Vor dem Spiel hat das liebste Urlaubsland der Deutschen (Ich bekenne mich dagegen!) sich sehr um uns bemüht. Die Italiener haben die FIFA über den kleinen Ausfall unseres Nationalspielers Frings freundlich hingewiesen, dessen Folge eine Sperre nach sich zog, und machten die Deutschen schlecht, nachdem sie einen Artikel im Spiegel nicht verkrafteten.

Da lagen sie am Boden und schämten sich ihrer Tränen nicht. Eine Minute fehlte der deutschen Nationalmannschaft, um sich auch im Halbfinale in Dortmund gegen Italien ins Elfmeterschießen, nein: nicht zu retten, sondern vorgekämpft und vorgespielt zu haben.
Die Aufstellung und Wechseltaktik hat mich das ganze Spiel beunruhigt, aber da die Nationalelf sich wacker geschlagen hat, lagen alle Hoffnungen wieder bei Herrn Lehmann.
Die letzten Sekunden der Nachspielzeit waren wie ein schlechter Film. Wie kann man sich noch zwei mal den Ball ins Tor schießen lassen, wenn sich alle schon auf Elfmeterschießen eingestellt haben? Dass das die Spieler vom Stiefel nicht wollten, ist ganz klar. Denn das hätten sie wohl verloren. Aber so leben sie glücklich und arrogant, wie immer, weiter.
Den FIFA-Pokal können wir in diesem Jahr wohl nur übergeben, aber Weltmeister sind wir trotzdem. Wir haben immerhin – und das sage ich bereits vor dem letzten Schlusspfiff – eine der tollsten Weltmeisterschaften veranstaltet.