Es ist wohl keine neue Erkenntnis. Jedoch bestätigt sich wieder wie schnell eine besondere Zeit vergeht.

Die Geburtstagsfeier meines Herrn Papa war ein runder Abschluss einer längeren Erholungsphase. Nach den stressigen Klausuren und nur wenigen Wochenend-Besuchen des Thüringer Freistaates musste das einfach sein. Allein schon wegen dem Herz.
Am Sonntag frühstückte ich um 9 Uhr mit meiner Tante Conny im schöngelegenen Friesental. Das es nur geregnet hat, konnte man in dem Moment nicht ändern. Ich merkte, dass ich alt geworden bin. Als ich Urlaubsphotos von 2002 sah, fühle ich mich wie ein Rentner.
Kurz nach dem Mittag schneite ich noch kurz bei Gitti vorbei, ehe ich nach schnellem Mittagessen zum Kaffeetrinken in Cunsdorf eingeladen war. Schön wars, nur schade, das Michael Schumacher im Freudentraumel sein Rennen versemmelte.

Über den Tag hinweg, habe ich mich dafür entschieden, abends zurück nach Hagen zu fahren. Mein Auto wog sicherlich um die 3 Tonnen. So viel Fracht hatte ich seit dem Umzug im letzten Jahr nicht mehr geladen.
Im strömenden Regen ging es dann los. Erste Aqua-Planing-Situationen erreichte ich bereits am Hermsdorfer Kreuz. Da ich unbedingt auf Toilette musste und das Wetter es anders gar nicht zuließ, nutzte ich Jena als mein Stilles Örtchen. Da ich Tina unbedingt noch Tschüss sagen wollte, machte ich noch einen Abstecher im Cinestar. Da sie noch eine Weile arbeiten musste, verabredeten wir uns für später.
Diesen Zwischenraum nutzte ich, um im Bildzeitungslokal McDonalds Zeit zu lesen. ZahlrIch fand die Atmosphäre wirklich angenehm. Hier und da kamen einige Studenten vorbei, die sich neben einem Burger und ihrem Notebook gemütlich ins Uninetz einwählten oder über WLAN ins Internet einwählten. Solche technischen Spielerein vermisse ich in Hagen und besonders in der Fachhochschule Südwestfalen. Die kommenden Studiengebühren werden hoffentlich einiges für dessen Aufbau besteuern.
Unverhofft rief Tim, der ehemalige TÜV-Genosse, plötzlich an. Da er zufällig auch gerade in der Stadt war, kam er in der Fast-Food-Lounge vorbei. Leider verdarb sein Verbleiben in meiner Gegenwart den Abschied von Tina. Ich habe mich beim Phyletischen Museum echt darüber geärgert, dass ich über 2 Stunden auf dich wartete und dann der Partymacher zu heiß für jede Kneipe war. Aber lustig wars trotzdem irgendwie. War ja auch schön meinen einst besten Kumpel wieder getroffen zu haben. Er wird wohl immer noch seine heiße Sonntagnachtparty suchen. Tina, im Paradies steppte dann übrigens der Bär 😉
Deswegen fuhr ich dann quasi direkt weiter gen Westen. Ich war ungefähr dreieinhalb Stunden unterwegs. Obwohl ich aufgrund meiner Müdigkeit 3 Pausen einschieben musste, kam ich prächtig voran.
In Hagen angekommen war ich dann noch so fit, dass ich mein Auto noch auslud. Nach dem 6. Gang vom Fahrzeug in die Wohnung habe ich aufgehört zu zählen…