Um Punkt 7:00 Uhr ging es los. Der Bus zum Hauptbahnhof und der Anschlusszug nach Bochum. Für ein mageres Frühstück bei McDonalds hatte ich viel Zeit. Mein Treffen mit Tim, Becker, Marcel & Kollegen sollte noch dauern. Quasi die Ruhe vor dem Sturm. Heute wird es nach Mainz gehen, ins schöne Rheinland-Pfalz.
Die Zugfahrt mit zahlreichen blau-weißen Fußballfanatikern war ganz witzig. Ein Vorfall mit den sonst so netten Schwarzafrikanern wie bei uns kann für viele der Grund zum Rechtsextremismus sein. Da denkt man doch glatt nochmal über seine Basiseinstellung nach. Der Dämpfer am frühen Vormittag sollte den Rest des Tages aber überhaupt nicht negativ beeinflussen. Plötzlich waren wir in Mainz. Mit dem Taxi ging es die 300 Meter zum Stadion, wo wir noch einen kurzen Abstecher zu Edeka machten. Ich kaufte mir dann eine unheimlich überteuerte Sitzplatzkarte hinter einer Videoleinwand für unglaubliche 20 Euro.
Meine Restgetränke musste ich am Einlass noch rasch zu mir nehmen und dann gings zu den Ultras. 75 Minuten trauriger Fußball, jedenfalls was den VfL Bochum angeht. Die meisten Fans waren genauso enttäuscht wie ich und wetten schon mit wieviel Punkten der Verein im neu-benannten rewirpower-Stadion wieder absteigt. Marcel und ich konnte uns das nicht länger geben, sodass wir das Stadion bereits vor Schlusspfiff verließen. Das 2:1 von Bochum bekamen wir dann gar nicht mehr mit, aber muss wohl viel Glück im Spiel gewesen sein. Wir machten uns auf zum Mainzer Hauptbahnhof, um dort die anderen wiederzufinden und langsam die Heimfahrt anzutreten. Ein kurzer Gang zu McDonalds sollte dann Einiges verändern. In dem Moment war noch unklar, dass ich mit diesen beiden entzückenden Mädels mit rot-weißer Gesinnung an diesem Wochenende noch viel Zeit verbringen werde. Wir verstanden uns auf Anhieb prächtig. Die Mainzer Fans sind nett. Im Zug plauderten wir und andere im „dbv-winterthur“-Trikot noch ein ganze Weile weiter. Der wichtigste Punkt ist wohl aber die Verabredung für den morgigen Tag gewesen. Ich war so begeistert, dass ich die Menschen unbedingt bald wiedersehen musste. Nachdem die Mädels den Zug verließen, war die Fahrt ziemlich öde. Sie dauerte noch gefühlte 24 Stunden.
In Essen stieg ich dann in einen direkten Zug nach Hagen um und war ungefähr 0:23 Uhr nach einem gemütlichen Nach-Hause-Spaziergang in meinen 4 Wänden. Ich war trotz des langen Tages irgendwie überhaupt nicht müde und setzte mich noch ein paar Minuten vor den Computer und Fernseher. Aber was den Wiederabstieg angeht: Martin will es mal nicht hoffen.
Da es morgen schon weitergehen muss, ist schlafen nun die einzige Möglichkeit.