Für den gestrigen Samstag war Besuch angesagt. Die kennengelernten Mainz-Fans wollten an diesem Wochenende das Ruhrgebiet, speziell Dortmund unsicher machen.
Ich traf mich mit der Truppe um die Mittagszeit im Zug in Essen. Im Abteil herrschten aufgrund der Überfüllung mindestens 50°C. Atmen konnte man nur schwer. Der Alkoholspiegel einiger war, durch die lange Fahrt verursacht, teilweise auch genauso hoch. Zum ersten Mal war ich auf den Weg ins Westfalenstadion: Borussia Dortmund – 1. FSV Mainz 05. Die Größe ist überwältigend, noch besser aber die Atmosphäre im Stadion. Obwohl ich im Mainz-Block stand hoffte ich lange Zeit auf ein Tor der Dortmunder, um die Stimmung einmal zu erleben. Torchancen hatten wohl beide Mannschaften im Übermaß. Nur rein wollte der Ball bei keinem Versuch. In der zweiten Halbzeit schafften die Dortmunder es dann doch. Und plötzlich stand das ganze Stadion. Als die BVB-Fans noch mit ihren Schals jubelten, schaffte Maniz den Ausgleich. Traumhaft!
Noch viel interessanter fand ich allerdings das Polizei-Aufgebot. Es waren im Verhältnis zu Jena-Spielen unheimlich wenige Grüne, außerdem keinerlei Eishockey-Spieler. Über 70000 Menschen in Dortmund sind also leichter zu betreuen als 12000 um das Ernst-Abbe-Sportfeld. Wahnsinn.
Im Anschluss ging es zurück zum Hauptbahnhof. In der U-Bahn saß eine begeisterte Dortmund-Anhängerin im Alter von schätzungsweise 4-5 Jahren vor mir. Komplett in schwarz-gelb von den Haaren bis zu den Schuhen sah sie richtig süß aus.

Am Hauptbahnhof angekommen, fuhr ich nach Wanne-Eikel weiter, um mich nach 7 Wochen mal wieder mit Tim zu treffen. Schön wars, aber kurz. Wir haben vom Einkaufen übers Fitnessstudio bis zum Biertrinken alles geschafft. Respekt, aber man muss seine Zeit effektiv nutzen und das haben wir getan.

23:03 Uhr fuhr ich nach Dortmund, wo dann der Anschlusszug nach Hagen ausfiel. Zum Glück fuhr wenig später eine weitere S-Bahn. Die Zwischenzeit konnte ich prächtig mit einem „Kaffee zum Mitnehmen“ überbrücken. 75 Cent kostete der. Ich war überwältigt von diesem mir recht günstig erscheinenden Angebot.
In der S-Bahn traf ich auf zwei Mädels, die aus Duisburg kamen und unbedingt in Hagen feiern wollten. Sie hatten vor, ins „Maitai“ zu gehen, was mir allerdings völlig unbekannt ist. Wenn man diese Fahrt auf sich nimmt, habe ich bis jetzt scheinbar diese Stadt völlig verschlafen.

Zu Hause angekommen, habe ich noch bis 2 Fernsehen geschaut und dann: „Gute Nacht“.