte, aber nicht so einfach. Ich werde mich trotzdem weiter ausgiebig damit beschäftigen.

Heute war Dortmund dran. Die Hauptstadt des Ruhrgebiets faszinierte mich heute zum ersten Mal. Es hat mir richtig gut gefallen durch das Zentrum zu laufen und mit der U-Bahn durch die Stadt zu fahren. Ich fand sogar die tolle Sandwich-Bar, wo ich mich der Kleinen einmal essen war. Ich bevorzugte heute allerdings den Döner von nebenan. Die Entscheidung war richtig, denn geschmeckt hat er saugeil.
Endlich habe ich auch wieder ein Netzgerät für mein Notebook. Dank der netten Beratung in der Dortmunder Conrad-Filiale fließt nun Strom.

Einige Bilder meiner Städte-Besichtigungen der letzten Tage sind ab heute Abend unter “Bilder” -> “NRW – Hier bin ich” einsehbar. “Ab heute Abend” steht dort, weil mein Upload eben nicht ordentlich abgeschlossen wurde.

Der Ursprung der drei Farben der deutschen Flagge liegt in der deutschen Einheitsbewegung im 19. Jahrhundert. Anstoß gaben Uniformen des Lützowschen Freikorps. Diese hatten in den Befreiungskriegen gegen Napoleon gekämpft. Ihre Jacken waren schwarz, die Samtaufschläge hatten eine rote Farbe und die Knöpfe leuchteten golden.

Unsere Nationflagge

Erstmals aufgetaucht ist die Farbkombination bei Studentenvereinigungen in Jena. Auf dem Wartburgfest im Jahr 1817 schwang die Jenaer Burschenschaft ihre Nationalflagge in Schwarz-Rot-Gold und erinnerte an die Taten des Lützow-Korps. Daraufhin wurden die drei Farben zum Symbol der Republik. 1848/49 erklärte das Paulskirchenparlament Schwarz-Rot-Gold zu den Farben des künftigen Nationalstaates.

Solche Details sollte man als Deutscher im Kopf haben. Ich war sehr enttäuscht von mir als ich im Radio die Frage nach der Bedeutung der Farben hörte, mir die Antwort aber unbekannt war.
Ich bin dafür, dass im Schulsystem ein eigenständiges Fach “Nationalkunde” verankert wird.

Da der notwendige Aufbau West erst am Anfang steht, sind erst wenige Erfolge vorzuweisen. Ein Positivbeispiel ist meiner Meinung der frischer wirkender Hagener Hauptbahnhof. Jeder, der ihn während der Umbauzeit erlbet hat, wird ihn kaum wieder erkennen. Ich greife dieses Thema auf, weil ich dazu noch ein Bild liefern wollte.

Hagener Hauptbahnhof

Eine Sache, Tim, hat mich heute nicht losgelassen. Zum Thema Solidaritätszuschlag fand ich noch eine interessante Gesetzesänderung vom 21. Dezember 2000. An diesem Tag wurde beschlossen, dass der Fonds Deutsche Einheit zum 01.01.2005 in das Ausgleichssystem integriert wird. Dies sieht bspw. Ausgleiche überproportionaler Belastungen finanzschwacher von Westländern vor.

Länderfinanzausgleich

Die Ruhrgebietsstädte sind nahezu alle in einer besonders prekären Situation, so dass unabhängig auch von notwendigen Verbesserungen der Kommunalfinanzreform der Solidarpakt Ost neu geschnürt werden muss, damit die besonders notleidenden Ruhrgebietsstädte bald vom Geber- in den Nehmerstaus kommen, zumindest aber von ihrer Zahlungspflicht entbunden werden.

Mühlheimer Bürgerinitiative

Das Ruhrgebiet wird in Zukunft mit Sicherheit höhere Förderungen erhalten, besonders weil die Verschuldung hier aufgrund des enormen zu bewältigenden Strukturwandels stärker zunimmt als in Mecklenburg-Vorpommern.
Durch den den Übergang zum Ausgleichsystem sind die Steuerabführungen des Solidaritätszuschlags nicht auf ostdeutsche Bundesländer beschränkt. Wie man bei Wikipedia sehen kann, sind die Zahlungen allerdings noch sehr einseitig.