Der Wecker klingelte 9 Uhr. Schrecklich früh eigentlich, wenn man bedenkt, man könnte ausschlafen! Aber alle Pläne müssen eingehalten werden. Nachdem ich Tina nach Winzerla fuhr, wollte ich eigentlich zu einem Überraschungsbesuch nach Triptis. In Stadtroda wollte ich dann vorsichtshalber noch tanken. Das war ein großer Fehler. Da ich das Benzin nicht zwingend benötigte, tankte ich nur für 15 Euro. Mein Portmonee hatte ich dabei, trotzdem kam es schlimmer. Mein Bargeld beschränkte sich auf etwa 10 Euro, da ich ein großer Freund von bargeldlosen Zahlungsverkehr bin. An der Kasse suchte ich meine Bankkarte. Fand sie nicht. Scheiße dachte ich nur und erinnerte mich, dass ich sie letzte Woche vor dem Schwimmbad-Besuch ins Auto legte. Aber nicht in dieses, mit welchem ich unterwegs war. Andreas kennt diese Situation. Aber er fehlte mir heute! Ich konnte also nicht zahlen. Aus lauter Verzweiflung rief ich meine Mum an. Zufällig hatte sie sogar frei und war zu Hause. Ich bat sie also, mir die restlichen 5 Euro ins etwa 50km entfernte Stadtroda vorbeizubringen. Es war mir zwar recht peinlich, aber immerhin konnte ich auf einer unweit entfernten Bank meine Zeit lesen. 1 Stunde später konnte ich also meine Rechnung bezahlen und mit unwahrscheinlichem Lächeln die Tankstelle verlassen. Nach dieser Aufregung gönnte ich meiner Mum in Jena noch ein Eis und besorgte mir uneigennütz noch einen Hei-Cap. Lecker. Ich parkte dummerweise im Halteverbot. Als ich neben dem Auto meinen Cappucino trank, hielt hinter dem Kleinen die Polizei und von der anderen Seite liefen Politessen aufs Auto zu: „Sie stehen aber schon eine ganze Weile hier“. Ich erzählte ein bisschen mit den netten Menschen und war dann wenige Minuten später weg. In anderen Städten hätte man mir unbeeindruckt ein Knöllchen aufgedrückt. Das rundete den bisher specktakulären Tag noch ab. Jetzt sitze ich hier vor meine Notebook und kann darüber eigentlich nur noch lachen, der ganze Angstschweiß ist vergessen.