Das war ein Abend. So wunderschön und grausam zugleich.

Der Freitag begann ganz friedlich. Vormittag war ich noch eben mit der Schwebebahn in Wuppertal fahren und den Nachmittag brauchte ich Schlaf, weil ich trotz einer 10-Stunden-Nacht unwahrscheinlich müde war. Ich hätte sogar fast meinen Zug verpasst, der für den weiteren Verlauf des Abends ungeheuer wichtig war. Ich rannte innerhalb von 6 Minuten zum Bahnhof. Bei dieser Wärme sollte man die Leistung nicht unterschätzen.

In Hattingen angekommen, wartete auch Becker schon auf die große Ziehung. Als Tim und Jörg kurze Zeit später auch antrafen, konnte die Tour starten. Erster Anlaufpunkt war der Rewe-Markt um die Ecke. Wir hatten Durst, der unbedingt mit Wodka, Bier und Wasser (welches die Verschwender nur weggeschüttet haben) gestillt werden musste.
Wir fuhren nach kurzem Probetrinken in Grönemeyers Geburtststadt. Dort saßen wir einige Zeit ganz lässig im Park und genossen die idyllische Lage an der Bundesstraße.
Als der überwiegende Teil des Alkohol verbraucht war, machten wir uns in fröhlicher Stimmung auf zu BochumTotal. An dieser Stelle setzen meine Erinnerungen aus. Aus Erzählungen wurde mir berichtet, dass wir Gil mit neuer Rockmusik verfolgen durften und dabei wohl andere Zuschauer mit unserem provokanten „Tanzen“ mächtig genervt haben. Später waren wir noch in einer anderen Bar und fuhren unser Trinkprogramm weiter fort. Auf den Weg nach Sprockhövel lernten wir im Bus noch einem komischen Menschen kennen, der uns zu einer zusätzlichen „Party“ mitnahm. Andere Vorfälle bleiben hier besser außen vor, sind allerdings von enormer eigener Bedeutung. Ein kurzer Trinkstop in einer Kneipe mit Hakenkreuz-Fließen musste aber sein. Diese Kiffer-Feier hielten wir aufgrund des gravierenden Altersunterschieds und seltsamen Eigenheiten dieser Wesen nur kurz stand. Die uns versprochenen Mädels waren leider nicht anwesend. Auf gings zu Jörg, wo der Abend für mich dann auf dem Fußboden endete. Bequem wie nur selten konnte ich mich ausschlafen.
Stefani fuhr mich dann freundlicherweise nach Hause. Der Tag danach ist schrecklich. Alles tut weh und der einzige Ausweg wird nur ausgiebiger Schlaf sein können. Gute Nacht.