Den gesamten Sonntag nutzte ich, um mein Fahrzeugschein-Programm weiter zu entwickeln. Es wird nun den Offiziellen Projektnamen „vered“ (Vehicle Registration Certification Database) erhalten. Bei der Datenbank-Anbindung bin ich zwar noch nicht, aber ein Ziel muss man ja haben. Ich werde wohl meine Entteilung umstruktieren, denn während ich dies schreibe, leuchtet mir ein Lichtlein auf. Ich sollte die Datenstruktur vor der Oberfläche komplettieren. Wobei es nach meinem Programm nur wenige Methoden angeht. Ich muss mir vor dem weiteren Programmieren also noch Gedanken machen.

Am Montagmorgenn gings los in meine Saalestadt. Ich fuhr mit dem Auto meiner Großmutter, um dessen Batterie auch mal wiedder in Schwung zu bekommen. Ich bummelte ein wenig durch die auf dem Weg liegenden Märkte und fuhr als erstes zur it2s GmbH nach Rothenstein. Dort traf ich Jürgen und hielt ihn vom Mittagessen ab. Nach einem Kaffee und bisschen Geplänkel setzten wir einen ausgiebiges Treffen am Freitag fest. Wir wollen ein bisschen mit Linux spielen und später bei einem kühlen Blonden den Einklang ins Wochenende genießen.
Kurz darauf holte ich Tina ab, um im Ostbad das Treiben auf der Wasseroberfläche weiter zu üben. Wenige Tropfen ließen Schlimmes vermuten, was kam, war nichts. Die wärmste Stadt in Thüringen bleibt unangefochten weiterhin Jena. Im Anschluss wurde mir die Thüringer Landesbibliothek von Innen vorgestellt. Das war das Vorprogramm für die Wagnergasse. Wer einmal da war, den ziehen Ghatto Bello & Co. ziehen immer magisch an. Der spontanen Entschluss zum Übernachten und dem verbundenen Kauf von Zahnbürste und Reinigungsutensilien sollte mir morgen zum Verhängnis werden. Mit Tina’s Papa plauderte ich noch, während sie ihren notwendigen Sachen für die bevorstehende Nacht zusammensuchte. Gefühlte Stunden später dachte ich nur noch über sein Leben nach. Jetzt erscheinen mir seine Erzählungen gar nicht mehr so schlimm. Ich deute das nun eher als Hilferuf. Die gewonnenen Erkenntnisse über die Abzocke von KFZ-Betrieben oder verschiedene Ölsorten werden mir früher oder später weiterhelfen. Er wirkte wirklich traurig. Sicher vermisst er dich schon jetzt, vor deinem Wegzug.
Die gigantisch erscheinende Filmauswahl bei unserem folgenden Besuch der Winzerlaer Videothek warf mich förmlich um. Wir packten einfach mal den deutschen Film „Antikörper“ ein. Bei Tina’s Mum verzückte uns dann Stromberg noch, bevor es zum eigentlich Highlight kam. Da die Staffel aber nur Wiederholungsfolgen beinhaltet, brachen wir nach dem Aufladen der simyo-Karte ab. Plötzlich waren wir im thüringenischen Herzbach gefangen und machten ab und an einen Abstecher nach Berlin. Jedenfalls im Film. Ich glaube, dieser Film kann auch die letzten Kritiker deutscher Film überzogen. Echt gut! Von mir erhält das Prädikat Sehenswert. Nach dem Film ließ sich Tina auf kein Gespräch mehr ein und begab sich direkt in ihre Traumwelt. Ich dachte derweilen noch über verschiedene behandelte Dinge des Films nach. Nach einiger Zeit schlief ich dann aber auch vor Müdigkeit ein.